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Das (Vogel-) Auge isst mit!

Futterstelle mit hübschem Stern.
© Stefan Körber - Fotolia
Bild 1: Futterstelle mit hübschem Stern.

Dezember 2015 Ganz ehrlich: Ihren gefiederten Gartengästen ist es völlig wurst, ob ihre Nahrung hübsch angerichtet wird oder nicht. Hauptsache, sie ist art- und schnabelgerecht. Aber wir ziehen daraus einen doppelten Nutzen. Erstens fasziniert es, die Vögel und ihre Eigenarten aus nächster Nähe beobachten zu können. Und zweitens geht einem beim Anblick herziger und bunter Futterplätze das Herz auf. Dennoch: Einige Regeln sollten Sie beachten − zum Wohl der kleinen Besucher.


Es gibt nicht viele Gartenthemen, die so kontrovers diskutiert werden wie die Vogelfütterung. Auf keinen Fall, sagen die einen, man mache die Tiere nur abhängig. Nur bei dauerhaftem Frost und geschlossener Schneedecke, meinen die anderen. Nein, man muss im Herbst schon an die Futterstelle gewöhnen, damit die Vögel sie bei Bedarf gleich finden, lautet ein Gegenargument. Und einige propagieren gar die Ganzjahresfütterung. Also − was nun?

nach obenFüttern erlaubt − aber richtig!

Die Spezialisten des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) wägen ab. Man kann nur schützen, was man kennt. Und um die heimische Vogelwelt kennenzulernen, ist es nun mal am einfachsten und lehrreichsten, ihnen dort einen Futterplatz anzubieten, wo man sie am besten beobachten kann: im Garten, auf Balkon und Terrasse. Empfohlen wird eine Fütterung nur November bis Ende Februar. Dabei spielt die Hygiene eine große Rolle: Bei Wärme können sich Salmonellen und andere Krankheitserreger leichter ausbreiten. Die Tiere klecksen nun mal. Besonders gern ins Futterhaus. Natürlich sind sie keine Ferkel. Sie müssen nach Feinden Ausschau halten. Und mit dem Kopf in den Körnern und dem Schwanz in die Welt gerichtet geht das schlecht. Vor der Flucht noch einmal erleichtern − schon ist's wieder passiert.

nach obenDas vogelgerechte "Restaurant"

Futterhäuschen sind also gar nicht mal so geschickt. Die Kerne und Früchte bleiben zwar trocken, aber nicht sauber. Geht trotzdem − wenn Sie bereit sind, täglich mit heißem Wasser zu säubern. Der NABU empfiehlt obendrein, darin immer nur wenig Futter anzubieten, damit man nicht so viel verunreinigte Nahrung entsorgen muss.

Bild 7: Goldkehlchen
© Country Garden
Bild 7: Goldkehlchen
Bild 8: Vogeltreff
© Country Garden
Bild 8: Vogeltreff
Bild 2: Futterglocken bewahren das Futter vor Nässe
© Keimzeit
Bild 2: Futterglocken bewahren das Futter vor Nässe
Ideal sind Futterstationen, deren Inhalt gar nicht erst bekleckst werden kann. Dazu zählen das Goldkehlchen Bild 7 und der Vogeltreff Bild 8. Nachteil: Das Futter kann nass werden, also besser nur unter einem Schutzdach aufhängen bzw. -stellen. Die Futterglocken Bild 2 dagegen bewahren das Futter vor Nässe, es sei denn, es windet bei Regen. Nicht die dekorativste, aber eine sehr sinnvolle Lösung bieten geschlossene Futtersäulen Bild 6 mit mehreren Sitzstangen. Die Nahrung bleibt trocken, und es kommen mehr Vögel (oft energische Futterneider) an die Reihe.

nach obenVon Weichfressern und Körnerfressern

Bild 4: Meisen
© Emsa
Bild 4: Meisen
Bild 6: Finken
© Vivara
Bild 6: Finken



Bild 5: Rotkehlchen
© S.H.exclusiv - Fotolia
Bild 5: Rotkehlchen
Bislang war nur die Rede von Angeboten für Arten, die sich über den Winter mit Saaten über Wasser halten wie Meisen Bild 4, Finken Bild 6 und Sperlinge. Mit Sonnenblumenkernen machen Sie da nichts falsch. Die sogenannten Weichfresser Amsel Bild 1, Drossel, Rotkehlchen Bild 5 und Zaunkönig dagegen freuen sich über Rosinen, Äpfel, Früchte wie Hagebutte und Vogelbeere, Haferflocken und Kleie, die sie gerne vom Boden aufpicken. Wenn Sie die Futterstellen hübsch mit Stern Bild 1 oder Schneemännchen Bild 5 herrichten, haben Sie etwas davon, selbst wenn die Vögel gerade anderweitig unterwegs sind.

Meisen fliegen auch auf Fett-Samen-Gemische. Das bezeugt schon die Bezeichnung für die häufig im Handel erhältlichen Meisenknödel. Der NABU weist darauf hin, auf Ware zurückzugreifen, die sicher frei von Ambrosia-Samen ist. Diese Pflanze wildert leicht aus und gilt als stark Allergie auslösend. Außerdem sollen sich die Vögel nicht mit den Beinen in den Plastiknetzen um die Knödel verheddern und verletzen. Legen Sie die Fettkugeln besser in spezielle Meisenknödelhalter.

nach obenKnödel aus der eigenen Küche

Wer selber mischt, weiß, was drin ist!
© Stefan Röhler
Bild 3: Wer selber mischt, weiß, was drin ist!
Wer selber mischt, weiß, was drin ist. Das Buffet Bild 3 bietet für jede Vogelvorliebe etwas. Den Kuchen "backen" Sie beispielsweise aus Rindertalg und Körnern zu gleichen Teilen, indem Sie den Talg so erhitzen, dass er gerade flüssig wird. Samen und ein Schuss Speiseöl dazu und die Mischung in einer Form erkalten lassen. Daraus lassen sich sogar eigene Meisenknödel herstellen: Machen Sie einen dicken Knoten in das Ende eines Seils und arbeiten Sie diesen in den Knödel ein.


App von NABU
© Frank Hecker/NABU
App von NABU

nach obenStunde der Wintervögel

Vogelbeobachtung im winterlichen Garten bei Schnee, Familie beim Vögel gucken, Fernglas, "NABU Aktion Stunde der Wintervögel".
© Frank Hecker/NABU
Vogelbeobachtung im winterlichen Garten bei Schnee, Familie beim Vögel gucken, Fernglas, "NABU Aktion Stunde der Wintervögel".
Jedes Jahr ruft der Naturschutzbund Deutschland (NABU) dazu auf, die Gartenvögel zu zählen. Am 8. bis 10. Januar 2016 haben Sie die Gelegenheit, mitzumachen − und sogar etwas zu gewinnen.

Eine Stunde Vögel zu beobachten und zu notieren, welche und wie viele Sie sehen ist ein Erlebnis. So tragen Sie zu einer bundesweiten Forschungsaktion bei. Infos gibt's bei den örtlichen NABU-Gruppen (die oft Führungen anbieten) und unter www.stundederwintervoegel.de. Eine App hilft beim Bestimmen und beim Zählen.

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App, Futterglocke, Futterplätze, Füttern, Gartengäste, Hygiene, Körnerfresser, Meisenknödel, Rindertalg, Vogelfütterung, Weichfresser, Wintervögel

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