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Gartensauna: Jetzt wird geschwitzt!

Oktober 2021 Corona macht erfinderisch: Öffentliche Saunen waren lange geschlossen. Clevere Leute montierten eine kompakte Fass-Sauna auf einen Kfz-Anhänger, den sie so – natürlich gegen Miete – Interessenten vor die Haustür stellten. Mit Holz beheizt, sogar unabhängig von einem Stromanschluss. Holen Sie sich mit einer eigenen Gartensauna Ihre Wohlfühl-Gesundheits-Oase nach Hause.


Passt sich schön in die begrünte Gartenecke ein: Die kleine Fass-Sauna bietet Platz für vier Personen.
© Gerd Böker
Passt sich schön in die begrünte Gartenecke ein: Die kleine Fass-Sauna bietet Platz für vier Personen.

Saunieren wirkt positiv auf den Organismus. Insbesondere das abwechselnde Aufheizen und Abkühlen des Körpers regt die Durchblutung an. Über starkes Schwitzen werden Giftstoffe aus der Haut gespült. Hitze und Feuchtigkeit öffnen die Poren, auch Hautunreinheiten werden ausgeschwemmt. Ein Saunatag wirkt aber auch stressmindernd. Ausgiebige Ruhephasen nach Saunagängen lassen eine wohltuende Pause vom Alltag zu.

Eine Gartensauna schafft eine ganz besondere Atmosphäre der Ruhe und Ausgeglichenheit im Grünen. Insbesondere, wenn man eine geschützte, grüne Ecke ausgesucht hat. Pool, Abkühlbecken oder Dusche braucht man nicht unbedingt.

Auch ein langsames Abkühlen an der Luft ist wohltuend. Oder im Winter ein bisschen Schnee zum Abreiben.

nach obenWelche Sauna soll‘s sein?

Das Angebot an Gartensaunen ist groß – je nach Geschmack und Geldbeutel. Von der kleinen Blocksauna bis hin zu den wunderschönen skandinavischen Kotas – oder einem Sauna-Fass. Diese sieht man seit einiger Zeit bei uns immer häufiger. Nicht nur als Saunen, auch als Gartenhäuser. Die runden Fässer passen sich optisch schön in den Garten ein, sind recht kompakt und platzsparend. Ab etwa 2.500 Euro aufwärts für eine 2-Meter-Sauna müssen Sie für die Anschaffung rechnen. Hinzu kommen noch ein Saunaofen und die Montage, sofern man diese nicht selbst übernimmt.

Tipp: Achten Sie auf eine gute Holzqualität und Verarbeitung. Das Holz sollte harz- und splitterfrei sein. Die Holzdicke sollte mindestens vier Zentimeter betragen, die für eine gleichmäßige Wärmeverteilung sorgt.

nach obenSelber aufbauen

Die gerillten Steine (links) dienen als Auflager für die Lager­balken der Sauna. Wasser fließt sofort ab – die Balken trocknen schnell. Dennoch – das Holz leidet ­unter der Witterung und benötigt regelmäßige Anstriche.
© Gerd Böker
Die gerillten Steine (links) dienen als Auflager für die Lager­balken der Sauna. Wasser fließt sofort ab – die Balken trocknen schnell. Dennoch – das Holz leidet ­unter der Witterung und benötigt regelmäßige Anstriche.
Vor Jahren haben wir ein Sauna-Fass selbst aufgebaut. Kein Problem für versierte Heimwerker*innen. Die Sauna lagert auf zwei schmalen Streifenfundamenten, in die man am besten wasserableitende Steine einbaut. Sie sorgen dafür, dass die beiden Lagerbalken nicht im Nassen liegen. Eine Umrandung der Saunafläche ist nicht unbedingt nötig aber sinnvoll. Wichtig ist eine rutschsichere Fläche vor dem Saunaeingang, gerade im Winter bei Feuchtigkeit, Schnee und Eis.

nach obenDer Ofen

Hat man keinen Strom im Garten und möchte auch keinen Anschluss legen lassen, kann die Sauna mit einem Holzofen beheizt werden. Ist sowieso schon Brennholz für den Kaminofen im Haus vorhanden, ist das wohl die optimale Alternative. Zumal das knisternde Holzfeuer noch mehr für Wohlfühlatmosphäre sorgt. Nach dem Anheizen ist so ein Sauna-Fass in einer knappen Stunde 60 bis 70 Grad warm – je nach Außentemperatur. Für einen ersten Saunagang genau richtig.

Brandschutzplatten hinter und unter dem Ofen sind unverzichtbar. Ebenso eine sichere Kamindurchführung – hier ein doppelwandiges Rohr
© Gerd Böker
Brandschutzplatten hinter und unter dem Ofen sind unverzichtbar. Ebenso eine sichere Kamindurchführung – hier ein doppelwandiges Rohr
Für vier Personen ist Platz genug, wenn sie sitzen. Ansonsten bieten die beiden Bänke entspanntes Liegen für Zwei. Die Rückenlehne ist leicht geschwungen – sehr angenehm. (Sand-)Uhr und Thermometer sollten in keiner Sauna fehlen.
© Gerd Böker
Für vier Personen ist Platz genug, wenn sie sitzen. Ansonsten bieten die beiden Bänke entspanntes Liegen für Zwei. Die Rückenlehne ist leicht geschwungen – sehr angenehm. (Sand-)Uhr und Thermometer sollten in keiner Sauna fehlen.

Aufgrund der nicht ungefährlichen Situation „Brennstelle im Holzhaus“ sind Vorkehrungen wie etwa nichtbrennbare Abschirmungen vor, unter und hinter dem Ofen unabdinglich. Auch die Kamindurchführung erfordert besondere Maßnahmen. Nicht zuletzt muss der Ofen selbst den Vorschriften der BImSchV (Bundes-Immissionsschutzverordnung) entsprechen. Vor der Anschaffung ist der Schornsteinfeger oder die Schornsteinfegerin zwingend einzubeziehen!

In der Regel werden Sauna-Fässer im oberen Bereich mit Dachpappen-Schindeln eingedeckt. Die offenen Holzflächen, vor allem die Schnittkanten, brauchen Schutz. Hier eignen sich Lasuren. Da das Holz durch die hohen Temperaturen von innen und die Witterung von außen sehr stark arbeitet, sind hochwertige Anstriche wichtig. Von Innen wird eine Sauna nicht gestrichen.

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Blocksauna, Garten, Giftstoffe, Sauna, Saunafass
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