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Schön gepflastert

Oktober 2015 Pflasterflächen sind weit mehr als nur nützliche Untergrundflächen für Carports, Wege oder Sitzplätze. Sie wirken als Blickfänge und können − nimmt man passende Materialien − den Garten gekonnt in Szene setzen.

© Metten Stein + Design
Jeder Garten kommt irgendwann in die Jahre. Besonders der Plattenbelag wird unansehnlich und entspricht nicht mehr den Ansprüchen. Mit neuen Materialien erhält ein Garten viel mehr Pfiff. Der Handel bietet eine reiche Auswahl an Platten, Klinkern, Pflastern, Holzbelägen und sonstigen Materialien fürs Freie an. Der Bodenbelag muss nicht nur gut aussehen, zum Stil des Hauses und zur angrenzenden Gartenanlage passen, sondern auch strapazierfähig, bequem begehbar sein und eine standfeste Unterlage für Gartenmöbel bieten.

nach obenNatursteine

Zu angrenzenden Gartenbeeten passen gut Natursteine in Form von unverwüstlichem Kleinpflaster aus Granit. Sehr schön können gebrauchte Pflastersteine aussehen, es lohnt sich, bei Baufirmen danach Ausschau zu halten. Meist sind sie an einer Oberflächenseite glatt gefahren, somit lässt es sich hierauf sehr viel besser gehen. Beim Verlegen muss genau diese Oberfläche wieder als Trittfläche nach oben gelegt werden. Neues Kleinpflaster besitzt dagegen eine stark gebrochene Oberfläche, die niemals durch Tritte glatt werden kann.

nach obenKreisrunde Flächen

Wer Spaß an schönen Mustern hat, kann die Pflasterfläche durch einen Kreis verschönern. Hierbei grenzt man erst die Ecken ein und misst den Kreis mit Hilfe einer Schnur vom Mittelpunkt her aus. Mit einem Stein im Zentrum beginnt das Pflastern. Danach wird eine Runde nach der anderen gestaltet, stets mit der Schnur als Korrektur und als Richtlinie. Je mehr Sorgfalt Sie jetzt walten lassen, desto hübscher sieht die Fläche später aus. Schwierig und sehr aufwendig sind spätere Korrekturen.

nach obenWege prägen

Wenn im Garten erst mal Pflaster liegt, ist das Gröbste schon geschafft. Der Schmutz verschwindet und mit ihm auch der Stress. Mit den Wegen ist auch der Rahmen abgesteckt.

Sie prägen die Anlage enorm, ganz gleich ob rund um einen Neubau die Beete entstehen oder der Garten nach vielen Jahren eine Verjüngungskur erfährt. Auch wenn sie nur auf praktische und unauffällige Weise verbinden sollen: Material, Farbe, Verlegemuster − alles will überlegt sein. Gerade Kanten sieht man sich schnell über, denn dabei fehlt die Spannung. Versetzte Kanten, geschwungene Wege, Muster und Rondelle dagegen machen neugierig.

Treppe aus Klinker
© Stein
Treppe aus Klinker
Weg aus Schiefer
© Stein
Weg aus Schiefer
Ziegelweg
© Stein
Ziegelweg
Weg aus Holzlatten
© Stein
Weg aus Holzlatten

© Redaktionsbüro Stein GbR

nach obenPflanzen einbinden

Immerhin fünf bis sechs lange Wintermonate lässt uns die Vegetation im Stich, legt keine ablenkenden Kissen oder Farbmuster aus.

Versuchen Sie die Vegetation mit einzubinden, Buchten oder Pflanzinseln zu schaffen. Polsterpflanzen, Kriechgehölze oder überhängende Stauden helfen dabei. Vermeiden Sie Umwege ohne Funktion und planen Sie nicht zu schmal, mindestens einen Meter Breite bei Gehwegen im Garten.

Ganz gleich, für welche der formschönen Steine und Muster man sich entscheidet, sorgfältige Planung und genaues Arbeiten beim Auslegen machen sich auf Dauer bezahlt. Damit später keine Wasserpfützen stehen bleiben, wo sich schnell Moose und Algen bilden, ist ein solider Unterbau aus grobem Schotter und verdichtetem Sand notwendig, außerdem leichtes Gefälle zu den Seiten.




© Metten Stein + Design

nach obenGünstige Alternative

Materialien und Muster sollen zum Baustil des Hauses passen. Die besten Ideen gewinnt man durch eigene Anschauung an Beispielen in Schaugärten der ortsansässigen Firmen.

Preisgünstiger als Natursteine sind haltbare Betonsteine, die es in zahlreichen Abmessungen und dezenten Farben gibt. Systemgerecht passen die Größen zusammen, lassen sich rationell und schnell zu ausdrucksvollen Mustern verlegen. In der Regel sind die Oberflächen mit farblich unterschiedlichen Verschleißschichten veredelt, dem Abrieb und Belastungen angepasst.

Perfektes Aussehen entsteht durch Nachbehandlung mit moderner Technik. Was sonst Jahrzehnte braucht − das Altern durch Abnutzung mit gebrochenen Kanten und entsprechender Oberfläche, ist bei Herstellern Minutensache. Ganz neu auf dem Markt ist zum Beispiel das Beton-Pflaster 'Brikk' von Metten Stein + Design, das dem Ziegelstein nachempfunden wurde. Die Steine gibt es im klassisch rötlich-braunen Ton oder in Basaltgrau. Sie haben ein schlankes Format, das sich ideal für geschwungene Gartenwege, authentische Landhaus-Gärten und klassische Fischgrät-Muster eignet. Gebrochene Kanten geben den Steinen den Charakter eines rustikalen Backsteins und erleichtern die Verlegung.

© Metten Stein + Design

nach obenWasserschlucker

Niemand mehr möchte den Boden völlig versiegeln. Gefragt sind daher wasserdurchlässige Pflasterflächen. Eine neuere Entwicklung sind Steine wie "AquaPrima". Durch seinen speziellen, durchlässigen Aufbau schluckt der Beton-Filterstein sogar Gewittergüsse auf Anhieb.

Auf Terrassen, Auffahrten, Baumscheiben und Wegen behält der Boden seine Funktion und nichts vertrocknet. Begehbare Wege, Sauerstoffaustausch, Frostbeständigkeit und dennoch wüchsige Pflanzen sprechen für dieses zeitgemäße Ökokonzept. Verschiedene Farben, Muster und Maße sind in der wasserdurchlässigen Steinart erhältlich.



nach obenTipps für's Pflastern

© Redaktionsbüro Stein GbR
© Redaktionsbüro Stein GbR
© Redaktionsbüro Stein GbR
  • Kurven machen neugierig und fügen sich in Wegen harmonisch ein.
  • Sparen Sie nicht am Unterbau. 25 cm tief ausschaufeln ist selbst bei kleinen Wegen angebracht.
  • Kantensteine vermörteln, so brechen sie später nicht weg.
  • Sand einfüllen, die Steine darin in gleichmäßigem Muster festklopfen.
  • Mit einer Rosette aus Pflastersteinen wird im Zentrum begonnen, dann nach außen erweitert.
  • Feststampfen, Steinmehl einfegen, so hat Unkraut keine Chance. Kleine Flächen kann man mit einem Handstampfer verdichten, größere mit einem Rüttler.
  • Einschlämmen mit Wasser, das gibt festen Halt.

© Redaktionsbüro Stein GbR
© Redaktionsbüro Stein GbR

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