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Wohlfühl-Zuhause / Seite 3

Mai 2017


nach obenSchadstoffarme Produkte erkennen

Eine gute Orientierungshilfe bei der Baustoffauswahl geben die Prüfzeichen wie der bekannte "Blaue Engel" vom Umweltbundesamt. Oder das "natureplus"-Siegel: Es wurde beispielsweise an rund 300 Bauprodukte, wie Wandfarben, Bodenbeläge und Innenputze, vergeben. Diese sind nicht nur besonders umweltverträglich hergestellt und bestehen überwiegend aus nachwachsenden oder rein mineralischen Rohstoffen, sondern weisen auch äußerst geringe Schadstoffgehalte und Emissionen auf. Eine Übersicht der überprüften Produkte findet man im Internet unter www.natureplus.org.

Leider gibt es für die Öko-Zertifizierung von Baustoffen bisher keine einheitlichen Regelungen. Dementsprechend viele verschiedene Prüfzeichen gibt es, die nur schwer miteinander vergleichbar sind. So sagt etwa das TÜV-ASG-Siegel "nur" etwas über den Schadstoffgehalt der Materialien aus − für den Bauherrn jedoch das wichtigste Kriterium. Das ebenfalls vom TÜV vergebene Umweltsiegel UT 21 bekommen dagegen nur Baustoffe, die während ihres gesamten Lebenszyklus umweltschonend sind. Die Kennzeichnung  "Emicode EC1 Plus" kennzeichnet emissionsarme Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte. Eine gute Übersicht zu Labels und und Gütesiegeln gibt die Homepage www.label-online.de.

Wählen Sie die Materialien, etwa Farben, nach den Inhaltsstoffen aus: Idealerweise sollte auf dem Produkt gut sichtbar eine "Volldeklaration" der Inhaltsstoffe zu finden sein. Das heißt, das wirklich alle enthaltenen Zutaten beschrieben sind. Wer allerdings ein komplexes Vorhaben plant, etwa sein Haus umbauen möchte, kann mit einem erfahrenen Architekten beispielsweise Mindeststandards für schadstofffreie Materialien schriftlich vereinbaren (siehe Info "Wer hilft weiter").

nach obenStichwort Elektrosmog

© Pixabay
Bei Elektrosmog muss zwischen hoch und niedrig frequenter Strahlung unterschieden werden. Niedrig frequente Strahlung entsteht durch elektrische Hausinstallationen und durch nicht abgeschirmte Verlängerungskabel sowie Geräte im Stand-by-Modus. Sinnvolle Maßnahme ist der Einbau eines Netzfreischalters.

© Pixabay
Hoch frequente Strahlung entsteht bei kabellosen Daten­übermittlungen, wie Rundfunk, Fernsehen, Mobilfunk, WLAN, Bluetooth oder HiFi-Boxen. Empfindliche Personen sollten zur Datenübermittlung besser kabelgebundene Geräte benutzen.

nach obenSorgen Sie für gute Raumluft

© txn/Zukunft Erdgas e.V. Thinkstock
Lüften Sie Ihre Räume. Je mehr saubere Luft Sie hereinlassen, umso mehr Schadstoffe werden herausgefiltert. Viermal täglich sollte gelüftet werden. Um in der Heizsaison keine kostbare Energie zu verschenken, gelten ein paar Regeln: Öffnen Sie die Fenster fünf bis zehn Minuten und sorgen Sie am besten für Durchzug. Dabei werden störende Gerüche, Emissionen aus der Bausubstanz und dem Mobiliar sowie Feuchtigkeit aus der Wohnung entfernt. Außerdem verhindert man Schimmelbildung, übermäßiges Milbenwachstum und Fogging. Gekippte Fenster lassen die Wohnung auf Dauer auskühlen und sind kein wirksames Mittel gegen Schimmelpilze.

nach obenAuf Luftfeuchtigkeit achten

Trockene Raumluft, vor allem in der Heizsaison, sorgt für gereizte Schleimhäute. Damit steigt das Erkältungsrisiko. Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40 und 50 Prozent betragen. Mit einer Schale Wasser auf dem Heizkörper oder keramischen Luftbefeuchtern an den Heizkörpern, kann man die Luftfeuchtigkeit in den Räumen erhöhen. Sie ist auch entscheidend, wenn es um die Heizkosten geht. Ist nämlich die Luft zu trocken, sinkt das Wärmeempfinden, denn Wärme breitet sich über Feuchtigkeit aus.

nach obenWer hilft weiter?

  • Die Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute e.V. (AGÖF) bietet auf Ihrer Homepage im Bereich "Mitglieder" und dann "Schadstoffmessung im Innenraum" eine Liste mit Instituten, die Schadstoffmessungen durchführen. www.agoef.de
  • Eine umfassende Datensammlung zum Thema nachwachsende Rohstoffe finden Sie bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), www.fnr.de.
  • Um ein ganzes Haus wohngesund auszustatten, braucht es allerdings zusätzlich baubiologisch geschulte Experten, die man z.B. über die Homepage des Berufsverbandes Deutscher Baubiologen e.V. in Ihrer Nähe findet. www.baubiologie.net
  • Die Baubiologinnen und Baubiologen des Verbandes Baubiologie sind ebenfalls Fachleute für die Erkennung und Vermeidung von Umweltrisiken in Innen­räumen. Sie messen, analysieren und begutachten neben Wohngiften und Schadstoffen auch physikalische Feldeinflüsse wie Elektrosmog, Radioaktivität, Pilze, die Luftqualität und das Raumklima und sprechen Sanierungsempfehlungen aus. www.verband-baubiologie.de
  • Fachberatungen im ökologischen Baustoffhandel sind ein guter Anfang. ÖkoPlus ist beispielsweise ein Verbund von 30 Naturbaustoffhändlern aus dem gesamten Bundesgebiet, auf der Homepage findet man unter Eingabe der Postleitzahl einen Händler in der Nähe.www.oekoplus.de

nach obenAngucken und Fühlen

Der in Erkheim im Allgäu ansässige Holzbau-Experte Baufritz zeigt in der neuen FertighausWelt in Günzburg kein Musterhaus, sondern einen Pavillon mit dem Thema "Raum für gesunde Ideen". Denn bei der Hausplanung geht es dem Unternehmen besonders um ein gesundheitsschützendes Wohnklima. In dem Pavillon präsentiert Baufritz innovative Lösungen für gesundes Bauen und Wohnen, die man an einzelnen Informationständen erkunden kann.
www.baufritz.de

Die FertighausWelt in Günzburg ist die europaweit modernste Ausstellung der Hausbaubranche, die unter der Überschrift "Nachhaltiges Bauen" steht. Alle Häuser wurden im Hinblick auf das nachhaltige Bauen zertifiziert. 
www.fertighauswelt-guenzburg.de

© Baufritz
© Baufritz


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Blaue Engel, Elektrosmog, Inhaltsstoffe, Musterhaus, Schadstoffe, Strahlung, TÜV-ASG-Siegel, Umwelt-Label, Umweltbundesamt, natureplus, Öko-Zertifizierung

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