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Hilfe per Knopfdruck

Dezember 2022 Ob Sturz, Schwächeanfall oder Herz-Kreislauf-Probleme: Sind Sie allein, kann ein Hausnotrufsystem für Hilfe sorgen. Denn im Ernstfall kommt es auf jede Minute an.


nach obenSo funktioniert ein Hausnotrufsystem

Im Notfall genügt ein einfacher Knopfdruck auf den Funksender und die Notrufzentrale wird alarmiert.
© epr/Vitakt Hausnotruf
Im Notfall genügt ein einfacher Knopfdruck auf den Funksender und die Notrufzentrale wird alarmiert.
Sowohl Wohlfahrtsverbände als auch private Hausnotrufanbieter bieten entsprechende Produkte an, die Funktionsweise ist immer dieselbe: Die Nutzer tragen ständig ein kleines Gerät am Körper, als Armband, Halskette oder als Brosche.

Im Notfall genügt ein einfacher Knopfdruck auf den Funksender und die Notrufzentrale wird alarmiert. Das funktioniert auch über eine größere Distanz innerhalb der Wohnung und bei geschlossener Tür. Wählvorgang sowie langwierige Erklärungen zur persönlichen Situation entfallen. Denn jedes Notrufgerät ist in der Notrufzentrale registriert, sodass die zuständigen Mitarbeitenden alle Informationen wie Adresse, Vorerkrankungen oder Angaben zu Medikamenten vor Augen haben. Eine schnelle Versorgung ist so garantiert. Nun nimmt die Notrufzentrale Kontakt mit dem Menschen auf. In der Regel geschieht dies über die Basisstation mit einer Wechselsprechanlage. Die Notrufzentrale ist 24 Stunden täglich besetzt.

Die Installation des Systems ist einfach. Man schließt das Gerät an den Telefonanschluss sowie eine Steckdose an und hängt sich den Sender um.

nach obenWer kommt im Notfall?

Je nach Situation informiert die Zentrale die in einer Liste hinterlegten Verwandten, Bekannten oder einen Rettungsdienst. Da bei Eingang des Anrufs die wichtigsten Informationen über den Anrufenden vorliegen, können Krankheiten oder die Einnahme wichtiger Medikamente direkt ans Rettungsteam weitergegeben werden.

Wichtig: Hilfe wird auch dann alarmiert, wenn sich der Anrufer am anderen Ende der Leitung nicht meldet. Das ist wichtig etwa bei einem Schlaganfall.

Tipp: Achten Sie beim Vergleich der verschiedenen Anbieter darauf, dass die Zusatzoption „Schlüsselhinterlegung“ besteht. Geben Sie Ihrer Zentrale eine Kopie Ihres Haustürschlüssels. Somit ist sichergestellt, dass im Notfall nicht erst noch ein Schlüsseldienst geholt werden muss.

nach obenUnd bei Notfall aus Versehen?

Wird ein Notruf ausgelöst, ertönt ein deutlich hörbares Signal. Handelt es sich beim Auslösen um ein Versehen, warten Sie ab, bis die Verbindung zur Hausnotrufzentrale aufgebaut ist und geben kurz Bescheid, dass es Ihnen gut geht.

nach obenDas sind die Kosten

Für die Geräteinstallation bezahlen Sie bei den meisten Anbietern eine einmalige Anschlussgebühr, die etwa zwischen 10 und 80 Euro liegt. Einmal angeschlossen entrichten Sie für den Dienst eine monatliche Nutzungsgebühr, die je nach Anbieter und Leistung in der Standardversion bei rund 20 bis 30 Euro liegt. Die regionalen Zusatzleistungen können unterschiedlich ausfallen. Deswegen sollten Sie ein genaues Angebot und eine persönliche Beratung anfordern. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in der Regel ab Pflegegrad 1 die Kosten für das Paket Grundsicherheit, die Servicegebühr für den Anschluss und die Unterweisung in das Hausnotrufgerät.

nach obenWer bietet die Geräte an?

Bei uns gibt es eine Vielzahl von Anbietern für Hausnotrufsysteme. Darunter private Anbieter wie Libify und Zembro sowie Wohlfahrtsorganisationen wie das Deutsche Rote Kreuz, Malteser oder Johanniter. Nicht alle Notrufanbieter haben dieselben Geräte und Features. Hierbei ist es wichtig, dass Sie die Angebote vergleichen und den passenden Hausnotruf für Ihre Bedürfnisse finden.

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Hausnoruf, Notfall, Notrufzentrale, Schlaganfall
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