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Scharfe Sache: Das richtige Schnittwerkzeug

© Fiskars

Oktober 2017 Herbst und Winter sind die ideale Zeit, um Stauden, Obst- und Ziergehölze zu beschneiden. Einen Schnitt brauchen sie regelmäßig, um in Form zu bleiben, üppig zu blühen und Früchte zu tragen. Das können Sie leicht selber machen, die Gartencenter sind voll mit den verschiedensten Schnittwerkzeugen dafür. Doch welches eignet sich wofür? Wir geben einen kurzen Überblick.




Keine Frage – jetzt ist Schnittzeit. Die Stauden müssen vor dem Winter bis kurz über den Boden und die Beetrosen bis auf Kniehöhe gekürzt werden. Eine Garten- oder Rosenschere (z. B. von Felco, Wolff-Garten, Gardena, Fiskars und vielen mehr) ist dafür ideal. Sie sollten sie bei der Gartenarbeit immer bei sich tragen, denn mit ihr lassen sich leicht alle dünnen Triebe an Stauden und Sträuchern abschneiden. Auch zum Abschneiden von Verblühtem oder zum Schnitt von Blumensträußen ist sie ideal.

nach obenDie richtige Schere wählen

Die Griffweite lässt sich bei der Gardena-Schere individuell einstellen.
© Böker
Die Griffweite lässt sich bei der Gardena-Schere individuell einstellen.


Bei Gartenscheren gibt es eine Vielzahl an Modellen, teure und billige, wobei man nicht unbedingt sagen kann, dass teuer auch gleich viel besser ist. Vielmehr ist es eine Gefühlssache, die richtige Schere zu finden, denn das Wichtigste ist, dass sie bequem in der Hand liegt. Die Griffe sollten ergonomisch geformt sein und die Griffweite zu der Größe Ihrer Hände passen. Sie sollten verschiedene Scheren vor dem Kauf ausprobieren und ruhig ein paar Minuten in der Hand behalten, sie öffnen und schließen und die Bequemste auswählen. Achten Sie auf gute Qualität, wenn Sie möchten, dass die Gartenschere einige Jahre überdauert. Bei richtiger Pflege und regelmäßigem Schleifen der Klingen kann eine Gartenschere viele Jahre bestehen.

Amboss- oder Bypass-Schere

Wer selten mit Gartenscheren arbeitet, wird den Unterschied zwischen beiden Systemen kaum bemerken. Der Fachmann jedoch wählt jeweils entsprechend dem Schnittmaterial aus: Weil es sich erstens damit leichter und schneller arbeiten lässt und zweitens, weil sich so Schäden sowohl an Scheren als auch an Pflanzen vermeiden lassen.

Amboss-Schere
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Amboss-Schere
Bei der Amboss-Schere trifft die Klinge auf einen geraden harten Amboss – gerade richtig für trockene und harte Äste (z. B. Rosenstöcke), denn der Schnitt trennt kraftvoll und materialschonend. Außerdem können Sie damit besser Seile, Schnüre und Kokosstricke durchschneiden.

Bypass-Schere
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Bypass-Schere
Bei der Bypass-Schere gleiten die beiden Klingen aneinander vorbei. Grüne saftige Zweige und Blumen lassen sich so optimal abschneiden. Außerdem können Sie ohne Verletzungen der Rinde präzise und dicht an Ästen entlang trennen. Nachteil: Bei dickeren Ästen können sich die Klingen auseinanderdrücken. Dadurch ist das Arbeiten mühsamer, der Schnitt eventuell faseriger und Sie müssen die Scheren gegebenenfalls öfter nachstellen.

nach obenGehölze schneiden

Fast alle Gehölze, ob hoch oder niedrig, benötigen hin und wieder einen Schnitt, um formschön und nicht zu ausufernd zu wachsen. So gelangen mehr Licht und Luft an Ihre Sträucher und Bäume, der Wind kann durch Zweige und Blätter streichen und sie gegen Pilzbefall widerstandsfähig machen. Spätestens ab dem fünften Jahr nach der Pflanzung sollten Sie alle zwei bis drei Jahre auch den Wuchs Ihrer Gehölze korrigieren. Die Winterruhe (von Oktober/November bis März) ist eine günstige Zeit zum Auslichten und Verjüngen. Im laublosen Zustand können Sie Schnittmaßnahmen schnell und einfach durchführen und ihre Auswirkungen gut überblicken. Nutzen Sie dazu frostfreie Tage. Verschließen Sie danach gleich die entstandenen Wunden, denn sie sind Einfallstore für schädliche Pilze und Bakterien. Das ist besonders wichtig in der feuchten, kalten Jahreszeit, in denen diese Gefahr lange andauern kann. Verschmieren Sie deshalb alle Wunden über 3 cm Durchmesser mit einem elastischen, atmenden Wundverschluss. Sehr gut geht das mit einer Pinselflasche.

Astscheren

Amboss-Getriebeastschere LX99-L von Fiskars.
© Fiskars
Amboss-Getriebeastschere LX99-L von Fiskars.


Eine stabile Astschere, die kräftiges Zupacken erlaubt, ist zum Schnitt von kleinen Ästen bis zu 5 cm Durchmesser ideal. Astscheren haben lange Scherenarme, um die Hebelwirkung zu erhöhen. So kommt der Kraftaufwand aus den Armen und nicht aus den Händen. Bei einigen Modellen lassen sich die Arme sogar nach Bedarf ausziehen. Astscheren sind mit durchschnittlich 40 Euro deutlich teurer als Gartenscheren. Doch es lohnt sich, auf gute Verarbeitung und hochwertiges Material zu achten, damit Sie lange Freude an der Schere haben. Achten Sie beim Kauf darauf, dass sich das Gerät leicht öffnen lässt und die Griffweite die richtige Größe für Sie hat. Empfehlenswert sind Extras, die die Arbeit erleichtern, wie eine Getriebe- oder Hebelübersetzung für einen kraftsparenden Schnitt oder Puffer, die den Aufprall beim Schnitt abdämpfen, z. B. bei der PowerGearX LX 99-L (von Fiskars).

Sicherheit geht vor

Oft ist der Ehrgeiz groß, höher gelegene Äste von der Leiter aus mit der Säge zu schneiden. Begeben Sie sich beim Arbeiten jedoch nicht in Gefahr, denn fast jeder Schnitt lässt sich mit neuen modernen Schneidegeräten vom sicheren Boden aus erledigen. Seilzüge, Zahnradgetriebe, geringes Gewicht und scharfe Schneideflächen machen den Gehölzschnitt heutzutage fast schon zum kräftesparenden Vergnügen. Manchmal kommen Sie allerdings nicht um das Entfernen zu stark gewordener Äste herum. Beugen Sie mit einer sorgfältig abgestützten Sicherheitsleiter vor, damit diese Arbeit nicht zum halsbrecherischen Abenteuer wird.

Für die meisten Hersteller hat es oberste Priorität, die Werkzeuge so zu entwickeln, dass bei richtiger Bedienung keine Verletzungsgefahr besteht. Die Schnittwerkzeuge sollen so effektiv und kraftschonend wie möglich arbeiten.

Hochentaster

Teleskop-Baumschneider „Bypass StarCut 410 plus“ von Gardena.
© Gardena
Teleskop-Baumschneider „Bypass StarCut 410 plus“ von Gardena.
Teleskop-Baumschneider
© Gardena
Teleskop-Baumschneider


Ideal sind Teleskop-Baumschneider (z. B. von Gardena, Fiskars), denn damit können Sie viel einfacher, schneller und sicherer vom Boden aus arbeiten. Diese leichten und handlichen Geräte gibt es in unterschiedlichen Längen, z. B. den Teleskop-Baumschneider „Bypass StarCut 410 plus“ von Gardena. Mit ihm kann man bequem und sicher vom Boden aus Äste bis ca. 3 cm Dicke in der Baumkrone beseitigen. Bis zu 6,50 m Höhe erreicht dieses Gerät (einschließlich der Körpergröße des Nutzers), denn es lässt sich stufenlos von 2,30 m auf 4,10 m ausziehen. Den Schnittwinkel kann man schon vom Boden aus einstellen.



Auch die „Teleskop-Schneidgiraffe UPX86“ (von Fiskars) zeichnet sich aus durch einen leichten stabilen Alustiel und besondere Beweglichkeit in dichtem Blattwerk. Ihr Schneidkopf kann leicht (z. B. durch Drücken gegen einen Ast) in eine günstige Schnittposition gebracht werden.

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Amboss-Schere, Astschere, Baumschneider, Bypass-Schere, Gartenschere, Gartenwerkzeug, Gehölz, Schere, Schnittwerkzeug

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