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Magnesium-Mangel

August 2002 Die gelbe Laubverfärbung auf dem Foto unterhalb der roten Frucht, bei der das Gewebe entlang der Hauptblattadern grün bleibt und die hier erst in den Anfängen steckt, kann sich noch erheblich steigern, wie die zweite Abbildung offenbart: Im Endstadium zeigen sich zwischen den Blattadern braune Stellen (Nekrosen). Ursache ist der Mangel an Magnesium (Mg), eines Hauptnährelements der Pflanzen.


Magnesiummangel im Anfangs- …
© Titze
Magnesiummangel im Anfangs- …
… und im fortgeschrittenen Stadium.
© Titze
… und im fortgeschrittenen Stadium.
Magnesiummangel wird durch eine zu geringe Bodenversorgung hervorgerufen. Die überhöhte Düngung mit Kali und Stickstoff kann ihn aber auch herbeiführen, ebenso wie zu niedrige pH-Werte (= ungenügende Kalkversorgung). Auch ein unzureichend aktives Wurzelsystem, bedingt z. B. durch Sauerstoffmangel (Bodenlockerung!), verursacht das Schadbild. Mg-Mangel ist verstärkt auf leichten, feuchten Böden mit niedrigen pH-Werten zu beobachten.

Logisch: Die Unterversorgung entsteht dann, wenn der Pflanzenbedarf größer als das Angebot über die Wurzel ist. In der Situation entziehen junge, wachsende Blätter dem älteren Laub den Nährstoff, um ihn bei sich einzubauen, so dass das Symptom immer zuerst an den betagteren Blättern, also in der unteren Hälfte der Gewächse sichtbar wird. Das Blattwerk dort wird dadurch dicker und spröder.

Die Sorten reagieren unterschiedlich. So wurden z. B. in einer Prüfung des Bundessortenamtes mit 10 Züchtungen durchschnittliche Befallsnoten von 2,7 bis 6,0 vergeben (1 = kein, 9 = sehr stark ausgeprägtes Mangelsymptom. "Versuche im deutschen Gartenbau 2000 – Gemüsebau").

Mg-Mangel beeinträchtigt die Pflanze. Die Assimilation (Fotosynthese) kann allein in den grünen Blättern stattfinden. Wenn das Laub durch (teilweise) Abwesenheit dieses Nährelements vergilbt, geht Assimilationsfläche verloren, und das führt in letzter Konsequenz zur Verringerung des Wachstums und des Ertrages. Früchte an Pflanzen mit gelben Blättern "wachsen weniger gut aus".

Mehrere Blattspritzungen (z. B. 2%ige Magnesiumsulfatlösung [= 20 g Magnesiumsulfat/1 Liter Wasser]. Sie führen allerdings u. U. zu klebrigen, unschädlichen "Filmen" auf den Früchten) können hilfreich sein, ebenso wie eine Kopfdüngung mit einem magnesiumhaltigen "Festdünger".

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WMF Filterkaraffe Dara
WMF Filterkaraffe Dara
Bild 1: Schaden der Johannisbeerblasenlaus
Blattschäden und deren Ursachen
Etwa die Hälfte der Blattoberfläche ist durch Magnesiummangel zerstört. Typisches Zeichen für Magnesiummangel ist die Schädigung der Blattfläche zwischen den Blattnerven.
Obstgehölze während der Vegetation überwachen

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