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Starker Auftritt / Seite 2

Februar 2017




nach obenVerlegemuster und Raumwirkung

Dielenformat und ein Verlegemuster sollten einerseits zum Einrichtungsstil und andererseits auch zu den Abmessungen eines Raumes passen. Je nachdem in welche Richtung die Parkettstäbe oder Dielenelemente verlegt werden, kann der Fußboden den Raum optisch verlängern oder verbreitern. Zeigen die Dielen etwa ein Fischgrätmuster in Längsrichtung, unterstreicht dies die Länge des Raumes. Sind sie quer verlegt, heben die gleichen Muster dagegen die Breite hervor. Um einen langen, schmalen Raum etwas gleichmäßiger erscheinen zu lassen, empfehelne Experten ein quer verlaufendes Parkettmuster. Auch Holzböden aus kleinen Elementen wie Mosaikparkett vergrößern die Fläche optisch. Klassische Verlegmuster wie Kassettenboden, Würfel- und Flechtmuster wirken neutral und passen zu vielen Einrichtungsstilen. Großformatige Dielen betonen große Flächen und sorgen durch ihre langen Linien für eine optische Gliederung.

nach obenQualitätssiegel gibt Orientierung

© Europäischen Verband der Parketthersteller (FEP)
Im Fachhandel, Parkettstudio oder Baumarkt hat man schließlich die Qual der Wahl: Soll es ein massives Stab-, Mosaik- oder Hochkantlammellenparkett, oder doch eher ein Mehrschichtparkett als Landhausdiele, Schiffsboden, Flecht- oder Tafelparkett werden? Nehmen Sie sich ausgiebig Zeit, um das gesamte Angebot zu erkunden. Möchten Sie einen Echtholzbelag, fragen Sie den Fachberater danach. Leider werden im Handel oft Laminat- oder Vinylböden als Parkett bezeichnet. Dabei darf nur ein Holzfußboden mit einer Nutzschicht von mindestens 2,5 mm als "Parkett" bezeichnet werden. Das vom Europäischen Verband der Parketthersteller (FEP) vergebene Qualitätssiegel "Real Wood" markiert die Unterscheidung zwischen Echtholz und allen anderen Bodenbelägen.

nach obenLaminat für Individualisten

© EPLF/Kaindl
Auch Laminatböden zählen zu den mehrschichtigen Bodenbelägen. Wie auch Fertigparkett kann man Laminatböden leicht und leimlos verlegen, beide Böden sind mit integrierter Trittschalldämmung erhältlich. Die oberste Nutzschicht beim Fertigparkett besteht aus Holz, bei Laminat kann es eine Holzoptik sein, muss aber nicht: Dank modernster Druck- und Veredelungstechniken zeigen die Laminatdielen ein perfektes Zusammenspiel von Dekor und Struktur. Laminatfliesen mit Terrakotta-, Schiefer-, Marmor-, Granit- und Betonoptik oder im Metallic-Look sind dabei nur einige Spielarten, die durch ihre perfekt strukturierten Oberflächen und das Finish so authentisch wie die Originale wirken. Immer beliebter am Boden sind auch Kreativdekore wie Kaffeesäcke, Weinkisten, Segeltuch oder phantasievolle grafische Motive.

"Laminat eignet sich fantastisch, um Regeln zu brechen." So Thorsten Beinke, Senior Designer bei dem Hersteller Tarkett. "Es ist wirklich toll die Patina von Materialien zum Ausdruck zu bringen und daraus ein brandneues Produkt zu entwickeln oder durch die Vermischung von Altem und Neuem etwas komplett Neues zu schaffen. Immer wenn ich Materialien sehe wie alte Türen, Zäune oder sogar Pflastersteine, denke ich darüber nach, wie man sie in einen Laminatboden übertragen kann." Laminat (von lateinisch "lamina" = Schicht) besteht aus einer Deckschicht, einer Trägerplatte und einem Gegenzug.

nach obenLaminat mit Quellschutz

© Logoclic
Laminat ist auch in der Küche oder im Bad ein Hingucker: Damit der Boden schön liegen bleibt, wählt man für Küche und Bad besser ein spezielles Laminat mit Quellschutz, das heißt, Nut und Feder der Paneele sind imprägniert, damit Feuchtigkeit nicht so leicht eindringen kann.

nach obenKauf-Tipps

Verwenden Sie ein Laminat mit einer Mindeststärke von 7 mm, gerechnet ohne Trittschalldämmung. Wenn Sie einen Laminatboden kaufen, der eine Stärke von weniger als sieben Millimeter hat, kann das Klick-System darunter leiden. Zudem ist der Laminatboden dann empfindlicher in Bezug auf Kratzer und Feuchtigkeit.

Je nachdem wie stark der Bodenbelag später beansprucht wird, sollte man vor dem Kauf auf die Nutzungsklasse achten.

  • Klasse 21 hält nur einer geringeren Belastung in Schlaf- oder privaten Arbeitszimmern stand.
  • Im Wohnzimmer sollte es Klasse 22 sein.
  • Bei hoher Beanspruchung, etwa im Flur ist die Nutzungsklasse 23 sinnvoll. Die Angaben zu der jeweiligen Klasse findet man auf der Produktverpackung.

Rechnen Sie den Verschnitt von etwa 7 Prozent des Laminats beim Kaufen mit ein.

nach obenAuf einen Blick

Besonders wichtig bei der Kaufentscheidung ist natürlich der Preis. Echtes Parkett ist deutlich teurer als Laminat. Zudem braucht es regelmäßig recht intensive Pflege. Laminat hingegen ist zum Sparpreis zu haben und gilt als sehr robust.

 MassivparkettFertigparkettLaminat
Eigenschaftenbesteht nur aus massivem Holz, erhältlich als Stäbchen oder Dielen, sehr strapazier­fähig und langlebiggibt es zwei- oder dreischichtig, fertig versiegelt oder geölt, besitzt eine mindestens 2,5 mm dicke Nutzschicht aus Holz, Mittellage und Rückzug meistens aus Nadelholz. Reparatur von Kratzern mittels Reparaturset möglichsehr pflegeleicht, vielfältige Dekore von Holzoptik über Natursteinoptik bis hin zu einfacher Optik ganz ohne Struktur, günstig in der Anschaffung
Verlegungam besten professionell verlegen lasseneinfaches Verlegen dank Klick-Systemeinfaches Verlegen dank Klick-System
Belastbarkeitrobust sind etwa Eiche, Esche, Buchebei Versiegelung mit Lack wenig pflegeintensivstrapazierfähig, Abriebfestigkeit je nach Qualität

nach obenWeb-Tipps

Auf www.parkett.de informiert der Verband der deutschen Parkettindustrie (vdp) Fachleute und Endverbraucher über alles Wissenswerte rund um das Parkett.

Mit einem runderneuerten Webauftritt präsentiert sich der Verband der Europäischen Laminatfußbodenhersteller e.V. (EPLF) unter www.eplf.com.


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Schlagworte dieser Seite:

Bad, Flechtmuster, Fußboden, Kassettenboden, Küche, Laminat, Massivparkett, Mehrschichtparkett, Parkett, Parkettboden, Qualitätssiegel, Quellschutz, Raumwirkung, Tafelparkett, Trittschalldämmung, Verlegemuster

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