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Tiere des Jahres 2002

Januar 2002  


nach obenHaussperling

Haussperling
© Dagner, Gerd
Haussperling
Vogel des Jahres 2002 wurde der Haussperling (Passer domesticus), der einen großen Lebensraum von Nordafrika durch ganz Europa bis nach Sibirien bevölkert. Das umfangreiche Nest aus Stroh, Federn und allem was sie in Menschennähe finden, wird von beiden Partnern errichtet. Es befindet sich in natürlichen und künstlichen Höhlungen aller Art, in Starenkästen, Schwalbennestern, unter Dachsparren und den Wandungen von Storchennestern, meistens recht hoch. Nach vielen und recht lange ausgedehnten Verlobungszeremonien beginnt in aller Öffentlichkeit ein intensiver Hochzeitsbetrieb mit vielen markierten und echten Begattungen.

Die 5 Eier werden vom letzten Ei an 13 bis 14 Tage abwechselnd von beiden Eltern bebrütet. Die völlig nackt aus dem Ei geschlüpften Jungen werden mit Insekten und Kerfen großgefüttert, als Höhlenbrüter sitzen sie lange im Nest und verlassen es erst mit etwa 17 Tagen, wenn sie bereits fliegen können. Meist übernimmt nun das Männchen die weitere Betreuung, weil das Weibchen bereits wieder auf den Eiern der zweiten, dritten oder gar vierten Brut sitzt, eine Anpassung an den harten Daseinskampf der von Menschen und Greifvögeln vielverfolgten Vogelart.

Im Gegensatz zum Feldsperling tragen Haussperlingsweibchen und Junge ein unscheinbares Federkleid, der männliche Hausspatz jedoch ein Hochzeitskleid mit feinabgestuften Brauntönen. Die Lautäußerung, das bekannte "Schilpen" wird vor allem in Massenchören morgens und abends vorgetragen. Hausspatzen sind noch immer Allerweltsvögel, doch durch die veränderten Nahrungsgrundlagen und die verringerten Nistgelegenheiten an den modernen Gebäuden verkleinert sich der Bestand Deutschlands zusehends.

nach obenZitronenfalter

Zitronenfalter
© Dagner, Gerd
Zitronenfalter
Nach der Plattbauchlibelle wurde ein Schmetterling, der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) zum Insekt des Jahres 2002 gekürt. Schon die ersten warmen Frühlingstage locken die Schmetterlinge aus ihren Winterverstecken hervor und bald sind sie an den ersten Frühlingsblumen nektartrinkend zu beobachten. Die Männchen unterscheiden sich durch die schöne gelbe Färbung von den blass-grüngelblich weißen Weibchen. Nach der Paarung werden die Eier an Faulbaum- und Kreuzdornsträuchern abgelegt, den Futterpflanzen der mattgrünen Raupen, die sich recht schnell entwickeln. Die grünen Gürtelpuppen haben einen vorgewölbten, dicken Brustabschnitt und sind dadurch von den übrigen Schmetterlingspuppen der Weißlingsfamilie leicht zu unterscheiden. Der Lebenszyklus der Zitronenfalter ist bei unseren heimischen Tagfaltern einmalig: Die zum Sommeranfang schlüpfenden Schmetterlinge verfallen bald in einen Sommerschlaf und fliegen erst im Spätsommer und Herbst für einige Wochen. Danach wird wieder geschlafen, den langen, kalten Winter, um uns im nächsten Jahr als Frühlingsboten zu erfreuen.

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Haussperling, Tier des Jahres, Zitronenfalter

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