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Nachhaltige Outdoor-Möbel

Mai 2022 Die neuen Gartenmöbel feiern das Zuhausesein nicht nur mit noch mehr Komfort und Natürlichkeit, sondern auch mit Nachhaltigkeit. Die Devise dieser Saison: Qualität statt Quantität! So zieht nun auch der Trend des „Green Living“ auf der Terrasse ein.


Die schwarzen Sitz­schalen der Garten­stühle bestehen komplett aus recyceltem Kunststoff.
© Tchibo
Die schwarzen Sitz­schalen der Garten­stühle bestehen komplett aus recyceltem Kunststoff.

Holzgartenmöbel gelten als Outdoor-Klassiker.
© Tchibo
Holzgartenmöbel gelten als Outdoor-Klassiker.
Es genügt nicht, ausgefallene Designs mit guter Funktionalität zu vereinen: Gartenfans wünschen sich Gartenmöbel aus robusten und nachhaltigen Materialien. Auf die aktuellen Diskussionen zur Vermeidung von Kunststoff oder geschlossene Materialkreisläufe reagieren Hersteller nun vermehrt. „Green Basics“, „Greenline“ oder „Go Green“ heißen die Kollektionen und namhafte Hersteller setzen das Thema Umwelt und ökologische Möbel auf unterschiedlichste Art und Weise um.

nach obenZweites Leben für Hütten und Boote

So produzieren sie etwa Outdoormöbel vermehrt aus wiederverwendeten Materialien. Gebrauchtes Holz, etwa so genanntes Recycled Teak, wird in der Gartenmöbelbranche bereits oft verwendet. Das Tropenholz stammt beispielsweise von alten Booten, Hütten oder Brücken. Das reduziert die nach wie vor viel zu hohen Baumfällungen. Das Material punktet mit einer besonders interessanten Optik: Sichtbare Gebrauchsspuren des Holzes werden nämlich nicht entfernt, sondern dienen der Gestaltung. So entstehen Möbel im Vintage-Look oder Industrial-Style. Recyceltes Teak hat neben dem ökologischen Aspekt die Vorteile, dass es äußerst dicht, witterungsbeständig und robust ist.

Sichtbare Gebrauchsspuren des Holzes dienen der Gestaltung.
© Ploß & Co
Sichtbare Gebrauchsspuren des Holzes dienen der Gestaltung.
Vintage-Look: Viele Gartenmöbel-Hersteller verwenden inzwischen recyceltes Teakholz.
© ZEBRA Group GmbH
Vintage-Look: Viele Gartenmöbel-Hersteller verwenden inzwischen recyceltes Teakholz.

nach obenRecycelter Kunststoff

Auch für den Einsatz von Kunststoff sucht die grüne Branche vermehrt nach „grünen“ Lösungen. Kunststoff ist sehr vielfältig und eignet sich gut als Outdoormaterial. Viele Hersteller verwenden für ihre Produkte recycelten Kunststoff, der wiederum selbst recycelbar ist. Dafür verwenden sie Altplastik aus den Meeren oder aus Haushalten. So werden aus PET-Flaschen zum Beispiel stylische Sitzschalen. Positiv daran ist, dass der Lebenszyklus des Materials sich verlängert. Generell nicht gut ist, dass immer mehr Plastikmüll entsteht. Außerdem wird auch zum Recyceln Energie benötigt, was bei der Nachhaltigkeitsbewertung bedacht werden sollte.

Die Zweier Sitzerbank „Net“ von Nardi, hergestellt in Italien, zu 100 % recycelbar, erhältlich über www.de­signbotschaft.com.
© Nardi/designbotschaft GmbH/press loft
Die Zweier Sitzerbank „Net“ von Nardi, hergestellt in Italien, zu 100 % recycelbar, erhältlich über www.de­signbotschaft.com.
Aus sogenanntem Oceanix, recycelter Plastikmüll aus dem Meer sowie alte Fischernetze, besteht der „Ocean Table“ und „Ocean Chair“ (www.einrichten-design.de).
© www.einrichten-design.de/press loft
Aus sogenanntem Oceanix, recycelter Plastikmüll aus dem Meer sowie alte Fischernetze, besteht der „Ocean Table“ und „Ocean Chair“ (www.einrichten-design.de).

nach obenMöbel aus Holz

Holzgartenmöbel gelten als Outdoor-Klassiker schlechthin. Zwar sind Gartenmöbel aus Tropenholz immer noch sehr beliebt, doch es gibt inzwischen etliche Alternativen. Robinie, Eiche oder Douglasie sind ebenfalls wetterbeständig. Aber auch Lärche, Kiefer und Buche eignen sich. Zwar muss man das Holz regelmäßig pflegen und die Möbel sollten im Winter nicht draußen stehen. Eine solide Kiefernbank kann aber auch etwa 20 Jahre halten. Mit der Wahl heimischer Hölzer leistet man einen weiteren Beitrag für die Umwelt, es entfallen lange Transportwege des Baustoffes aus tropischen Regionen.

Gartenmöbel-Programm „Trevia“ aus europäischem, FSC-zertifiziertem Robinienholz, gefertigt in Polen.
© allnatura
Gartenmöbel-Programm „Trevia“ aus europäischem, FSC-zertifiziertem Robinienholz, gefertigt in Polen.
Das FSC-zertifizierte Teakholz dieser Möbel stammt aus Mittelamerika, Brasilien und Indonesien, „Lilium“-Serie von Skagerak.
© Skagerag/spogagafa
Das FSC-zertifizierte Teakholz dieser Möbel stammt aus Mittelamerika, Brasilien und Indonesien, „Lilium“-Serie von Skagerak.

Achten Sie bei der Wahl von Holzmöbeln darauf, ob sie das FSC-Siegel (Forest Stewardship Council®) tragen. Sind die Möbel damit ausgezeichnet, können Sie sicher sein, dass das Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammt. Die gemeinnützige Organisation setzt sich für eine verantwortungsvolle Bewirtschaftung des Waldes unter strengen Umwelt- und Sozialstandards ein, um alle wichtigen Funktionen des Waldes zu erhalten. Unter www.fsc-deutschland.de findet man eine Datenbank mit den Unternehmen, die FSC-Produkte herstellen oder anbieten. Laut Einschätzung des Marktteams von FSC Deutschland ist das deutlich überwiegende Angebot für Endverbraucher am Markt FSC-zertifiziert. Viele große Anbieter, Handelsketten sowie die relevanten Internet-Handelshäuser bieten FSC-zertifizierte Gartenmöbel an. Doch egal, für welches Holz Sie sich entscheiden: Achten Sie für eine nachhaltige Pflege der Holzmöbel unbedingt auf die Verwendung natürlicher Öle.

nach obenGartenmöbel fürs Leben

Je länger ein Möbelstück hält, desto mehr schont das die Umwelt. Namhafte Hersteller legen daher Wert auf eine hohe Lebensdauer ihrer Produkte. Designer berücksichtigen deshalb im Entwurfsprozess nicht nur gestalterische, sondern auch funktionale Aspekte. Wer auf Gartenmöbel aus hochwertigen und langlebigen Materialien setzt, muss das Mobiliar selten austauschen. Ein weiterer Punkt im Nachhaltigkeits-Konzept von Qulitätsmöbeln ist die Verfügbarkeit von Ersatzteilen auch über die Garantiezeit hinaus. Zum Ersatzteil-Sortiment gehören Fußkappen, Schraubensets, Rohrstopfen und sogar Ersatzbezüge. So kann die Lebensdauer hochwertiger Gartenmöbel mit einfachen Mitteln nochmals verlängert werden. Wofür auch immer Sie sich entscheiden: Gartenstühle sollen unbedingt bequem sein. Probesitzen bei dem Händler vor Ort ist deshalb ein Muss!

Gartenstühle müssen leicht und bequem sein.
© Niehoff/VDM
Gartenstühle müssen leicht und bequem sein.
Gartenstühle müssen nicht nur bequem sein. Achten Sie auch auf das Gewicht der Stühle: Sollen sie schnell zur Seite gestellt oder im Winter eingelagert werden, ist es hilfreich, wenn sie einigermaßen leicht und gut zu transportieren sind.
© SCHÖNER WOHNEN Kollektion
Gartenstühle müssen nicht nur bequem sein. Achten Sie auch auf das Gewicht der Stühle: Sollen sie schnell zur Seite gestellt oder im Winter eingelagert werden, ist es hilfreich, wenn sie einigermaßen leicht und gut zu transportieren sind.

nach obenSelber bauen

Aus einfachen Paletten lassen sich schnell coole Möbel bauen.
© epr/Osmo
Aus einfachen Paletten lassen sich schnell coole Möbel bauen.
Günstig, stabil und nahezu unverwüstlich – aus einfachen Paletten lassen sich superschnell coole Möbel für den Garten bauen. Europaletten bestehen zwar nicht aus zertifiziertem Holz, aber indem man ausrangierte Modelle weiterverwendet, spart man auch Ressourcen.

Hier (Upcycling: Blumenkübel-Bank) zeigen wir, wie Sie eine rollenden Palette als Transportvehikel für den Garten bauen.

Ideen für Sessel, eine Gartentheke oder Hocker aus Baumstämmen finden Sie auf unserer Website:
© Vorwerk Twercs
Gartenmöbel selber machen
Die Lust am Handwerken und auf eigene Kreationen steigt. Gerade im Garten findet sich immer eine Ecke für ein paar Feierabendsessel oder für die gesellige Runde. Vielleicht finden Sie ja hier ein Projekt, das gut zu Ihnen passt!


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Gartenmöbel, Kunststoff, Nachhaltigkeits-Konzept, Outdoormöbel, Qulitätsmöbeln, Recycling, Tropenholz, nachhaltig
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