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Brennholz − mal dekorativ

Bild 1
© Silke Kluth
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Februar 2017 Wer mit einem Holzofen als Heizung über den Winter kommen möchte, braucht eine Menge Scheite. Da der Raum­meter (Ster) umso teuer wird, je trockener er ist, rechnet sich diese Art der Wärmeerzeugung nur, wenn man selbst lagert. ­Machen Sie aus der Notwendigkeit eine Attraktion!


Anderthalb, besser zwei Jahre sollte Brennholz lagern, bis es in den Ofen darf. Müssen die ­Flammen erst das Restwasser in den Scheiten "verkochen", verpufft das eigentliche ­Potenzial: Je trockener die Scheite, desto höher ihr Heizwert. Außerdem entstehen beim Verbrennen von feuchtem Holz umwelt­schädliche Rauch­gase aus unverbrannten Holzbestandteilen wie Teer, Ruß und Kohlenwasserstoffe. Das nervt nicht nur die Nachbarn, sondern versottet (und somit zerstört) auf Dauer Ihren Kamin. Empfohlen sind Restfeuchten von 15 bis 18 Prozent.

nach obenWenn schon lagern, dann mit Stil!

Das Brennholz von Übermorgen muss also heute gestapelt werden, und zwar im Freien: Der Wind muss hindurchblasen können. Auf den üblichen Gartengrundstücken lassen sich die Heizvorräte nur schwierig verstecken. Ist ja auch nicht schlimm: Es gibt wesentlich Hässlicheres als lagerndes Holz.Obendrein lassen sich die "Stapelwände" geschickt in die Gestaltung integrieren. So können Sie langweilige Mauern kaschieren. Richtig interessant wird es, wenn freistehende Stapel als Raumteiler oder Sichtschutz dienen.

Sehr ländlich und liebevoll zeigt sich dieses Beispiel: Die Grundstücksbesitzer errichteten ein festes Fachwerk Bild 1, worin die Scheite kinderleicht und kippelsicher untergebracht werden können. So lassen sich auch kleinere Mengen Holz leichter wieder entnehmen. Ein altes Fenster erzeugt die ­ Illusion eines rustikalen Bauernhauses.

Bild 2
© Silke Kluth
Bild 2
Hier steht der Stapel steht frei Bild 2 und definiert einen vor Blicken geschützten Sitzplatz. Durch das eingebaute Fenster wirkt das Ganze freundlicher für Außenstehende und großzügiger für die Bewohner. Es lässt Licht hindurch und Ausblicke zu. So fühlt man sich nicht so ein­geengt. Das frische, ungespaltene Holz lagert bis zu seiner ­Verarbeitung an der abgewandten Gartenhäuschenseite.

Bild 3
© chulja/Fotolia.com
Bild 3
Die Rundhölzer Bild 3 sprechen optisch sehr an, brauchen aber wesentlich länger, bis sie trocken genug geworden sind. Was nicht unbedingt von Nachteil sein muss. Schließlich verlängert sich die Zeit, bis der Sichtschutz neu zu errichten ist. Allerdings erweist sich trockenes Holz als viel bockiger beim Spalten als frisches. Obendrein laufen die Stamm­abschnitte eher Gefahr zu faulen als kleine Scheite.

Bild 4
© Couleur/Pixabay
Bild 4
An der Fassadenlösung Bild 4 haben alle ihren Spaß, die hier vorbeikommen. Eine Bauern­haus-Silhouette stand Pate für den äußeren Rahmen. Fensterchen, komplett mit Gardinen und Blumenkästen, ein Willkommensschild und eine Bank − welch origineller Entwurf für die Brennholzlagerung.

Allen hier abgebildeten Beispielen ist ein fester Rahmen gemein. Stabilität beim Stapeln erreicht man zwar auch durch abwechselnde Längs- und Querlagerung. Doch im festen Gestell tun gerade Stapeleinsteiger sich leichter. Apropos Einsteiger: Rechnen Sie nicht damit, dass Sie Ihr Brennholz in ein paar Stunden aufgesetzt bekommen! Es gilt, immer genau den "Puzzlescheit" zu finden, der am besten in die entstandene Lücke passt. Das erfordert Übung und Zeit. Manche sehen diese Arbeit jedoch als befriedigendes Hobby an.

nach obenTipps für angehende Hochstapler-Meister

Ob "traditionell" oder kreativ: Die Einhaltung einiger Regeln beim Holzstapeln hilft, Missgeschicke zu vermeiden.

  • Stapel aus Scheiten von unter 30 cm Länge be­nötigen eine Rückwand, sonst bläst sie der Wind leicht wieder um. Für freistehende "Wände" eignen sich Längen zwischen 35 und 40 Zentimeter.
  • Am Haus stapeln Sie das Holz idealerweise an einer Südwand. Eine Handbreit Abstand zur Wand sichert die zum Trocknen notwendige Durchlüftung.
  • Scheite mit direktem Kontakt zum Erdreich bzw. Rasen faulen unweigerlich. Eine Unterlage aus Latten, Brettern oder Holzpaletten lässt Luft zirkulieren.
  • Eine Überdachung schützt vor Niederschlägen. Unterhalb des Daches etwas luftiger aufsetzen.
  • Je gleichmäßiger die Scheite, desto leichter und stabiler sind sie zu stapeln. Vorsortieren ist hilfreich!



nach obenElemente in Stapel einbauen

Fenster, "Bullaugen", Wagenräder, Herzformen − ­fantastisch, was Holzstapler sich einfallen lassen, um den Brennholzvorrat aufzuhübschen. Wenn Sie es selbst versuchen möchten, machen Sie am besten vorher eine maßstabsgetreue Zeichnung. Außerdem benötigen Sie einen (Fenster)Rahmen, der etwa so breit sein sollte, wie die Scheite lang sind. Mit Hilfe von Zeichnung und Metermaß ermitteln Sie beim Aufschichten, wann und wo die Rahmen eingesetzt werden müssen. Um diese stapeln Sie die Scheite dann drum herum.

© hdroxner/Pixabay
"Intarsienarbeit", wie das Edelweiß, steigert den dekorativen Wert eines Holzstapels ebenfalls.
© pixabairis/Pixabay
"Intarsienarbeit", wie das Edelweiß, steigert den dekorativen Wert eines Holzstapels ebenfalls.
© pixabairis/Pixabay
Bewegen Sie den Stapel beim Aufschichten öfter hin und her, um seine Stabilität zu überprüfen.
© doriswill/Fotolia.com
Bewegen Sie den Stapel beim Aufschichten öfter hin und her, um seine Stabilität zu überprüfen.

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Brennholz, Brennholzvorrat, Fassadenlösung, Heizvorräte, Ofen, Sichtschutz, gestapelt

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