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Energie sparen: Weniger Verbrauch für Staubsauger in der EU

© Kärcher

November 2014 Seit dem 1. September 2014 dürfen neue Staubsauger nicht mehr als 1.600 Watt Leistung haben. Gleichzeitig müssen diese Geräte auch ein EU-Energielabel tragen, wie man es bisher schon von anderen Haushaltsgeräten wie Kühlschränken oder Waschmaschinen kennt. Ziel der neuen Verordnung ist es, im Haushalt Energie einzusparen und das möglichst ohne Komfortverlust.


Das neue Label nennt nicht nur die Energieeffizienzklasse. Mit Angaben zu Reinigungsleistung, Lautstärke, Reinheit der Abluft und zum durchschnittlichen Jahresenergieverbrauch werden detaillierte Zusatzinformationen gegeben. Dank der Kennzeichnung können alle neuen Modelle direkt miteinander verglichen werden − das schafft Transparenz für die Verbraucher.

Im Jahr 2017 werden die Vorgaben noch einmal verschärft. Dann wird die Leistungsaufnahme von Staubsaugern auf 900 Watt begrenzt. Deshalb muss aber künftig nicht länger gesaugt werden. Entscheidend ist die Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems. Dank der Verwendung sehr effizienter Motoren und durch Weiterentwicklungen am Gerät, beispielsweise an der Bodendüse, an Saugschläuchen und -rohren, wird der Wirkungsgrad erhöht. Die Reinigungsleistung bleibt gleich oder verbessert sich sogar.

Mit den Staubsaugern VC 6 und VC 6 Premium hat zum Beispiel der Hersteller Kärcher zwei neue Geräte der Energieeffizienzklasse A im Sortiment. Mit nur 600 Watt Leistung erfüllen sie schon heute die Kriterien für 2017. Sie verbrauchen nicht nur weniger Strom, sie sind auch leiser als ihre Vorgängermodelle und überzeugen mit guter Reinigungsleistung. Beide Sauger sind mit einem HEPA 12-Filter ausgestattet.

nach obenFragen & Antworten zu den neuen Staubsauger-Normen

Je mehr Watt ein Staubsauger hat, desto besser saugt er. So denken die meisten Verbraucher. Richtig ist, dass sich hohe Wattzahlen bemerkbar machen: auf der Stromrechnung. Bei der Saugleistung dagegen kommt die Stiftung Warentest zu einem anderen Ergebnis − und das bereits seit 1970. Wichtiger als Watt sind andere Faktoren. Beim jüngsten Staubsauger-Vergleich landete das sparsamste Gerät ganz vorne. Hier die häufigsten Verbraucherfragen zu den neuen Staubsaugern:

Muss ich jetzt länger staubsaugen?

Nein, mehr Zeit ist nicht notwendig. Hohe Wattzahlen allein garantieren noch keine hohe "Saugleistung". Entscheidend für die Reinigungsleistung ist die Konstruktion des gesamten Geräts von der Düse über die Führung des Luftstroms und die Filtertechnik bis hin zur Dichtigkeit des Gehäuses.

Wird mein Boden noch richtig sauber?

Die Chancen stehen bei den neuen Geräten sogar besser als bisher. Denn neben den Vorgaben zur Leistung gibt es weitere: Vorgeschrieben ist beispielsweise, wie viel Staub die Modelle mindestens aufnehmen müssen. Neue Staubsauger, die weniger Staub aufnehmen, dürfen nicht mehr verkauft werden.

Muss ich jetzt einen neuen Staubsauger kaufen?

Nein. Vorhandene Staubsauger dürfen weiter verwendet werden. Der vorzeitige Austausch eines Staubsaugers rechnet sich in den meisten Fällen nicht.

Wie viel Strom spare ich mit einem energiesparenden Staubsauger?

Ein besonders sparsamer Staubsauger mit wenig Watt sorgt laut EcoTopTen-Liste für Stromkosten von durchschnittlich 22 Euro pro Jahr. Ein vergleichbarer Bodenstaubsauger mit Beutel und hoher Wattzahl kommt durchschnittlich auf 44 Euro pro Jahr. Beim Neukauf eines Staubsaugers ist der Verbrauch dennoch ein wichtiges Kriterium. Denn bei einer Nutzungsdauer von sieben bis neun Jahren kommen einige Kilowattstunden zusammen.

Werden die neuen Staubsauger jetzt teurer?

Laut Hersteller und Branchenverbänden sind durch die neuen EU-Vorgaben keine höheren Preise zu erwarten.

Sind Staubsauger mit weniger Leistung leiser?

Tendenziell sind Staubsauger mit weniger Watt auch weniger laut. Dazu kommt, dass nicht nur die Staubsauger-Leistung durch die EU beschränkt wird. Ab September 2017 dürfen die neuen Geräte nur noch 80 Dezibel laut sein. Schon seit September 2014 ist auf dem Energielabel für Staubsauger die Lautstärke anzugeben.

Sind Staubsauger ohne Beutel besser?

Bei der Stiftung Warentest schneiden Staubsauger ohne Beutel überwiegend etwas schlechter ab; beim Saugen und auch bei der Gesamtnote. Für die schlechteren Gesamtnoten gibt es jedoch spezielle Gründe: Staubsauger ohne Beutel erzeugen oft einen unangenehmen hohen, singenden Ton. Entleeren und Auswaschen der Staubbox gelten als unhygienisch. Vorteil von Staubboxen ist jedoch, dass sie nach jedem einzelnen Saugvorgang geleert werden können. Das ist beispielsweise bei Hundehaaren sinnvoll, die sonst für unangenehme Gerüche sorgen können. Es kommt also auf den Verwendungszweck an.

Weitere Informationen: www.die-stromsparinitiative.de

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Dezibel, EU-Energielabel, Energieeffizienzklasse, Lautstärke, Saugleistung, Staubsauger, Staubsauger-Normen, Verbrauch

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