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„E-Biken“ oder „normales“ Radeln?

Juni 2019 Da kann man unterschiedlicher Meinung sein – „Sind wir zu bequem geworden?“, das hat unser Autor Manfred Eckermeier seine Tochter Lena gefragt. Hier ihre Antwort:


„Wir schreiben das Jahr 2019. Akkubetriebene Roboter mähen den Rasen und putzen unsere Wohnung, Lebensmittel werden in fertigen Kochboxen bis vor die Haustür geliefert und die Frage „Aufzug oder Treppe?“ stellt sich für die meisten Menschen gar nicht erst mehr. Der Trend geht klar zu Bequemlichkeit und dem Weg des geringsten Widerstandes, unterstützt durch akkubetriebene und elektronische Helfer in jeder Lebenslage. Und nun auch noch beim Fahrradfahren.

Lange Zeit galten Fahrradfahrer in jeder Stadt als Pioniere des Umweltschutzes, als Pendler mit Sinn für Nachhaltigkeit, als aktive Mitbürger, die Sport optimal in ihren Alltag integrierten. Inzwischen kann es einem unbescholtenen Radler oder Fußgänger allerdings passieren, dass ein stromfressendes Fahrrad – inklusive Passagier – quasi in Lichtgeschwindigkeit an ihm vorbeirauscht wie Flash. Nun, natürlich handelt es sich hier um eine etwas überzogene Darstellung. Doch die Frage, ob denn jede Aktivität maschinelle Unterstützung benötigt, ist durchaus ernst gemeint.

Nicht nur geht durch E-Bikes ein großer Teil der gesunden körperlichen Anstrengung beim Fahrradfahren verloren, im Vergleich zu normalen Fahrrädern stellen sie auch eine weitere Belastung der Umwelt dar. Denn die Akkus dieser Räder möchten regelmäßig aufgeladen werden. Sicherlich sind E-Biker noch weitaus nachhaltiger unterwegs als Autofahrer, doch könnte man auf den Elektroantrieb nicht konsequenterweise ganz verzichten, wenn man sich für die Fahrt mit dem Zweirad entscheidet?

Ein weiterer Nachteil zeigt sich beim Blick aufs Preisschild. Gut 1.000 Euro mehr muss man für ein E-Bike auf die Ladentheke legen – und auch der Strom zum Beladen des Akkus fließt nicht umsonst. Zudem sind die Stellplätze für E-Bikes in Städten rar und auf dem Land oft gar nicht vorhanden. Wohin also mit dem Fahrrad, wenn es am Zielort abgestellt und aufgeladen werden muss? Auch der Transport gestaltet sich deutlich schwerer – im wahrsten Sinne des Wortes. Durch den Motor, der im Fahrrad verbaut ist, wird das Tragen des E-Bikes in den zweiten oder gar dritten Stock ein anstrengendes Unterfangen. Erst recht mit dem Akku dazu. Letzten Endes muss natürlich jeder selbst entscheiden, ob ein E-Bike das Richtige für ihn ist. Für mich ist jedoch klar: Das ist es nicht.“ 
M. E.

„Wer sich aufs E-Bike setzt, bleibt im Alter aktiver“, findet Gerd Böker. Lesen Sie hier, warum:


„Ein kurzes Erlebnis vorausgeschickt: Vor ein paar Jahren war ich auf einer Presseveranstaltung des PdF (Pressedienst Fahrrad) bei dem auch einige E-Bikes vorgestellt wurden. Eine ganz junge Kollegin sträubte sich zuerst (ah – ist was für „Alte“...), bevor sie sich auf eines der Modelle setzte und entschwand. Nach einer Weile kam sie lachend zurück: „Ich wusste gar nicht, dass Fahrradfahren so viel Spaß machen kann“, war ihr Kommentar.

Und das ist es auch, was mir so daran gefällt. Einfach unbeschwert durch unsere schöne Landschaft zu gleiten. Berge, Gegenwind oder Entfernungen machen mir keine Angst. Ich komme übrigens flott voran – mehr als die 25 km Unterstützung per Motor (mal abgesehen von den schnelleren, versicherungspflichtigen Bikes) brauche ich nicht. Dafür mache ich aber Tages-Touren, die 30, 40 und mehr Kilometer lang sind, und bekomme viel zu sehen. Damit habe ich eine ganze Menge Bewegung und tue auch was für die Ausdauer, weil sich – entgegen vielfacher Meinung – ein E-Bike ohne Treten nicht bewegt! Es geht halt nur leichter.

Und: Man kann den Motor auch abschalten und ganz sportlich mit reiner Muskelkraft fahren! Übrigens – beim Mittagspäuschen in der Gaststätte habe ich bis jetzt noch jedes Mal an einer normalen Steckdose meinen Akku nachladen können – kostenlos als Gastfreundschaft.  

In letzter Zeit hört man immer häufiger von Fahrradunfällen mit E-Bikes. Bei dem seit Jahren steigenden Verkaufsboom der Elektroräder ist das vielleicht die negative Folge. Wichtig daher: umsichtiges, rücksichtsvolles und der jeweiligen Situation angepasstes Fahrverhalten – was aber eigentlich schon immer und für alle Radfahrer galt.

Wichtig ist gutes Material: gute Bremsen und ein stabiler Rahmen – daher sollte ohne fachliche Beratung nach meiner Ansicht nichts gekauft werden.“
G. B.
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Böker, E-Bikes, Eckermeier, Pro und Contra, Radfahren

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