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Gartengedanken: Beeren und Spatzen

Juli 2002 Der Sommer ist da. URLAUBSZEIT. Jetzt fällt es jedem leidenschaftlichen Freizeitgärtner schwer, seinen Garten auch nur für einige Urlaubstage im Stich zu lassen. Urlaub zu Hause bei der vertrauten Gartenarbeit! Gibt es etwas Schöneres?


Rote, schwarze und weiße Johannisbeeren, aber auch Stachelbeeren und die hemmungslos wachsende Jostabeere beginnen zu reifen. Es wird auch Zeit. Die letzten Flaschen mit Beerenwein gehen zur Neige. Zur Zeit der Beerenreife fällt mir aber auch auf, dass die Spatzen, die seit Jahren im alten Schuppen unter dem Dach ihr lustiges Dasein fristen, dem Garten immer öfter einen Besuch abstatten. Übrigens, sehr zur Freude unseres Katers. Schauen wir uns die Spatzen doch mal etwas genauer an:

Sperling
© Dagner
Sperling

nach obenHaussperling (Passer domesticus)

Dieser Vogel ist ein Kulturfolger und kann in unseren Breiten überall angetroffen werden. Sei es nun im ländlichen Bereich oder in der Innenstadt.

nach obenFeldsperling (Passer montanus)

Auch dieser Vogel ist vielfach verbreitet. Sei es im Siedlungsbereich, landwirtschaftlich genutzten Flächen, in Feldgehölzen und Hecken bis hin zu offenen Auwäldern. Oft beobachte ich, dass zur Brutzeit und in der Jungenaufzuchtphase die Nahrung ausschließlich aus Insekten besteht. Sie spielen somit bei der klassischen Schädlingsbekämpfung eine sehr oft völlig verkannte, sehr wichtige Rolle im Naturhaushalt.

Beide Arten sind durch extreme Bestandsrückstände zum Teil sehr rar geworden. Ich sehe in unserem Garten, dass dies nicht der Fall ist. Abwechslungsreiche, artenreiche Hausgärten, wie wir Gartenfachberater dies immer wieder den Mitgliederfamilien raten, haben auch heute noch ihren Spatzenanteil. Bei der Ernte meiner Beerensträucher bleibt für die Spatzen immer noch ein kleiner Anteil übrig. Übrigens, da fällt mir noch eine kleine Geschichte ein:

"Zum Frühstück mögen wir Spatzen auch ganz gerne Stachelbeeren. Die Stacheln an ihren Trieben machen uns überhaupt nichts aus, die manchmal wie kleine Ferkelchen aussehenden Früchte sind dagegen ein wahrer Genuss. Viele Menschen sind da anderer Meinung, trotzdem wollen sie uns armen Viechern selbst diese Früchte nicht überlassen. So ein Nonsens! Da nimmt man uns erst die Früchte weg, obwohl sie der Herrgott doch ganz eindeutig nur für uns Vögel bestimmt hat. Warum hätte er sonst die Sträucher mit Stacheln ausgestattet? Dann macht der Mensch daraus Stachelbeerwein, den er mehr mit Widerwillen denn mit Willen in sich hineinschüttet und gar nicht merkt, wie schnell er davon besoffen ist. Dann setzt er sich in sein Auto, lässt sich dabei von seinem Freund und Helfer erwischen und den Führerschein abnehmen. Und das alles, weil er uns Spatzen nicht die Stachelbeeren überlassen hat."

Ihr Bundesgartenfachberater
Axel Ackermann

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Gartengedanken, Kulturfolger, Spatz, Sperling, Vogel

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