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Die Astrilde

Februar 2002 Waren es früher hauptsächlich Kanarienvögel und einheimische Singvögel, die von Vogelliebhabern gehalten wurden, liegt heute das Schwergewicht bei den exotischen Vogelarten, unter denen die Sittiche, Papageien und Prachtfinken an erster Stelle stehen. Früher war es hauptsächlich der Gesang, auf den man Wert legte. Viele Vogelliebhaber bevorzugen heute jedoch möglichst bunt und ansprechend gefärbte Vogelarten und scheinen auf den Gesang nicht mehr so viel Wert zu legen.


Afrika, Asien und Australien bescheren dem Prachtfinkenliebhaber eine ganze Reihe begehrter Vögel. Zu ihnen gehören die Astrilde. Diese teilweise farbenprächtigen Vögel sind recht beweglich und lieben einen größeren Flugraum. Gerade die aus den warmen Ländern zu uns gelangenden Astrilde brauchen Sonne, daher ist ein nach Norden gelegenes Zimmer für ihre Unterbringung nicht geeignet. Auch heizbar muss die Vogelstube sein, denn man kann die Astrilde aus meist tropischen Gebieten nicht kalt überwintern. Als Sitzgelegenheit ist Ast- oder Strauchwerk an den Wänden der Stube anzubringen, jedoch so, dass in der Mitte der Vogelstube ein genügend großer freier Raum bleibt, der den Vögeln das ungehinderte Fliegen ermöglicht. Für die Futter- und Trinkgefäße ist die Aufstellung eines Futtertisches empfehlenswert. Auch ist der Fußboden gut abzudichten und mit Sand zu bestreuen. Schließlich muss die Vogelstube beleuchtet werden, um den Astrilden in den langen Winternächten die Möglichkeit zu geben, bis in den Abend hinein Nahrung aufzunehmen.

In einer großen Freivoliere kann man einen großen Flugraum schaffen. Es sei aber darauf hingewiesen, dass man Astrilde in einer Freivoliere, die keinen heizbaren Schutzraum hat, nur etwa von Mitte Mai bis Ende September halten kann.

Bei der Ernährung der Astrilde ist besonderes Augenmerk auf die einwandfreie Beschaffenheit des Futters zu richten, d. h. bei Körnerfutter, dass es frisch ist. Es muss vollkörnig und staubfrei sein und darf keinen dumpfen Geruch haben. Den Hauptbestandteil des Prachtfinkenfutters bildet die Hirse. Daneben reiche man Spitzsamen, auch Negersaat, etwas Hanf, geschälten Hafer u. a. Als Unkraut wachsen in manchen Gegenden die Blut- und die Borstenhirse, die beide von den Astrilden vor allem in halbreifem Zustand gern genommen werden. Auch andere Wildsamen sollten den Vögeln in halbreifem und reifem Zustand angeboten werden. Unbedingt erforderlich zur Gesunderhaltung ist Grünzeug, wie Salat-, Spinat-, und Löwenzahnblätter sowie das ganze Jahr über Vogelmiere.

Neben Grünfutter sind auch allerlei lebende Insekten zu reichen: Mehlwürmer, die kleinen Raupen der Wachsmotte, Kellerasseln, Fliegen und Mücken sowie deren Larven, Enchyträen, Wasserflöhe und Tubifex. Auch Kalk benötigen die Astrilde.

Die Züchtung der kleinen Astrilde ist schwierig. Bei jeder auch nur geringen Störung lassen die ängstlichen Vögel Gelege und Junge im Stich. Die als Schlafgelegenheit in die Voliere eingebrachten Körbchen und Kistchen werden von den Astrilden gerne zum Nisten verwendet, sofern sie die Mindestmaße von 12 × 12 cm Grundfläche und 12 bis 14 cm aufweisen.

Astrilde sind überwiegend gesellig lebende Vögel. Dem sollte man insofern Rechnung tragen, als man diese Vogelzwerge möglichst in einigen Paaren hält. Ihr nettes Wesen, ihre Lebhaftigkeit und Farbenpracht kommen dann viel mehr zur Entfaltung als bei der Pflege von nur einem Paar.

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Astrild, Heimtier, Ziervögel

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