Inhalt
Ihre Sucheingabe:

Sie befinden sich hier: Pflanzen > Gemüse > Mischkulturen
nächster Beitrag → Magnesium-Mangel

Mischkulturen

August 2002 "Die von der wachsenden Möhrenwurzel ausströmenden Gase fördern das Wachstum des Porrees" und "… dass die gasförmigen Wurzelausscheidungen der Möhre wachstumsfördernd auf das Wachstum der Erbse einzuwirken vermögen", liest man bei WIRTH (1962‌). Woanders heißt es gar: "Jeder Gärtner, der zu einer naturgemäßen Mischkultur übergeht, stellt fest, dass sich seine Ernten […] verdoppeln oder sogar verdreifachen." (HALLER, W. v. 1978).


Im Vertrauen darauf säte mein Gartenanrainer Möhren, legte daneben Erbsen und pflanzte Porree parallel zu den Mohrrübenreihen, alles jeweils im empfohlenen Wechsel. Mischkulturen "wie sie im Buche stehen". Und wie sie die untenstehende Tabelle bejaht. Auf gute Nachbarschaft also!

Bald schon gediehen sie alle – allerdings ohne Vergleichsmöglichkeit. Ob besser, ob ungünstiger als in Monokultur oder mit "schlechten" Nachbarn?

Mischkultur Zwiebeln/Möhren - niederländische Untersuchungen beweisen: Kein durchschlagender Erfolg bei der Möhrenfliegenbekämpfung.
Mischkultur Zwiebeln/Möhren - niederländische Untersuchungen beweisen: Kein durchschlagender Erfolg bei der Möhrenfliegenbekämpfung.
Ich möchte es wissen, suche in der Fachliteratur nach Ergebnissen exakter Versuche und werde fündig. Die Grafiken bringen sie zum Ausdruck (nach MAPPES 1951). Deren Betrachtung liefert allerdings nicht Bestätigung, sondern lässt Skepsis bezüglich der gut-nachbarschaftlichen Beziehungen aufkommen. Das gilt für den Ertrag. Bezeugt wird gleiches aber auch hinsichtlich der Schädlingsabwehr: Niederländische Untersuchungen des Möhrenfliegenbefalls der Rüben bei Anbaukombinationen Karotten/diverse Zwiebelgewächse offenbarten kaum Befallsunterschiede gegenüber der Möhren-Reinkultur!

Dabei wären Mischkulturen mit den ihnen zugeschriebenen Vorzügen (u. a. gegenseitige Förderung, Verringerung des Krankheits- und Schädlingsbefalls) ideal für die Gemüsepflanzen, den Freizeitgärtner und die Umwelt. Was ist deshalb wünschenswerter, als dass die übrigen "guten Nachbarn" hinsichtlich der dargestellten Kriterien einer exakten Überprüfung besser standhielten?!

GemüseartGute NachbarnSchlechte Nachbarn
BohnenTomaten, Rettich, Gurken, SellerieZwiebel, Knoblauch
ErbsenKohlrabi, Dill, Möhren, FenchelBohnen, Tomaten
GurkenZwiebeln, Bohnen, Rote Bete, DillTomaten, Rettich
KartoffelnMeerrettich, Spinat, KohlrabiRote Bete, Tomaten
KnoblauchMöhren, Tomaten, ErdbeerenKohl, Bohnen, Erbsen
KohlEndivien, Rhabarber, TomatenKnoblauch, Zwiebeln
LauchSellerie, Kohlrabi, Tomaten, KohlErbsen, Bohnen
MöhrenMangold, Rettich, Zwiebeln, LauchRote Beete
SellerieKohlrabi, Bohnen, Lauch, TomatenMais, Kartoffeln
TomatenPetersilie, Kohl, Lauch, SpinatGurken, Kartoffeln
ZwiebelnMöhren, Erdbeeren, Gurken, DillKohl, Bohnen

nächster Beitrag → Magnesium-Mangel
Sorgfältig gepflegtes Mischkulturbeet mit verschiedenen Frühgemüsearten.
Für und wider – Mischkulturen

Schlagworte dieser Seite:

Mischkultur

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um alle Artikel mit diesem Schlagwort anzuzeigen.

Bitte melden Sie den Kommentar nur, wenn er andere Menschen beleidigt, beschimpft oder diskriminiert, oder Äußerungen enthält, die Gesetze verletzen (beispielsweise zu einer Straftat aufrufen).

Diesen Artikel kommentieren (0)

Ihr Kommentar


Datenschutz | Impressum | Kontakt
Die Website enthält Bilder von www.pixelio.de

Familienheim und Garten Verlagsgesellschaft mbH

Copyright

Familienheim und Garten
Verlagsgesellschaft mbH
Bonn, 2019

Entwicklung/Realisierung

MultimedaConcept, Bonn
Kennedyalle 17, 53175 Bonn
office@mmcm.de
www.mmcm.de