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Lichtexpertin im Interview

Januar 2019


Jessika Tilsner, Produktmanagerin der Firma Paulmann
© Paulmann
Jessika Tilsner, Produktmanagerin der Firma Paulmann

Jessika Tilsner, Produktmanagerin der Firma Paulmann gibt Auskunft zum Leuchten-Kauf.


FuG: Was sind die aktuellen Trends bei der Wohnraum-Beleuchtung?



Jessika Tilsner: Bei der Wohnraumbeleuchtung lassen sich derzeit zwei starke Richtungen ausmachen. Zum einen sind Leuchten als Einrichtungsobjekt in einem elegant reduzierten, skandinavisch inspirierten Design äußerst beliebt. Hier sind vor allem echte bzw. natürliche Materialien, auch im Mix, sehr gefragt: Holz, Textil, Kork, Marmor, gebürstete Metalle, gern in Goldtönen.

Auf der anderen Seite kommen verstärkt nahezu bis vollständig unsichtbare Lichtquellen ins Spiel: Flache LED-Leuchten, so genannte Panels oder indirektes Licht, das durch versteckte LED-Streifen erzeugt wird. Die Einstellmöglichkeiten des LED-Lichts werden von immer mehr Menschen entdeckt und geschätzt, wie zum Beispiel die Möglichkeit, die Lichtfarbe zwischen kühlen und warmen Weißtönen zu wechseln. So entstehen Lichtszenen, die per Fernbedienung, per App oder per Sprachbefehl aufrufbar sind.

Worauf sollte ich beim Kauf einer Leuchte achten?

Eine Stehleuchte zum Lesen, zwei Tischleuchten auf dem Sideboard und eine Strahler-Reihe mit gerichtetem Licht für die Bildbeleuchtung schaffen im Zusammenspiel abwechslungsreiche Licht- und Schattenbereiche.
© Paulmann
Eine Stehleuchte zum Lesen, zwei Tischleuchten auf dem Sideboard und eine Strahler-Reihe mit gerichtetem Licht für die Bildbeleuchtung schaffen im Zusammenspiel abwechslungsreiche Licht- und Schattenbereiche.
Je nach Wohnraum gibt es unterschiedliche Anforderungen und Wünsche. Grundsätzlich ist es in den Wohnräumen meist gemütlicher, wenn mehrere Lichtquellen verteilt werden, anstatt zentral von einem Punkt von der Decke aus alles zu erleuchten. Ein Beispiel: eine Stehleuchte zum Lesen, zwei Tischleuchten auf dem Sideboard und eine Strahler-Reihe mit gerichtetem Licht für die Bildbeleuchtung schaffen im Zusammenspiel abwechslungsreiche Licht- und Schattenbereiche. Wo hingegen gleichmäßige helle Ausleuchtung wichtig ist, zum Beispiel in Küche oder Flur, sind Leuchten gefragt, bei denen die Lichtquelle mit einer matten Abdeckung blendfrei und weich das Licht streut. Wenn Feuchtigkeit im Spiel ist, also im Bad, gibt es abgestufte Schutzarten gegen Eindringen von Feuchtigkeit, wie zum Beispiel IP 44 als Schutz vor Spritzwasser.

Soll die Leuchte dimmbar sein? Dann sollten die Hersteller-Angaben beachtet werden, welche Dimmertypen unterstützt werden. Wenn eine Stufen-Dimmung ausreicht, eignen sich die so genannten Step-dim Ausführungen, bei denen mit dem normalen Lichtschalter verschiedene Helligkeitsstufen geschaltet werden können.

Zum Stromspareffekt: LED-Leuchten liegen alle im Effizienzbereich A, das heißt, sie sparen mindestens 80 Prozent Energie gegenüber der klassischen Glühlampe.

Was muss ich bei der Lichtfarbe beachten?

Die Lichtfarbe oder Farbtemperatur wird in der Einheit Kelvin angegeben – und hat Auswirkung auf unser Empfinden. So ähnelt das warnweiße Licht dem natürlichen Licht während eines Sonnenuntergangs. Je rötlicher es ist, desto entspannender ist seine Wirkung auf uns. Die herkömmliche Glühlampe leuchtete mit einer Farbtemperatur von 2700 Kelvin – dies liegt im warmweißen Bereich, der bis 3300 Kelvin reicht. Wenn ich es mir beispielsweise abends auf der Couch gemütlich machen möchte, sollte ich daher zu einer Leuchte bzw. einem Leuchtmittel mit 2700 Kelvin oder weniger greifen. Neutralweißes Licht weist Werte zwischen 3300 und ca. 5300 Kelvin auf. Mit dieser Art des Lichtes verschafft man sich eine „sachliche“ Beleuchtung. Diese eignet sich hervorragend in der Küche oder auch im Bad.

Die Lichtfarbe oder Farbtemperatur wird in der Einheit Kelvin angegeben – und hat Auswirkung auf unser Empfinden. Für einen gemüdlichem Abend auf der Couch, ist eine Leuchte mit 2700 Kelvin geeignet. Licht um die 5300 Kelvin, verschafft eine eher sachliche Beleuchtung. Diese eignet sich hervorragend in der Küche oder auch im Bad.
© Paulmann
Die Lichtfarbe oder Farbtemperatur wird in der Einheit Kelvin angegeben – und hat Auswirkung auf unser Empfinden. Für einen gemüdlichem Abend auf der Couch, ist eine Leuchte mit 2700 Kelvin geeignet. Licht um die 5300 Kelvin, verschafft eine eher sachliche Beleuchtung. Diese eignet sich hervorragend in der Küche oder auch im Bad.

Über 5300 Kelvin ist die Lichtfarbe bereits im Tageslicht-Bereich. Je höher der Kelvin-Wert, desto kühler wirkt das Licht. Dieses unterstützt Tätigkeiten bei denen wir sehr konzentriert oder aktiv sein müssen. Tageslichtweißes Licht eignet sich daher besonders im Arbeitszimmer.



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Schlagworte dieser Seite:

Beleuchtung, Interview, LED-Leuchten, Leuchten-Kauf, Licht, Lichtfarbe, Wohnraumbeleuchtung

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