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Neue Wasserquellen im Bad / Seite 3

September 2019


nach obenErfrischende Duscherlebnisse

Hand- und Kopfbrausen der neuen Generation entpuppen sich ebenfalls als lohnende Angelegenheit: Je nach Typ senkt eine Kombination aus ausgeklügelter Durchflussbegrenzung, speziellen Strahldüsen und beigemischter Luft die Wassermenge um bis zu 60 Prozent – ohne den Brausespaß zu schmälern, denn der Strahl bleibt angenehm satt und perlt auf der Haut. Da so insgesamt weniger Wasser erhitzt werden muss, hilft die clevere Technik täglich, Wasser und Energie zu sparen. Eine gute Brause bietet verschiedene Strahlarten, wie etwa „Regen“, „Champagner“ oder „Massage“, die man je nach Stimmung mit dem Daumen leicht einstellen kann. Wünschen Sie sich mehr Luxus beim Duschen? Dafür müssen Sie nicht gleich die Fliesen abschlagen. Die Montage eines Dusch­paneels erfordert weniger Aufwand.

Regendusche
© epr/Hansgrohe
Regendusche
Die Montage eines Duschpaneele erfordert weniger Aufwand.
© epr/Hansgrohe
Die Montage eines Duschpaneele erfordert weniger Aufwand.

nach obenEin Wasserfall für die Duschkabine?

Jens J. Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)
© Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft
Jens J. Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)
Brausen lassen Wasser perlen, prasseln und pulsieren. Die deutschen Markenhersteller haben besonders in den letzten Jahren die unterschiedlichsten Modelle entwickelt, die man in den ständigen Ausstellungen der Badprofis ansehen und testen kann. Sechs Typen, mit denen Bauherren und Modernisierer je nach Geschmack, Platz und Geldbeutel planen sollten:

  • Handbrausen – schon wegen ihrer flexiblen Einsatzmöglichkeiten und meist verschiedenen Strahlarten dürfen sie in keiner Dusche fehlen.
  • Kopfbrausen – sind aktuell jedermanns Liebling und können gar nicht groß genug sein; egal, ob an der Decke oder an der Wand montiert.
  • Duschhimmel – gelten als technische Meisterwerke und verwöhnen Körper und Seele mit verschiedensten Wasserfällen, Musik und Farbenspielen.
  • Kreisrunde Deckenduschen – sehen aus wie der Mond und umhüllen den Körper etwa mit einem schützenden Wasserkokon; für Meditation und kreative Regeneration.
  • Massagedüsen – sitzen in der Wand und spendieren „Aquapressur“ genau dort, wo der Körper sie benötigt. Ihr Effekt beruht auf individuell einstellbarem Wasserdruck; hoch beruhigt, mäßig stärkt, wechselnde Intensität gleicht aus.
  • Duschpaneele – gelten als eine Lösung für die schnelle Renovierung und lassen sich an die vorhandenen Anschlüsse montieren. Die Komplett­systeme beherbergen neben der Armatur Kopf-, Hand- und Seitenbrausen; sie verfügen manchmal über ein Regal oder Stauraum.

nach obenBarrierefreies Design mit Chic

Praktisch: Die separate Funktionsbrause zum Haare waschen am Waschtisch oder Befüllen einer Schüssel für ein Fußbad.
© Hansa
Praktisch: Die separate Funktionsbrause zum Haare waschen am Waschtisch oder Befüllen einer Schüssel für ein Fußbad.
Überhaupt spielen Attribute wie Flexibilität verbunden mit Komfort und Sicherheit eine immer entscheidendere Rolle im Baddesign. Dazu schreibt die Initiative „Die Aktion Barrierefreies Bad“ auf ihrer Website: „Armaturen müssen im barrierefreien Bad leicht und gefahrlos zu bedienen sein. Am Waschbecken, der Dusche und Wanne bieten sich dafür Einhebelmischer an, die nicht zu klein, ergonomisch geformt und ggf. über einen längeren Hebelarm leicht zu greifen oder mit dem Unterarm zu bewegen sein sollten.“ Sind die Hebel noch farblich abgesetzt, ermöglichen sie eine sichere und komfortable Bedienung für groß und klein.

Für mehr Bewegungsfreiheit sorgt beispielsweise eine separate Funktionsbrause, die sich flexibel als mobile Wasserquelle nutzen lässt. Haare waschen am Waschtisch oder einfaches Befüllen großer Gefäße, wie einer Schüssel für ein Fußbad, sind damit kein Problem. Außerdem gibt es noch spezielle Brausestangen, die zusätzlich als Haltegriff dienen.

Berührunglose Armaturen
© Kludi
Berührunglose Armaturen
Farbige Griffe bieten Sicherheit im Bad.
© Hewi
Farbige Griffe bieten Sicherheit im Bad.

Auch im privaten Bereich findet man immer öfter berührungslose oder auf Knopfdruck reagierende Armaturen, die automatisch Wasser in voreingestellter Wunschtemperatur liefern. Nähert man sich ihnen, sprudelt automatisch und ohne Berührung Wasser in der richtigen Temperatur. LED-Ringe oder -Leuchtbänder geben dabei eine visuelle Rückmeldung zur aktuellen Einstellung. „Die Menschen sind mittlerweile bereit, für ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden tiefer in die Tasche zu greifen. Zudem beschäftigen sie sich früher damit“, sagt Jens J. Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) und Mitinitiator der Aktion Barrierefreies Bad. Einen Teil dazu beigetragen haben die zahlreichen Produktinnovationen und Einrichtungskonzepte der Markenindustrie, die mit Chic daherkommen – vor allem aber mit der Botschaft, allen Generationen Komfort und Sicherheit zu bringen. Denn: Kneippen im schön gestalteten Bad macht einfach mehr Spaß. Und der trägt bekanntermaßen erheblich zum Wohlsein bei.

nach obenGut zu wissen:

Auf den Armaturen-Verpackungen kann ein Code aus Buchstaben und Ziffern stehen. Er gibt folgende Auskünfte:

P = Prüfzeichen
1234 = Registriernummer
S = Durchflussklasse
IX = Fachkommission
I = Geräuschklasse


Die Geräuschklasse

Die letzte Zahl des Codes auf der Packung nennt die Geräuschgruppe der Armatur. Man unterteilt nach ihrem Geräuschpegel in zwei Geräuschklassen: Armaturen der Geräuschklasse I entwickeln unter üblichem Wasserdruck von 3 bar einen Geräuschpegel bis zu 20 Dezibel – so laut wie das Ticken einer Uhr. Wasserhähne der Geräuschgruppe 2 arbeiten bei bis zu 30 Dezibel, das entspricht einem leisen Gespräch.

Durchflussklasse

Die Durchflussklasse gibt die Durchflussmenge an: in Liter pro Minute, gemessen unter haushaltsüblichem Fließdruck von 0,3 MPa (= 3 bar). Übliche Armaturen spucken 15 Liter pro Minute aus. Mengenregler (in moderne Armaturen bereits eingebaut) oder Durchflussbegrenzer (können nachgerüstet werden) reduzieren den Wasserfluss von Waschtisch-Armaturen auf 5 bis 8 Liter pro Minute, aus Duscharmaturen mit Begrenzer fließen nur noch 9 bis 12 Liter pro Minute.

Tag des Bades

Auf Initiative der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) laden Badprofis am 21. September 2019 zum „Tag des Bades“ ein.

Die Badeinrichter bieten Informationen und Inspirationen, wie Sie Ihr Bad für die Gesundheitsvorsorge altersgerecht bzw. barrierefrei oder topmodern mit Farbe einrichten können. Einen Badprofi in der Nähe finden Sie unter tagdesbades.de.


Dreiloch-Armatur
Neue Wasserquellen im Bad / Seite 2
Technische Innovationen und neue Materialentwicklungen spielen im Bad eine wichtige Rolle.
Neue Wasserquellen im Bad
Neuer Look fürs Bad

Schlagworte dieser Seite:

Bad, Barrierefreiheit, Brausespaß, Duschhimmel, Duschkabine, Duschpaneele, Handbrausen, Kopfbrausen, Massagedüsen, Waschbecken, Wasser, Wasserspender

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