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Licht- und Schattenspiel:
Sonnenschutz rund ums Haus / Seite 3

Mai 2018


nach obenMarkisen spenden Schatten

Markisen sind ein Sonnendach für Balkon oder Terrasse und halten gleichzeitig den angrenzenden Raum kühl.
© Weinor
Markisen sind ein Sonnendach für Balkon oder Terrasse und halten gleichzeitig den angrenzenden Raum kühl.
Markisen sind ein Sonnendach für Balkon oder Terrasse und halten gleichzeitig den angrenzenden Raum kühl. „Hochwertige Markisen können 25 Jahre alt werden, wenn sie fachgerecht installiert werden“, sagt Christoph Silber-Bonz. Die meisten Modelle verfügen über eine geschlossene Kassette, die Gelenkarm, Tuchwelle und Markisenstoff im aufgerollten Zustand verstaut und somit vor der Witterung schützt. Offene Systeme werden einfach über die Tuchwelle aufgerollt, das Material bleibt unbedeckt. Sie sind günstiger, dafür etwas pflegebedürftiger. Markisen befestigt man an einer Wand. Da sie einiges wiegen, sind spezielle Schwerlastbefestigungen nötig: zum Beispiel Edelstahldübel oder Gewindestangen, die mit Injektionsmörtel fest in den Bohrlöchern verankert werden. Mit einer großen Farbvielfalt setzen die modernen Tücher Akzente im Garten. Im Trend liegen einfarbige Markisen in angesagten Sommerfarben. Unabhängig von der Optik schützen Markisentücher vor der gefährlichen UV-Strahlung. „Beim Kauf sollte man auf den UPF-Wert des Stoffs achten. Bei hochwertigen Produkten liegt der damit ausgedrückte UV-Schutz in der Regel zwischen 90 und 100 Prozent“, sagt Silber-Bonz. Wer die Markise auch als Regenschutz nutzen möchte, wählt am besten ein wasserabweisendes Tuch.

nach obenKomfort auf Knopfdruck

Mittels Funkfernbedienung oder via Smartphone lässt sich der Sonnenschutz bequem bedienen.
© Somfy
Mittels Funkfernbedienung oder via Smartphone lässt sich der Sonnenschutz bequem bedienen.
Viele Hersteller bieten für ihre Markisen eine Reihe von Zusatzfunktionen an, die sich auch von einem Fachbetrieb jederzeit nachrüsten lassen. Ähnlich wie Rollläden können auch Markisen mit einem Motor ausgestattet werden. Mittels Funkfernbedienung oder via Smartphone lässt sich der Sonnenschutz dann bequem vom Liegestuhl aus bedienen. Spezielle Wind- und Regensensoren schützen die Markise vor Sturm und Nässe. Lichtsensoren sorgen im Tagesverlauf für eine optimal angepasste Beschattung, auch in Abwesenheit der Bewohner. Noch gemütlicher wird es auf dem Lieblingsplatz, wenn an der Markise angebrachte Heizstrahler und Leuchten für Wohlfühlatmosphäre sorgen.

nach obenMarkisen auf oder unterm Glas?

Den besten Hitzeschutz gewähren sogenannte Aufdach-Markisen.
© Weinor
Den besten Hitzeschutz gewähren sogenannte Aufdach-Markisen.
Durch die Anbringung einer Markise unter dem Glasdach ist diese sehr gut vor Wind und Wetter geschützt, sodass es kaum zu Verschmutzungen kommt.
© Weinor
Durch die Anbringung einer Markise unter dem Glasdach ist diese sehr gut vor Wind und Wetter geschützt, sodass es kaum zu Verschmutzungen kommt.

Wer die Terrasse vom Frühjahr bis zum Herbst genießen möchte, wählt ein Glasdach mit einer Markise. Wie bei einem Wintergarten muss jedoch vorher abgeklärt werden, ob und welche Baugenehmigungen hierfür erforderlich sind. Für den passenden Sonnenschutz gibt es verschiedene Möglichkeiten: Den besten Hitzeschutz gewähren sogenannte Aufdach-Markisen. Viele Modelle lassen sich auch nachträglich auf eine Glasdachkonstruktion montieren.

Die Alternative sind sogenannte Unterglas-Markisen. Im Hitzeschutz sind sie weniger effektiv, da die energiereichen Sonnenstrahlen bereits das Glasdach passiert haben, bis sie von der Markise aufgehalten werden. Durch die Anbringung unter dem Glasdach ist diese Markise jedoch vor Wind und Wetter geschützt, sodass es kaum zu Verschmutzungen kommt.

Tipp: Die Verschattung sollte an heißen Tagen so früh wie möglich ausgefahren werden – sobald die Sonne scheint.



nach obenSonnensegel: Schatten nach Maß

Sonnensegel: Schatten nach Maß
© Warema
Sonnensegel: Schatten nach Maß
Wer weniger Aufwand betreiben möchte, entscheidet sich für ein Sonnensegel. Es lässt sich überall installieren, ob am Haus oder über der Hängematte. Auch Standortwechsel sind jederzeit möglich. An Masten oder der Hauswand befestigt, kann das meist dreieckige Tuch über der Sitzgruppe auf der Terrasse, dem Sandkasten oder mitten auf der Wiese Schatten spenden. Noch mehr Komfort bieten bewegliche Sonnensegel samt integrierter Wetterstation und Motor, die bei Regen oder zu starkem Wind das Segel automatisch einfahren lassen.

nach obenTipps zum Markisenkauf

Wie die gewünschte Markise am Haus aussieht, kann man mit Hilfe verschiedener Apps auf dem Smartphone oder Tablet ermitteln.
© Markilux
Wie die gewünschte Markise am Haus aussieht, kann man mit Hilfe verschiedener Apps auf dem Smartphone oder Tablet ermitteln.
Wer eine Markise kaufen möchte, sollte vorher ­verschiedene Aspekte prüfen.

1. Schattenwurf ermitteln: Zunächst gilt es, den Schattenwurf am Haus zu ermitteln. Je nachdem in welche Himmelsrichtung Terrasse, Garten oder Balkon ausgerichtet sind, werden unterschiedliche Größen und Ausrichtungen bei der Markise benötigt, um die optimale Wirkung zu erzielen.

2. Auf Windwiderstand und Sensoren achten: Damit die Freude über die neue Markise von Dauer bleibt, sollten Interessenten auf die Windwiderstandsklasse achten. Der Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz e. V. empfiehlt, mindestens die Widerstandsklasse 2 zu wählen. So ist die Langlebigkeit der Markise auch bei schlechtem Wetter gesichert. Damit der Sonnenschutz gar nicht erst über längere Zeit der Witterung ausgesetzt ist, raten Experten zudem zu einem Motorantrieb mit Wind- und Regensensoren. Dieser fährt die Markise bei Wetterwechsel umgehend ein.

3. Experten befragen: Vor dem Kauf von Rollläden, Markisen und Jalousien lohnt sich eine fachkundige Beratung. Welche Materialien und Farben liegen aktuell im Trend? Welche Produkte sind besonders langlebig und lassen sich einfach bedienen? Die Fachbetriebe des Rollladen- und Sonnenschutztechniker-Handwerks geben Antworten. Weitere Informationen gibt es im Internet unter rollladen-sonnenschutz.de.

4. Markisen virtuell testen: Wie die gewünschte Markise am Haus aussieht, kann man mit Hilfe verschiedener Apps von Herstellern (etwa von Markilux oder Warema) auf dem Smartphone oder Tablet ermitteln. Die App fixiert zwei Punkte an der Wand und fügt die Markise virtuell an der gewünschten Position ein. Anschließend lässt sich über viele Features herumexperimentieren: Breite, Tiefe, Farbe und Ausstattung kann man Schritt für Schritt den eigenen Vorstellungen anpassen. Dazu kann man die Markise auch ein- und ausfahren und sogar der Schattenwurf ist in jeder Position erkennbar. Die Apps sind als iOS- und Android-Version erhältlich.



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Balkon, Glasdach, Hitzeschutz, Markise, Markisenkauf, Rollladen, Schatten, Sonnendach, Sonnenschutz, Sonnensegel, Terrasse

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