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Energie sparen: Zentrale Lüftungsanlage

September 2014 Will man Haus oder Wohnung sanieren muss ein ganzes Paket an Maßnahmen beachtet werden um sinnvoll Energie zu sparen. Diesmal beleuchten wir das Thema Lüftung.


Beispielhaft zeigt diese Darstellung, welche Luftkanäle für die Zu- und Abluft zu verlegen sind.
© Westaflex, Gütersloh
Beispielhaft zeigt diese Darstellung, welche Luftkanäle für die Zu- und Abluft zu verlegen sind.

Effizienz heißt das Zauberwort, das bei einer Baumaßnahme gerne benutzt wird. Meist konzentriert sich der Blick auf die Heizung und möglichst niedrige Verbrauchswerte. Doch für die Bewohner eines Hauses geht es auch darum, sich wohlzufühlen. Und die regelmäßige Frischluftzufuhr trägt wesentlich dazu bei. Für den Planer und Verarbeiter sind zusätzlich die Aspekte Feuchte- und Bautenschutz von Bedeutung. Allen Belangen gerecht wird eine leicht zu installierende Wohnungslüftung − nur Do-it-yourself ist hier nicht so sehr gefragt. Ein Fachmann oder ein Energieberater sollten sich den "Tatort" mit dem Hauseigentümer genau ansehen.

Sowohl bei Neubauten als auch Modernisierungen wird der gewerkeübergreifende Blick immer wichtiger. Dreht man an einer Stellschraube, etwa durch Dämmmaßnahmen, wirkt sich dies auf verschiedene andere Bereiche aus: Der Heizwärmebedarf wird geringer, der natürliche Luftwechsel durch Undichtigkeiten wird stark eingeschränkt. An dieser Stelle setzt die DIN 1946-6 an, die einen nutzerunabhängigen Feuchteschutz fordert. Der Installateur, der in eine solche Baumaßnahme involviert ist, sollte daher mit dem Bauherrn alle angrenzenden Maßnahmen durchsprechen. Gerade bei den heute gewünschten dichten Gebäudehüllen bringt der Fachmann das Thema Lüftung gerne ins Spiel. Denn er steht hier in der Pflicht und muss sich notfalls schriftlich bestätigen lassen, dass eine lüftungstechnische Maßnahme nicht vom Bauherrn gewünscht wird.

Das Zentralgerät enthält neben dem Wärmetauscher zwei Filter. Sie reinigen die ein- und ausströmende Luft, damit das System nicht verschmutzt wird.
© Westaflex, Gütersloh
Das Zentralgerät enthält neben dem Wärmetauscher zwei Filter. Sie reinigen die ein- und ausströmende Luft, damit das System nicht verschmutzt wird.

nach obenSysteme mit Vorteil

Besser ist es jedoch, die Vorteile eines Lüftungssystems darzulegen. Dies sind nicht nur die Pluspunkte Hygiene und Komfort, sondern auch die Wärmerückgewinnung, in der Regel durch einen Kreuzstromwärmetauscher. Er ermöglicht, dass die Energie für die Beheizung zu großen Teilen wieder genutzt werden kann. Das verbessert die Energiebilanz des Gebäudes und senkt den CO2-Ausstoß. Durch den regelmäßigen Austausch der Luft hat auch der Aspekt "gesund Leben" eine hohe Priorität, denn mit der Wohnungslüftung wird ein Schutz gegen feuchte Innenräume, Stockflecken und Schimmel erzielt. Nicht nur Allergiker wissen die unbelastete Luft zu schätzen, denn neben Pollen bleiben auch alle anderen kleinen Schmutzpartikel außen vor.

Zentrale Lüftungssysteme gibt es in verschiedenen Ausführungen. Im Neubau lässt sich ein Kanalsystem leicht unter dem Estrich integrieren. Die Auslässe werden je nach Kundenwunsch in Decke, Wand oder Boden montiert. Ein Zentralgerät, angepasst an die Wohnungsgröße, findet Platz im Keller, im Hauswirtschaftsraum oder auf dem Dachboden. Die Hersteller, wie beispielsweise Westaflex, bieten Beratung und Planungsunterstützung an, damit alle Komponenten sinnvoll platziert werden und gut aufeinander abgestimmt sind.

Die Komponenten des Triflex-Systems: Bei geschickter Planung können mit kurzen Wegen alle Räume angebunden werden.
© Westaflex, Gütersloh
Die Komponenten des Triflex-Systems: Bei geschickter Planung können mit kurzen Wegen alle Räume angebunden werden.

nach obenIm Neubau

Für den Installateur kommt es darauf an, zuverlässige Aussagen über die Technik und die Verarbeitung der Produkte zu erhalten. So ist es von Vorteil, wenn das zu einem Projekt gehörende Material als Komplettpaket auf die Baustelle geliefert wird. Dann kann die Installation Schritt für Schritt ausgeführt werden und alle Komponenten sind rasch zur Hand. Bei dem WAC-System von Westaflex werden für den Neubau Quadroflex-Rohre genutzt, die von der Rolle auf eine schalldämmende Unterlage verlegt und auf dem Rohboden befestigt werden. Luftverteilkästen, Auslasselemente mit Schutzkappen usw. werden ebenso schnell verarbeitet. Ist der Estrich eingebracht, sind die meisten Komponenten nicht mehr sichtbar.

Das Zentralgerät wird schwingungsgedämpft befestigt und mit flexiblem Rohr akustisch vom weiteren Luftverteilsystem entkoppelt. Durch den hohen Vorfertigungsgrad kann der Verarbeiter die Montage schnell bewältigen. Zur Fertigstellung werden die Luftein- und -auslässe installiert, das Zentralgerät angeschlossen und eine Inbetriebnahme mit einer Einweisung für den Betreiber durchgeführt. Die Inbetriebnahme wird von Westaflex als Service kostenpflichtig angeboten. Hierdurch verlängert sich die Gewährleistung um ein Jahr auf drei Jahre.

Simflex: Lüftungsanlagen für Bestandsbauten
© Westaflex, Gütersloh
Simflex: Lüftungsanlagen für Bestandsbauten
Simflex: Rohre
© Westaflex, Gütersloh
Simflex: Rohre
Simflex: Abgehängte Decke.
© Westaflex, Gütersloh
Simflex: Abgehängte Decke.
Slimflex für die Nachrüstung: Die extrem flachen Kanäle lassen sich leicht hinter einer abgehängten Decke verstecken.
© Westaflex, Gütersloh
Slimflex für die Nachrüstung: Die extrem flachen Kanäle lassen sich leicht hinter einer abgehängten Decke verstecken.

nach obenBei Bestandsbauten

Ein leichtes Triflex-Element wird mit Kleber versehen und in die Ecke zwischen Wand und Decke eingefügt.
© Westaflex, Gütersloh
Ein leichtes Triflex-Element wird mit Kleber versehen und in die Ecke zwischen Wand und Decke eingefügt.
Die Vorarbeit − Planung einer Lüftung im Bestand − gestaltet sich etwas anders, denn der Installateur setzt sich dabei verstärkt mit den örtlichen Gegebenheiten auseinander. Der erste Schritt besteht darin, mit dem Bauherrn zu besprechen, auf welche Weise die Räume angebunden werden und wo das Zentralgerät platziert wird. Daraus ergeben sich dann unter anderem die Leitungsverläufe sowie die Öffnungen für Außenund Fortluft. Dabei sollten die Wege möglichst kurz bleiben.

Beim Hersteller Wertaflex gibt es beispielsweise zwei Systeme für die Nachrüstung. Beide zeichnen sich durch eine leichte Handhabung und unkomplizierte Installation aus. Slimflex basiert auf flachen Kanälen aus Aluminium, die unter der Decke montiert werden und die sich später hinter einer Verkleidung mit Paneelen oder Rigipsplatten verstecken lassen. Bei einer üblichen Raumhöhe von etwa 250 cm oder mehr fällt die Bauhöhe von 3 cm kaum ins Gewicht. Die Luftverteilkästen und die Schalldämpfer werden in der Regel im Flur hinter einer abgehängten Decke installiert, wobei nur rund 7 cm an Höhe benötigt werden. Die Umlenkstücke sitzen am Ende eines Kanals und nehmen nach der Fertigstellung die Luftdurchlässe bzw. die Designblenden auf. Sie sind das einzig sichtbare Element der Lüftung im Raum und setzen einen besonderen Akzent.

Das zweite System heißt Triflex und wird als Blickfang in den Raumecken zwischen Decke und Wand befestigt. Die dreieckigen Kanäle aus EPS-Material werden für die Zuluft in allen Wohnräumen genutzt. Sie lassen sich spachteln und streichen und wirken dann wie ein Gestaltungselement. Die Abluftbereiche sind in der Regel kleinere Räume, wo ein Lufteinlass oberhalb der Tür ausreichend ist. Hier erfolgt die Anbindung mit Quadroflexrohren. Meist ergibt sich der Zugang vom Flur hinter einer abgehängten Decke, sodass das Abluftventil über der Tür montiert werden kann.

nach obenKfW-Förderung für die kontrollierte Wohnungslüftung

Die kontrollierte Wohnungslüftung hat sich als fester Bestandteil bei energetischen Sanierungen etabliert. Deshalb hat die KfW auch eine Förderung für Lüftungsanlagen im Programm. Experte Alexander Neumann erklärt, wann Hausbesitzer einen Kredit oder Zuschuss beantragen können:

Im Rahmen des KfW-Programms "Energieeffizient Sanieren" ist die kontrollierte Wohnungslüftung für Ein- und Zweifamilienhäuser, die vor dem 1. Januar 1995 fertig gestellt wurden, als Einzelmaßnahme förderfähig. Hauseigentümer haben dabei die Wahl zwischen einem zinsgünstigen Darlehen und einem Investitionskostenzuschuss. Dieser Zuschuss beträgt zehn Prozent der Sanierungskosten, maximal 5.000 Euro pro Wohneinheit. Förderfähig sind zentrale, dezentrale oder raumweise Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, bedarfsgeregelte Abluftsysteme sowie Kompaktgeräte mit Luft-/Luft-Wärmeüberträger und Abluftwärmepumpe.



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Einbau, Energie, Energieberater, KfW, Lüftung, Lüftungsanlage, Modernisierung, Umluft, Wohnungslüftung, energetischen Sanierungen, energiesparen

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