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Neues fürs Heizen − Energieeffizienz und Energieeinsparung

Das Flammenspiel eines klassischen Kaminofens genießen und bis zu zwei weitere Räume gleich mitheizen bietet Idea von Rika.
© Rika
Das Flammenspiel eines klassischen Kaminofens genießen und bis zu zwei weitere Räume gleich mitheizen bietet Idea von Rika.

Juni 2015 Von den insgesamt rund 20,5 Millionen zentralen Wärmeerzeugern in deutschen Heizungskellern sind rund 70 Prozent deutlich über 20 Jahre alt und damit unzureichend effizient. Würde der veraltete Anlagenbestand modernisiert, so könnten rund 13 Prozent des Endenergieverbrauchs eingespart werden. Das ist mehr Energie als alle derzeit noch am Netz befindlichen Atomkraftwerke zusammen erzeugen. Aus diesem Grund haben wir uns für Sie in Frankfurt auf der ISH, der Weltleitmesse für Sanitär, Heizung und Klima, umgesehen.


Im Zusammenspiel mit einer Luft/Wasser-Wärmepumpe plus Photovoltaik gelingt auch mit einem Öl-Brennwertgerät eine zukunftsorientierte Wärmeversorgung. Dies zeigt Brötje mit einer Anlagenkombination, die mithilfe einer speziellen Regelungseinheit exakt gesteuert wird.
© Brötje
Im Zusammenspiel mit einer Luft/Wasser-Wärmepumpe plus Photovoltaik gelingt auch mit einem Öl-Brennwertgerät eine zukunftsorientierte Wärmeversorgung. Dies zeigt Brötje mit einer Anlagenkombination, die mithilfe einer speziellen Regelungseinheit exakt gesteuert wird.
Heute stehen für jeden Modernisierungsfall, aber auch für den Neubau, optimale technische Lösungen zur Verfügung. Dazu gehören die Gas- und Ölbrennwerttechnik mit Wirkungsgraden von bis zu 98 Prozent. Weiterhin stehen Wärmepumpen in verschiedenen technischen Varianten zur Verfügung sowie Anlagen, die Biomasse in Form von Pellets, Scheitholz oder Hackschnitzeln nutzen. Ebenfalls am Markt verfügbar sind Anlagen, die nach dem Prinzip der Kraft- Wärme-Kopplung arbeiten, also neben Wärme auch Strom produzieren. Alle diese Technologien lassen sich mit einer solarthermischen Anlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung kombinieren.

nach obenWärmewende ist angesagt

<strong>Andreas Lücke</strong>, Hauptgeschäftsführer Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH)
© Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH)
Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH)
Der Wärmemarkt spielt eine wichtige Rolle, wenn es um das Gelingen der Energiewende geht. Ohne eine Wärmewende kann auch eine erfolgreiche Energiewende nicht funktionieren. Denn der Gebäudebereich ist der größte Energieverbrauchsektor Deutschlands. Zugleich schlummern in deutschen Heizungskellern enorme CO2- und Energie- Einsparpotenziale. Von rund 20,5 Millionen Zentralheizungen in Deutschland, von denen der Großteil mit Öl oder Gas betrieben wird, sind 75 Prozent älter als 20 Jahre und damit nicht mehr auf dem Stand der Technik. Rund 30 Prozent Energie kann eingespart werden, wenn zum Beispiel auf moderne Brennwerttechnologie umgerüstet wird. Ergänzt man zusätzlich eine solarthermische Anlage zur Heizungsunterstützung oder Warmwasserbereitung, sind die Einsparpotenziale noch höher. Würden alle veralteten Heizungen in Deutschland auf den Stand der Technik gebracht, ließen sich 13 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs einsparen.

Die Heizungsindustrie bietet für jeden Modernisierungsfall und auch für den Neubau eine ganze Reihe hocheffizienter Lösungen an. Die Produktpalette reicht von moderne Gas- oder Ölbrennwertanlagen über Wärmepumpen, Biomassekessel oder KWK-Anlagen. Ergänzt werden können diese Technologien mit einer solarthermischen Anlage. "Moderne Heizungsanlagen zeichnen sich dadurch aus, dass sie einerseits fossile Brennstoffe hocheffizient nutzen", so Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH). "Moderne Brennwerttechnik-Anlagen haben Wirkungsgrade von bis zu 98 Prozent. Das bedeutet, dass der eingesetzte Energieträger nahezu vollständig genutzt wird", so Lücke weiter. "Andererseits koppeln moderne Heizsysteme auch erneuerbare Energien ein, etwa durch Solarthermie oder Umweltwärme über eine Wärmepumpe".

Neben dem Trend der Hybridisierung, also der kombinierten Nutzung eines fossilen Energieträgers mit einem erneuerbaren Energieträger, hält die moderne Kommunikation auch Einzug in die Heizungsindustrie. So zeigten die namhaften deutschen Hersteller auf der diesjährigen Weltleitmesse ISH in Frankfurt IT-basierte Lösungen, die eine Steuerung des Heizsystems durch ein Smartphone oder mobiles Endgerät per App ermöglichen. Damit rückt die Heizung noch stärker in den Alltag der Verbraucher und verstärkt zudem das Bewusstsein für das Megathema Energieeffizienz.



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Schlagworte dieser Seite:

Energieeinsprung, Heizsysteme, Photovoltaik, Wärmepumpe

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