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Über den Gartenzaun: Die etwas andere Lösung

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Februar 2015 Von der schützenden Einfriedung zur schmucken Visitenkarte: Die Gestaltung der Grundstücksgrenze hat sich im Laufe der Jahrhunderte sehr verändert. Ganz abgesehen davon, dass Zäune mehr können, als das Eigentum von der Außenwelt zu trennen. Sie dienen der Unterteilung von Gartenbereichen oder als eine Art "Rückendeckung" für einen Sitzplatz.


Zäune verdanken ihre Existenz logischerweise der früheren Notwendigkeit, den Nutzgarten − oder gleich das ganze Dorf − von der Wildnis und vor Freveltätern abzugrenzen. Die Zweckmäßigkeit stand damals vor der Optik. Dünne Nadelholzäste oder Lärchen-, bzw. Eichenspelten (aus dem Stamm herausgespaltene Bretter) flocht man dafür mit dünnen Ästen an Querlatten. Eine Tradition, welche die Zeiten in Südtirol überdauerte. Mit der Lust auf Landhaus- und Bauerngärten kommt der Latten- bzw. Staketenzaun seit einigen Jahren zurück. Mit umgekehrten Vorzeichen: Heute steht eher das rustikale Flair im Vordergrund.

nach obenMit Zwischenraum, hindurchzuschaun

Für den Lattenzaun als gestalterisches Element spricht einiges. Er wirkt natürlich und leicht. Besonders, wenn er aus gewachsenen Ästen bzw. aus Spelten besteht. Obendrein lässt er Durchblicke zu. Damit schaffen Sie eindeutige Bereiche, ohne ein Gefühl der Enge zu erzeugen. Klar: Oft gibt es Anblicke, die man lieber draußen lässt. Doch bessere Aussichten, z. B. auf einen ansehnlichen Nachbargarten, Park oder ein idyllisches Dorfbild, können Sie mittels Lattenzaun einbeziehen. Quasi etwas aus Ihrer Umgebung "ausleihen", um das eigene Grundstück größer erscheinen zu lassen. Ähnliches gilt, wenn der Lattenzaun den hinteren Rand eines Platzes oder einer kuscheligen Ecke definiert.

nach obenAltehrwürdiges Modell im frischen Look

Anders als bei unseren Altvorderen können wir Lattenzaunelemente von der Rolle kaufen. Selber bauen ist jedoch kein Hexenwerk! Entweder verbinden Sie die Latten bzw. Stäbe oben und unten mit Schnur oder Draht (o.), oder Sie nageln Sie an Querlatten (u. l.). Eine weitere Variante zeigt der Bambuszaun im japanischen Stil (u. r.): Die Stäbe werden nicht genagelt, sondern gebunden. Um den Zaun zu stabilisieren, schlagen Sie alle ein bis anderthalb Meter einen Stützpfahl in den Boden. Bei einer Zaunhöhe von 80 cm sollten die Stützen 120 cm lang sein und 40 bis 50 cm tief eingeschlagen werden. Puristen mögen Lattenzäune wohl eher belassen, wie sie sind. Etwas Farbe setzt andererseit weitere gestalterische Akzente. Dezent in Ultramarinblau oder gedecktem Türkisgrün. Oder in auffälligem Bunt. Das bringt Fröhlichkeit − selbst in die doch recht lange, graue, kalte Jahreszeit!

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Gartenzaun, Gestaltung, Zaun
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