Inhalt
Ihre Sucheingabe:

Sie befinden sich hier: Haus | Garten | Leben > Tierwelt > Archiv > Freude an Höckerschwänen
← vorheriger BeitragPapageien essen mit den Füßen!
nächster Beitrag → Die Astrilde

Freude an Höckerschwänen

März 2002 In Europa gibt es ursprüngliche Brutplätze am Schwarzen Meer und rings um die westliche Ostsee. Im übrigen Europa hat man den Höckerschwan immer wieder künstlich eingebürgert. Wahrscheinlich brütete er niemals in Deutschland wild, d. h. ohne Zutun des Menschen. Er besitzt in unserer Kulturlandschaft praktisch keine natürlichen Feinde. Einzig sehr kalte Winter wirken dezimierend auf den Bestand.


nach obenBeliebt und trotzdem verfolgt

Schwäne inspirierten schon immer Künstler, Dichter, Fotografen und vor allem Naturfreunde. Aber die Kehrseite zeichnet ein anderes Bild. Einst fing man Schwäne, rupfte sie, um ihre Federn nutzen zu können. Diese wirtschaftliche Verwertung war kein Ärgernis. Aber man trieb außerdem die Schwäne während der Mauser auf ihren Brutteichen zusammen und erschlug sie mit Knüppeln.

Die Kriegseinwirkungen hatten den Schwanenbestand erheblich dezimiert. In den Jahren nach 1945 war an eine natürliche Erholung des Bestandes nicht zu denken. Es ist bekannt, dass damals mancher Höckerschwan den Weg in die Küche fand und die fehlende Weihnachtsgans ersetzte. Erst nach 1950 konnten die neu zugewanderten Tiere in Ruhe leben.

nach obenBestand erholt

In diesen Jahren begann dann auch die Schwanenliebhaberei wieder Boden zu gewinnen. Die Nachzucht, der die Flugfähigkeit belassen wurde, siedelte häufig auf offene Gewässer über. So konnte der Schwanenbestand in Deutschland verhältnismäßig schnell wieder anwachsen. Die neuen Bewohner der Flüsse, Teiche und Seen setzten sich in der Hauptsache aus Höckerschwänen zusammen. Viele fürchteten, dass diese großen Vögel dem Wasserwild und dem Fischbestand Schaden zufügen könnten.

In der Tat, die Schwäne wussten sich zu behaupten. Aber Schwäne sind fast reine Vegetarier und fressen überwiegend Pflanzen. An Fischen sind sie nicht interessiert. Angeblich beobachtete Verluste bei Enten, Teich- und Blässhühnern, verursacht durch Schwäne, sind minimal.

nach obenStand- und Strichvögel

Nach 3 Jahren sind Höckerschwäne geschlechtsreif, es gibt aber viele Junggesellen, die sich erst im fünften Lebensjahr eine Partnerin suchen. Da die Schwäne monogam sind, trauern sie lange einem zu Tode gekommenen Partner nach.

Viereinhalb bis fünf Monate werden die Jungen geführt, erst dann sind sie einigermaßen flugfähig. Hier bei uns ist dies nicht vor Anfang September.

Im europäischen Bereich ist der Höckerschwan ein Stand- oder Strichvogel. Dies ist notwendig, denn nicht überall ist der Tisch für ihn reichlich gedeckt, dann muss er sich nach Nahrung umsehen. Daher trifft man ihn im Winter oft in größerer Zahl an fließenden eisfreien Gewässern. Im Grunde genommen aber liebt der Schwan die Ruhe. Dort, wo das Wasser steht oder nur träge fließt, kommen sie ganz von selbst. Auf größeren Gewässern finden sie genügend Nahrung – vor allem Wasser- und Sumpfpflanzen, Gras, aber auch Kerbtiere, Larven, Würmer, kleine Schnecken und Muscheln.

← vorheriger BeitragPapageien essen mit den Füßen!
nächster Beitrag → Die Astrilde

Schlagworte dieser Seite:

Höckerschwan, Schwan, Wasservogel

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um alle Artikel mit diesem Schlagwort anzuzeigen.

Bitte melden Sie den Kommentar nur, wenn er andere Menschen beleidigt, beschimpft oder diskriminiert, oder Äußerungen enthält, die Gesetze verletzen (beispielsweise zu einer Straftat aufrufen).

Diesen Artikel kommentieren (0)

Ihr Kommentar


Datenschutz | Impressum | Kontakt
Die Website enthält Bilder von www.pixelio.de

Familienheim und Garten Verlagsgesellschaft mbH

Copyright

Familienheim und Garten
Verlagsgesellschaft mbH
Bonn, 2019

Entwicklung/Realisierung

MultimedaConcept, Bonn
Kennedyalle 17, 53175 Bonn
office@mmcm.de
www.mmcm.de