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12, 18, 36 Volt: Welcher Akku wofür?

September 2017 Akku – das große Zauberwort. Die kleinen Kraftzellen übernehmen immer mehr Aufgaben im Bereich Heim und Hobby, aber auch in der Berufswelt.


12-, 18- und 36-Volt-Akku von Bosch
© Böker
12-, 18- und 36-Volt-Akku von Bosch
Haus- und Gartenbesitzer – gemeinhin Hobbygärtner und Heimwerker – bekommen den Wandel ganz intensiv zu spüren: Werkzeuge und Gartengeräte hängen nicht mehr an der langen Leine (also netzgebunden), sondern entwickeln sich verstärkt zur kabellosen Variante. Die Geräte sind in der Regel leichter, handlicher und leiser. Vor allem, wenn sie in der Lage sind, ihre verbrennermotorbetriebenen Pendants zu ersetzen – beispielsweise die lautstarken Blasgeräte.

Aber wie fing diese Entwicklung an? Kannte man die modernen ­Lithium-Akkus schon länger als Antriebsquelle für Handys, kam die Revolution im Werkzeugbereich vor etwa 10 Jahren mit dem Bosch-Akkuschrauber IXO. Zunächst eignete sich der Lithium-Akku nicht besonders für die stromhungrigen Werkzeuge. Doch die anfänglichen Nachteile bekam man mit der Entwicklung aufwändiger elektronischer Steuerungen in den Griff. Die mittlerweile extrem gestiegene Leistungsfähigkeit der Akkuzellen macht es heute möglich, dass selbst die „hungrigsten“ Werkzeuge, wie große Winkelschleifer im professionellen Bereich oder auch Kreissägen, damit betrieben werden.

Im Hobbybereich macht sich diese Entwicklung natürlich auch bemerkbar: Heckenscheren und Kettensägen, aber auch akkubetriebene Rasenmäher, die in einer ernsthaften Konkurrenz zu benzinbetriebenen Geräten stehen, kommen auf den Markt.

Das gestiegene Angebot ist für den Verbraucher nicht immer leicht zu überblicken: mittlerweile gibt es 12-, 18-, 24-, 36-, 40- oder sogar 80- und 96-Volt-Geräte. Da man sich dann schlussendlich für eine Akku-Geräte-Familie entscheiden sollte, die mit ein- und demselben Akku betrieben wird, fällt die Entscheidung schwer.

nach obenWas machen?

Am Beispiel der drei Akku-Familien des Herstellers Bosch versuchen wir, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen. Was darf der Nutzer wovon erwarten? Nun bedeutet eine hohe Voltzahl nicht automatisch eine hohe Leistung, da es ja auch noch darauf ankommt, welche Motoren und Getriebe eingebaut sind und wie viel Kapazität sie „ziehen“. Das sieht man einem Gerät nicht von außen an.

nach obenKlassifizierung Am Beispiel Bosch

Die 12-Volt-Serie bietet sich für einfachere Arbeiten, beispielsweise der Pflege von Bodendeckern oder dem Formschnitt kleinerer Gehölze, an. Mit Geräten wie dem EasyCut 12 können dickere Äste bis 6,5 cm oder feine Heimwerkerarbeiten durchgeführt werden. Die Serie umfasst mittlerweile 14 Garten- und Heimwerkergeräte – vom Schleifgerät bis zum Bohrschrauber.

Handlich und stark: die 12-Volt-Familie von Bosch. Ganz neu, die EasyCut 12. Eine vielseitig einsetzbare Kettensäge mit micro­feinem NanoBlade-Sägeblatt.

Akku-Säge EasyCut 12
© Böker
Akku-Säge EasyCut 12
© Böker

Die 18-Volt-Klasse eignet sich für die meisten auch anspruchsvollen Heimwerker-Anwendungen. Die Basis bildet dabei der 2,5-Ah-Akku, der so viel Power hat, dass der 18-Volt-Bohrhammer Uneo mühelos 10-mm-Löcher in Beton bohrt – genauso wie er der neuen Heckenschere LI 50/20 genügend Ausdauer für über 50 m Hecke verleiht. Bosch erreicht diese Ausdauerwerte durch den neu entwickelten Syneon-Chip, der sowohl im jeweiligen Gerät als auch im Akku sitzt und so beides genau aufeinander abstimmt. Dieser Chip wird übrigens auch in der 12-Volt-Serie eingesetzt.

Hoher Standard: Die AHS 50/20 Li aus der über 20 Geräte umfassenden 18-Volt-Serie „Power for All“ mit Syneon-Chip.

Akku-Heckenschere AHS 50/20 LI
© Böker
Akku-Heckenschere AHS 50/20 LI
18 V/2,5 Ah-Lithium-Ionen-Akku
© Böker
18 V/2,5 Ah-Lithium-Ionen-Akku

Boschs 36-Volt-Klasse schließlich liefert Kraft für sehr „stromhungrige“ und leistungsorientierte Geräte: beispielsweise den Rotak-Akku-Rasenmäher, die kraftvolle Kettensäge oder einen ausdauernden Freischneider – um nur einige Vertreter zu nennen. Diese Serie fokussiert auf den Garten, wobei sie besonders für größere Grundstücke sinnvoll ist.

Oberklasse 36 Volt: im Einsatz bei Kettensäge oder Rotak-Rasenmäher.

Akku-Kettensäge AKE 30 LI
© Bosch Pt
Akku-Kettensäge AKE 30 LI
36 V/4,0 Ah-Lithium-Ionen-Akku
© Bosch Pt
36 V/4,0 Ah-Lithium-Ionen-Akku

Tipp: Achten Sie darauf, dass die Geräte auch ohne Akku und Ladestation erhältlich sind, da man in der Regel schon mit zwei bis drei Akkus für mehrere Maschinen auskommt.

© Bosch Pt

nach obenAkkuleistung

12 V/2,5 Ah-Lithium-Ionen-Akku
© Böker
12 V/2,5 Ah-Lithium-Ionen-Akku
Geht man bei E-Motoren und Verbrennern von Watt und PS aus, muss man sich beim Akku andere Leistungswerte verinnerlichen. So findet man einmal die Volt-Angabe, also die Nennspannung, dann die Kapazität des Akkus in Amperestunden (Ah) und die Wattstunden (Wh), die die Akkuleistung angeben. Diese Leistung ergibt sich aus Volt × Ah (Beispiel 36 Volt, 4,5 Ah = 162 Wh). Damit sind unterschiedliche Akkutypen in ihrer Leistung vergleichbar.

54V-Dualvolt-Akku-Motorsense
Ein Akku, viele Möglichkeiten
Upcycling-Helfer: Werkzeug fürs Wiederverwerten / Seite 3
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12 Volt, 18 Volt, 36 Volt, Akku, Akkugeräte, Gartengerät, Lithium-Akku, Winkelschleifer

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