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Guter Boden – selbst gemacht: Neues vom Kompostieren

September 2021 Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf befasst sich seit vielen Jahrzehnten mit dem Thema Kompostierung. Verständlich, denn seit Millionen von Jahren verrotten die Abfälle der Natur an Ort und Stelle zu Humus. Bei der Kompostierung wird dieser natürliche Prozess im Garten genutzt. Die Kompostierung ist damit das älteste und einfachste Recyclingverfahren der Welt. Sie hat mehrere Vorteile: Garten- und Küchenabfälle, die im Garten kompostiert werden, müssen nicht als Abfall entsorgt werden. Kompost vitalisiert den Boden und ist ein hervorragender Dünger.


Thermokomposter Neudorff DuoTherm
© Neudorff
Thermokomposter Neudorff DuoTherm

Leitfaden zur Kompostierung im Garten
© Weihenstephan
Leitfaden zur Kompostierung im Garten
Gegenüber der Entsorgung von Bioabfällen in der „Biotonne“ entfallen bei der eigenen Kompostierung der Lkw-Transport zur Kompostanlage und die damit verbundenen Lärm- und Schadstoffemissionen. Sinnvoll ist die eigene Kompostierung jedoch nur, wenn auch ein Bedarf für den erzeugten Kompost vorhanden ist. Wenn keine ausreichenden Gartenflächen mit Beten vorhanden sind, kann auch die Kompostdüngung zu einer Überversorgung des Bodens führen. Faustregel: Der mit Kompost gedüngte Hausgarten sollte eine Mindestfläche von 50 m2/Haushaltsmitglied aufweisen, um eine Überdüngung zu vermeiden. Wer tiefer in die Thematik einsteigen möchten, dem empfehlen wir den „Leitfaden zur Kompostierung im Garten“ der Weihenstephaner, geschrieben von Prof. Dr. Peter Fischer und Dipl.-Ing. (FH) Martin Jauch (zu beziehen über die Hochschule).

Angeregt durch diese Informationen haben wir uns auf die Suche nach interessanten Ideen und Verfahren gemacht, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten.

nach obenFür die schnelle Kompostierung

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Der Thermokomposter „Neudorff DuoTherm“ fasst 530 l organischer Abfälle und hat damit für die Kompostierung in mittelgroßen Hausgärten genau das richtige Volumen. In ihm gelingt die Umwandlung von organischen Gartenabfällen in wertvollen Mulchkompost schnell und einfach.

Das grüne Kompostsilo mit Recycling-Kunststoff ist doppelwandig isoliert. Sowohl in den Seitenwänden als auch im zweigeteilten Deckel sorgt ein Luftpolster dafür, dass entstehende Wärme nicht nach außen gelangt. Durch die Tätigkeit der Mikroorganismen entstehen im Inneren des Kompostes Temperaturen von bis zu 70 °C. Das beschleunigt die Umwandlungsprozesse zusätzlich und führt zu einer schnellen Zersetzung des Ausgangsmaterials.

Der fertige Mulchkompost lässt sich bei optimalen Bedingungen schon nach zehn Wochen durch die Entnahmeklappe entnehmen. Oder es wird einfach ein Seitenteil abgenommen, wenn man eine größere Menge fertigen Materials herausholen möchte.

nach obenFunktionelles Design für Jahrzehnte

Komposter MonAmi
© Biohort
Komposter MonAmi
Als „mein Freund“ im Garten vereint der Komposter MonAmi von Biohort Zweckmäßigkeit mit stilvollem Auftreten: außen mit edlen, glatten Oberflächen, innen mit allem, was effiziente Kompostierung benötigt. Zwei mittig platzierte Belüftungsrohre sorgen dank Kamineffekt für zuverlässigen Abzug, der unter dem Deckel umlaufende Luftspalt für den Wärmetransport nach draußen. So wird sogar Kompostieren zum Blickfang!

Zur Grundausstattung für den Biohort Komposter MonAmi gehören integrierte Belüftungsrohre. Die sorgen für eine optimale Sauerstoffzufuhr und Luftzirkulation, womit eine effiziente Kompostierung gewährleistet ist. Eine einfache Entleerung gewährleistet die nachträgliche Öffnungsmöglichkeit des Kompostierers durch ein Schiebeelement. Befüllt wird MonAmi durch eine komfortable Deckelöffnung mit Gasdruckfeder, die auch ungewolltes Zufallen des Kompostierers verhindert.

nach obenKomposter mit Aktiv-Belüftungssystem

Aeroquick 420
© Juwel
Aeroquick 420

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Der Aeroquick 420 von Juwel hat ein Aktiv-Belüftungssystem mit Wandlamellen. Der Zusammenbau der hochwertigen, UV-stabilen Seitenwände aus Recyclingkunststoff ist ausgesprochen einfach. Die Verbindung der Wandelemente erfolgt durch patentierte Klemmhülsen. Der Aeroquick hat sehr große Befüll- und Entnahmeklappen. Durch die konische Form lässt sich der Behälter einfach von oben nach unten befüllen. Mit seinen Grundmaßen von 80 × 80 × 106 cm und einem Nutzinhalt von 420 l ist das Gerät sehr gut für kleinere Gärten geeignet.

nach obenSchnell und schick kompostieren

Thermo-Wood-400 L
© Graf
Thermo-Wood-400 L

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Kompost ist besonders humus- und nährstoffreich – und vollkommen natürlich. Wenige Schaufeln Mischkompost versorgen Gartenpflanzen mit ausreichenden Mengen an Calcium, Magnesium, Phosphor und Kalium und verbessern zudem die Bodenstruktur. Beim Ansetzen des Komposts ist auf einen gut durchmischten und durchlüfteten Aufbau mit zerkleinertem Strauchwerk, Laub, Grüngut und Küchenabfällen zu achten. Leichter und schneller als mit herkömmlichen offenen Kompostern geht’s mit einem geschlossenen Thermo-Komposter.

Garantia bietet dazu den Thermo-Wood Komposter 400 l aus Recyclingkunststoff (Größe 72 × 72 × 90 cm). Das Holzdekor spricht vor allem designbewusste Gartenliebhaber an, die eine optische Alternative zu herkömmlichen Thermo-Kompostern suchen. Neben der Optik überzeugt der Thermo-Wood auch durch die einfache Handhabung der großen Flügelklappen beim Befüllen sowie die praktische Entnahme des fertigen Komposts durch zwei große Entnahmeklappen. Das durchdachte Lüftungssystem ist unsichtbar an der Unterseite der geschuppten Holzfront integriert. Zudem wird eine Variante mit Bodengitter zum Schutz vor Nagern und Maulwürfen angeboten.

nach obenVitalität fördern

Anwendung der Mikroorganismen
© EM-Chiemgau
Anwendung der Mikroorganismen

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Ein blühendes Gartenparadies, in dem es summt und brummt, die Pflanzen prächtig gedeihen und die Gemüse- sowie Obsternte reich ausfällt: Immer mehr Hobbygärtner*innen möchten ihre Grünoase ökologisch und nachhaltig bewirtschaften und pflegen. Dies bedeutet jedoch mehr, als nur auf künstlichen Dünger oder chemische Schädlingsbekämpfungsmittel zu verzichten.

„Ziel nachhaltigen Gärtnerns ist es, gesunde Pflanzen gedeihen zu lassen und die Belebung des Bodens zu fördern und zu aktivieren“, erklärt etwa Christoph Fischer. „Wichtige Helfer dafür sind effektive Mikroorganismen, kurz EM genannt.“ Fischer ist Fachmann und Gründer eines nach ihm benannten Unternehmen aus dem Chiemgau. Beete, Sträucher und Obstbäume lassen sich mit einer speziellen Mikrobenmischung gießen oder besprühen, um die Aufnahme von Nährstoffen, Mineralien und anderen Vitalstoffen über Blätter und Wurzeln zu begünstigen. Zudem können Hobbygärtner auf diese Weise die Vielfalt und Ausgewogenheit der im Boden lebenden Mikroorganismen steigern, denn nicht jede Gartenerde ist gesund und fruchtbar. Unter www.em-chiemgau.de finden Verbraucher weitere nützliche Tipps zur Anwendung der Mikroorganismen und ihrem Verdünnungsverhältnis im Gießwasser. Mit dem konsequenten Einsatz dieser kleinen Gartenhelfer können Sie auch Krankheiten vorbeugen und Pilze und andere Schädlinge ganz natürlich bekämpfen. Sind zum Beispiel die Blätter der Pflanzen mit einem mikrobiellen Biofilm überzogen, dominieren die regenerativen Mikroben. Schädlinge sowie Pilze können sich nicht verbreiten. Mikrobielle Starthilfe im Wasserbad stärkt ebenso das Wachstum und die Vitalität von Knollen, Samen und Zwiebeln.

nach obenCompost Urbain – innovative Lösung

Silokompostierer für zuhause
© Compost Urbain
Silokompostierer für zuhause
Hinter dem letztjährigen Gewinner des Gardena Garden Award Compost Urbain steckt der Gründer Malcom Hammer aus Paris. Er nimmt sich des Themas Bioabfall im Haushalt an und bietet als Lösung kompakte Silokompostierer für zuhause an. Durch Kompostieren kann Haushaltsmüll reduziert und zugleich ein lebendiger Boden als wertvolle organische Masse hergestellt werden.

Für die Mehrheit der Jurymitglieder konnte Compost Urbain mit einem hohen Innovationsgrad überzeugen. Auch überzeugte die Leidenschaft, mit der der Gründer sein Konzept vorgetragen hat: Auslüften, verdunsten, das Wasservolumen reduzieren: Ein atmungsaktiver Silo gewährleistet einen gesunden Kompost ohne Schädlinge und schlechte Gerüche. Der Silo für drinnen besteht aus Möbelstoff und Holz, derjenige für draußen aus verstärktem PVC gegen Regen. Ein selbstschließender Deckel vermeidet Geruchsbelästigung. Je nach Wunsch kann man mit Regenwürmern kompostieren oder die Pilze, Bakterien und Mikroinsekten die organische Masse in lebendige Erde verwandeln lassen.

nach obenWürmer helfen bei der Kompostierung

© ulfsalzmann.de

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Wenn im Haushalt vor allem Küchenabfälle anfallen, bietet sich eine besondere Art der Kompostierung an: die Wurmkompostierung. Dabei wird einmalig eine Portion Kompostwürmer von Neudorff eingesetzt, die über ein Bestell-Set im Fachhandel erhältlich sind. Diese Kompostwürmer zersetzen die Küchenabfälle und hinterlassen einen wunderbar reifen Wurmhumus, der den Gartenboden verbessert.

Bei Kompostwürmern handelt es sich um eine spezielle Art, die vor allem frische Abfälle verspeist. Der herkömmliche Regenwurm, der im Boden zu finden ist, ernährt sich dagegen vor allem von abgestorbenem, leicht angerottetem Material. Er wäre also bei der Zersetzung frischer Küchenabfälle nicht sehr hilfreich.

nach obenUnser Tipp:

Asche zu Asche und nicht in den Kompost!
Früher war man der Meinung, dass Asche ein sehr guter Dünger ist. Heute weiß man, dass im Brennholz oft viele Schwermetalle enthalten sind. In der Asche sind diese dann hochkonzentriert. Deshalb sollten Sie diese nicht kompostieren oder im Garten verteilen, sondern über den Hausmüll entsorgen. Das gilt sowohl für Holzasche als auch für Kohlenasche!

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Schlagworte dieser Seite

Boden, Kompost, Komposter, Kompostwürmern, Schnellkompost, düngen
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