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Das Fenster in der Schräge

© Roto Dach- und Solartechnologie
Eine bis zu dreimal höhere Lichtausbeute ist ein überzeugendes Argument für Dachfenster. Außerdem brauchen Sie für den Einbau neuer Dachfenster in der Regel keine Zustimmung der Baubehörde, außer wenn das Haus unter Denkmalschutz steht oder in einem historischen Ortskern liegt. Ein weiterer Vorteil von Dachfenstern ist, dass diese, schräg gestellt, selbst bei Regenwetter das Lüften ermöglichen. Durch den Grad der Schräge lässt sich die Frischluftzufuhr fein regulieren.

nach obenWie groß soll das Dachfenster sein?

Auch beim Einbau von Wohndachfenstern muss man die bereits erwähnte DIN-Norm 5034 berücksichtigen. Schwing- und Klapp-Schwingfenster sind die beiden gängigsten Dachfenster-Varianten. Je nach Hersteller lassen sie sich entweder über einen an der Fensterunterkante angebrachten Bedienungsgriff oder über eine an der Oberkante liegenden Griffleiste öffnen. Einige Klapp-Schwingfenster werden auch mit Leiste und Griff angeboten. Generell gilt für die Oberkante eines Fensters: Je höher sie liegt, desto mehr Licht fällt in den Raum. Unter- und Oberkante des Fensters wählt man so, dass man sitzend und stehend bequem hinausschauen kann. Etwa zwei Meter über dem Fußboden sollte die Oberkante des Fensters liegen. Die Höhe der Unterkante richtet sich danach, wie man das Fenster öffnen möchte: Werden die Dachflächenfenster von unten bedient, sollte man die Unterkante des Blendrahmens nicht niedriger als 120 cm setzen. Öffnet man das Fenster von oben, sollte die Unterkante etwa 90 cm über dem Fußboden liegen. Die Fensterlänge ist dagegen von der Dachneigung abhängig: Während steilere Dächer mit kürzeren Dachfenstern auskommen, benötigen flachere Dächer längere Fensterflächen.

© dach.de
Möchte man unter seinem Dachfenster etwa ein Sofa oder eine Kommode platzieren, so eignen sich Schwingfenster (Oberbedienung). Auch für Kinderzimmer sind Dachfenster mit der hohen Bedienung ideal, da sie für die kleinen Familienmitglieder nicht zu erreichen sind.

Klapp-Schwing-Fenster kann man wählen, wenn keine Möbel den Weg versperren und Bewohner direkt ans Fenster treten können. Es lässt sich im großen Winkel nach außen aufklappen und garantiert zudem einen weiten Blick ins Freie. Dennoch ist, wie der Name schon sagt, auch eine zusätzliche Schwingfunktion integriert, etwa zum bequemen Putzen der Außenscheibe.

© dach.de

nach obenLicht und Ausblick

Je nach Größe des Dachraums kann man auch besondere Lösungen wählen: Bei einem Dachraum mit einer ins Dachgeschoss reichenden Außenwand, dem bereits erwähnten Kniestock, kann das Dachfenster mit einem feststehendem Element bis zum Boden verlängert werden und Kinder können bequem hinausschauen.

Ebenso eindrucksvoll ist eine Überfirstverglasung bei einem Spitzdach: Hier treffen die Fenster von beiden Seiten in der Mitte der Decke aufeinander und bieten einen schönen Himmelsblick.

© Velux
Wer sich im Dachgeschoss zusätzlich einen Schritt ins Freie wünscht, könnte etwa das sogenannte Cabrio-Fenster (von der Firma Velux) wählen. Diese Fensterlösung besteht aus zwei Teilen: Während sich der obere Teil des Fensters bis zu 45 ° öffnet, wird der untere Teil herausgedrückt und die Seitengeländer klappen auf. So entsteht schnell ein balkonähnlicher Dachaustritt.

Dachfenster punkten nicht nur durch zusätzlichen Wohnkomfort, sie helfen auch beim Energiesparen. Je größer die Glasfläche, desto mehr Sonnenlicht − und damit Wärme − kann den Raum erreichen. Besonders unter dem Dach sorgen Fenster so für Energiegewinne: "Anders als senkrechte Fenster in Gauben oder Giebelwänden leiten Dachfenster das intensive Zenitlicht der Sonne direkt in die Räume und unterstützten die Heizanlage in der kalten Jahreszeit", so Oliver Steinfatt von der Firma Velux. Besonders hoch ist der solare Energieeintrag, wenn die Fenster nach Süden ausgerichtet sind. Ist die Sonneneinstrahlung unerwünscht, sorgen Hitzeschutz-Produkte für angenehme Temperaturen im Dachgeschoss (Sonnenschutz nicht vergessen!). Doch auch im Winter machen Rollläden Sinn: Sie erhöhen die Wärmedämmung, laut Hersteller, um bis zu 18 Prozent.

Wärmeschutz und Energiegewinn kann man auch noch durch ein spezielles Sensorsystem optimieren. Mittels Licht- und Temperatursensor entscheidet dieses System selbständig, ob geschlossene Rollläden für höhere Wärmedämmung oder geöffnete Rollläden für Wärmeertrag von Vorteil sind. Je nach Tageslichtverhältnissen und Außentemperatur öffnet und schließt es die Rollläden.

© Velux

nach obenFrischluft auf Knopfdruck

Diese intelligente Fenstertechnik lässt sich auch im Bereich der Lüftung einsetzen: Die Bewohner legen die Lüftungszeiten per Funkfernbedienung fest und der verdeckt eingebaute Fenstermotor steuert das Öffnen und Schließen. Oder ein Sensor erkennt, ob es regnet und schließt das Fenster automatisch, bzw. öffnet es erst gar nicht. Auch bei bereits eingebauten Fenstern lässt sich diese Technik nachrüsten.



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Baubehörde, Dachfenster, Dachflächenfenster, Dachgeschoss, Klapp-Schwingfenster, Lichtausbeute, Wohndachfenstern

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Diesen Artikel kommentieren (1)

1
|
12. Juli 2016

Sahnekeks

An heißen Sommertagen mit viel Sonneneinstrahlung kann es durch die Dachfenster auch zu sehr unangenehmer Aufheizung des Innenraumes kommen. Hier helfen neue thermochrome Gläser, die in der Wärme dunkler werden und weniger Licht und Wärmeenergie hindurch lassen und wenn es kühler ist, wieder mehr Licht hindurch lassen. Diese adaptiven Sonnenschutzgläser sind eine phantastische Alternative zu mechanischen Verschattungen. Schaut doch mal auf: http://www.gesimat.de/thermochrom.html

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