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Alternative Baustoffe − So renovieren Sie nachhaltig

Dezember 2019 Immer mehr Menschen wünschen sich Wohnhäuser, in denen sie gesund, nachhaltig und mit gutem Gewissen gegenüber der Umwelt leben können. Doch was genau ist nachhaltiges Bauen? Hier hat man den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes im Blick – vom Bau über die Nutzung bis hin zum Rückbau. Nachhaltigkeit bedeutet, verantwortungsvoll und vorausschauend mit den Ressourcen unserer Erde umzugehen, und dies auch beim Bauen und Renovieren zu berücksichtigen.


Dachberünung
© djd/Paul Bauder
Dachberünung

nach obenNachhaltigkeit ist Bauherren wichtig

Vielen Modernisierern und Häuslebauern kommt es heute neben Optik und Funktion auf den ökologischen Wert der verwendeten Baustoffe an. Im Fokus des ökologischen Faktors steht daher auch der Ressourcenverbrauch, der benötigt wird, um das Produkt herzustellen, ebenso Transportkosten, Energieverbrauch und Abfall. Was im Haus verarbeitet wird, auch an nicht sichtbaren Stellen, beeinflusst schließlich ganz wesentlich das Raumklima und damit unser Wohlbefinden, etwa über Emissionen aus Böden und Wänden. Möchten Sie Ihr Haus unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit renovieren, sollten Sie idealerweise bei der Planung damit anfangen.

nach obenKleine Baustoffkunde

Wichtig ist, die einzelnen Maßnahmen ganzheitlich zu betrachten. Mittlerweile gibt es viele alternative Baustoffe, die man bei einer Renovierung verwenden kann. Bewährte, traditionelle Baustoffe wie Lehm und Holz erleben in den letzten Jahren eine Renaissance. Kein Wunder, denn bauphysiologisch gesehen bieten sie unbestrittene Vorteile. Hinsichtlich passgenauer Verarbeitung, geschmackvoller Gestaltung und technischer Anforderungen sind sie den bisher als modern geltenden Baustoffen nicht nur jederzeit ebenbürtig, sondern im Bereich Umweltverträglichkeit und Gesundheit sogar überlegen. Der Einsatz von umweltfreundlichen Materialien bezieht sich so auf nachwachsende und in der Natur vorkommende Ressourcen.

nach obenNatürlich Holz

Es ist naheliegend, dass sich Holz ausgesprochen gut für ökologisches Bauen eignet. Als nachwachsender heimischer Rohstoff und recyclebar mit der Fähigkeit, Wärme und Feuchtigkeit zu speichern, wirkt das schadstofffreie Baumaterial positiv aufs Raumklima und die Gesundheit. Ist es vor dem Einbau ausreichend getrocknet, bedarf es dank moderner Aufbereitungsmethoden in der Regel keiner Holzschutzmittel mehr. Bauherren sollten auf das FSC-Siegel für nachhaltige Forstwirtschaft und kurze Transportwege achten.

Holz: gut für ökologisches Bauen.
© Mocopinus
Holz: gut für ökologisches Bauen.
Fassaden aus Holz werten ein Gebäude auf und ­verleihen ihm eine individuelle Note.
© Mocopinus
Fassaden aus Holz werten ein Gebäude auf und ­verleihen ihm eine individuelle Note.

nach obenUrbaustoff Lehm

Immer mehr Bauherren und Handwerker kehren zu dem rundum wohngesunden Baustoff zurück. Aus Lehm, der aus Ton, Sand, Kies und Schluffstein besteht, werden Steine oder Stampflehmwände hergestellt, indem man bestimmte Zuschlagsstoffe beimischt. Die Vorteile: Lehm an Wand und Decke, etwa in Form von Lehmputz, reguliert die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen, bindet Schadstoffe und verbessert das Raumklima. Innenräume kann man mit Streichputz oder Lehmfarbe streichen. Selbst für die Küche oder das Bad eignen sich Lehmputze. Die feuchteregulierende Eigenschaft von Lehm steigt, je dicker die Putzschicht ist. Allerdings muss Lehm relativ lange trocknen, damit kein Schimmel entstehen kann.

Lehm reguliert die Luftfeuchtigkeit
© epr/BKM Mannesmann
Lehm reguliert die Luftfeuchtigkeit
Mit Lehm verputzte Wände und Decken tragen zu einem dauerhaft angenehmen Raumklima bei.
© tdx/Thermonatur
Mit Lehm verputzte Wände und Decken tragen zu einem dauerhaft angenehmen Raumklima bei.

nach obenWas ist mit Beton, Ziegel oder Kalksandstein?

Die Baubranche forscht seit längerem, wie sich die Klimabilanz von Beton verbessern lässt. Beispielsweise gibt es Rezepturen, die sich bei niedrigeren Temperaturen brennen lassen. Das Potenzial ist groß, die Alternativen werden aber erst in einigen Jahren in der Breite nutzbar sein. Bis dahin bieten Siegel wie das CSC des Concrete Sustainability Council eine gute Orientierung, wie ökologisch, effizient und sozial Hersteller von Beton und Zement arbeiten. Ähnliches gilt für Ziegel- oder Kalksteinbauweise. Beide werden gebrannt, was die Klimabilanz beim Bau negativ ausfallen lässt. Kompensieren lässt sich dieses Minus über eine lange Nutzungsdauer.

Wer in einem Betonhaus wohnt, kann von der hohen Wärmespeicherkraft des massiven Baustoffs profitieren.
© Informationszentrum Beton
Wer in einem Betonhaus wohnt, kann von der hohen Wärmespeicherkraft des massiven Baustoffs profitieren.
Ziegel: Baustoff mit langer Nutzungsdauer
© Unipor
Ziegel: Baustoff mit langer Nutzungsdauer

nach obenBuchtipp

© Ökobuch Verlag
Ökologische Baupraxis; mit Anleitung zur Selbsthilfe

Die Architekten Gottfried Haefele; Wolfgang Oed und Ludwig Sabel zeigen gut verständlich, worauf es bei der umweltverträglichen und kostengünstigen Renovierung bzw. Instandsetzung ankommt. Mit einer ausführlichen Baustoffkunde und detaillierter Kostenübersicht für die verschiedenen Baumaßnahmen.

Gottfried Haefele
Wolfgang Oed
Ludwig Sabel

Hauserneuerung
255 Seiten, gebunden, 28,90 Euro, ökobuch Verlag, ISBN 978-3-936896-49-7


Wohlfühl-Zuhause
Bild 1: Dämmstoffbahn
Alternative Baustoffe - So renovieren Sie nachhaltig / Seite 2
Die Raufasertapete ist ökologisch sinnvoll.
Alternative Baustoffe - So renovieren Sie nachhaltig / Seite 3

Schlagworte dieser Seite:

Baustoff, Baustoffkunde, Beton, Buch-Tipp, Holz, Kalksandstein, Lehm, Nachhaltigkeit, Ziegel, alternativ

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