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Die Zukunft hat schon begonnen

Brennstoffzellen-Anlage
© Viessmann
Brennstoffzellen-Anlage

August 2014 Spätestens seit den Rakentenflügen zum Mond, hat die Brennstoffzellen-Technik bewiesen, was sie alles kann. Ohne diese neue Technologie wären diese nicht möglich gewesen. Zugegeben bestehen einige Unterschiede von einer Rakete zu einer Heizung oder auch zu einem Brennstoffzellen-Auto. Aber die Technik ist vielseitig.


Ende Juni 2014 hat der japanische Autobauer Toyota angekündigt, dass er sein Brennstoffzellen-Auto FCV ab April 2015 in Japan zum Preis von umgerechnet 50.000 Euro anbieten wird. Automobil-Insider sind sich sicher, dass der Preis von Toyota nicht zur Kostendeckung reichen wird. Fachleute sehen einen realistischen Preis bei 70.000 Euro. Aber vielleicht gelingt dem japanischen Hersteller mit dem FCV ein Coup wie einst beim Hybridwagen Prius 1997. Damals war die Konkurrenz gelangweilt und winkte ab. Und bis heute hat Toyota über sechs Millionen Prius gebaut. Sollte Toyota damit wieder die europäische Konkurrenz auf die Plätze verweisen?

Die Energieversorgung der Zukunft ist vernetzt. Regenerative Energien wie Biogas werden so aufbereitet, dass sie problemlos gespeichert und transportiert werden können. Brennstoffzellen nutzen diese vorhandene Infrastruktur, indem sie den im Erdgas oder Bio-Erdgas enthaltenen Wasserstoff für die gekoppelte Wärme- und Stromproduktion verwenden.
Aber zurück nach Deutschland, zur großen Herausforderung der Energiewende: zur Brennstoffzellen-Heizung. Hier ist die deutsche Industrie mit der Brennstoffzellen-Heizung ein Vorreiter. Das Callux Versuchs-Programm (wir berichteten in 3/2013) an dem die Heizungshersteller alle teilnehmen, ist fast abgeschlossen. Die ersten drei Hersteller bieten die serienmäßige neue Heizungs- Technologie bereits an. Ein Grund mehr noch einmal über den Stand der Technik zu berichten.

Die Energiewende ist eine Kraftanstrengung, die auf allen Ebenen der deutschen Gesellschaft stattfindet, so auch in der Hausenergieversorgung. Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) spielt dabei eine wichtige Rolle: Bis zum Jahr 2020 soll der KWK-Anteil an der Stromerzeugung in Deutschland 25 Prozent betragen. Mit der neuen Technologie der Mikro-KWK-Anlagen auf Brennstoffzellenbasis werden Hauseigentümer zum Betreiber ihres eigenen kleinen Kraftwerks. Die Anlagen liefern neben Wärme auch Strom für den Eigenverbrauch. Überschüssiger Strom lässt sich gegen eine Vergütung ins Stromnetz einspeisen und mehrere Brennstoffzellen können sich sogar zu virtuellen Kraftwerken zusammenschalten. Für Energieversorger, die zum Beispiel derartige Anlagen mittels Contracting betreiben, bietet dies den Vorteil, dass sich die Stromnetze stabilisieren und zusätzliche Stromkapazitäten abrufen lassen. Vor dem Hintergrund einer Energieversorgung, die zunehmend von regenerativen Energieerzeugern mit schwankenden Energieerträgen geprägt ist, sind dezentrale KWK-Anlagen eine notwendige Ergänzung.

Mittels Fernsteuerung lassen sich viele Brennstoffzellen durch Informationstechnologien zu virtuellen Kraftwerken vernetzen und liefern so flexibel zusätzlichen Strom. Für die Energiewirtschaft ist in diesem Zusammenhang das Contracting von Bedeutung: Die Brennstoffzellen werden komplett vom Energieversorger betrieben und dem Hauseigentümer im Rahmen einer Dienstleistung zur Verfügung gestellt.
Darüber hinaus nutzen Brennstoffzellen bereits heute regenerativ erzeugtes Erdgas, das beispielsweise aus Biogas- oder Elektrolyseanlagen stammt, die aus überschüssigem Windstrom Wasserstoff produzieren (Power- to-gas). Dieser wird, direkt oder mit Kohlenstoff zu synthetischem Methan vermischt, in den gigantischen Speicher des Erdgasnetzes eingespeist. Auf diese Weise "arbeiten" Brennstoffzellen in doppelter Hinsicht für die Energiewende: als Nutzer regenerativ erzeugter Energie und als hocheffizienter, dezentraler Produzent von Wärme und Strom.

Je nach Witterungslage und auch Marktangebot entscheidet der Energieversorger, welche Energieerzeuger wie einzusetzen sind, was sehr viel Erfahrung erfordert. Der Energieversorger muss zum Beispiel reagieren, wenn witterungsbedingt wenig Strom aus Wind- und Photovoltaikparks zur Verfügung steht, aber trotzdem Strom nachgefragt wird. Hier kommen Brennstoffzellengeräte ins Spiel, die verlässliche, zusätzliche Stromkapazitäten zur Verfügung stellen.

Die Brennstoffzelle - Heiztechnik der Zukunft
So funktioniert die Technik der Brennstoffzellen-Heizung
Mit dem Smartphone dimmt man das Licht für den entspannten Fernsehabend vom Sofa aus, ohne dafür nochmals aufstehen zu müssen.
Vernetztes Haus: Smart leben, komfortabel wohnen / Seite 3
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Schlagworte dieser Seite:

Bio-Erdgas, Brennstoffzellen-Technik, Dienstleistung, Energieversorger, Energieversorgung, Energiewende, Erdgas, Fernsteuerung, Infrastruktur, Photovoltaikpark, Wasserstoff

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