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Wiederentdeckte Gartenkunst

Juli 2014 Auch wenn sich im Norden Deutschlands die Gärten nicht so üppig präsentieren wie in südlichen Gefilden, so gibt es doch auch hier einige besonders ­schöne ­Exemplare. Dazu gehört der aus dem jahrzehnte­langen Dornröschenschlaf erweckte Reformgarten von Harry Maasz. Er ist in der Mitte von Schleswig-Holstein zu finden, im beschaulichen Neumünster.


Harry Maasz-Brunen
© Marianne Obst
Harry Maasz-Brunen

Einem enthusiastischen Stifter-Ehepaar ist es zu verdanken, dass dieses gärtnerische Kleinod von 20-jährigem Wildwuchs befreit und sehr behutsam in einen Park mit moderner Kunst eingefügt wurde. Im Gerisch-Skulpturenpark gehen jetzt Alt und Neu eine gelungene Symbiose ein.

Handkolorierter Entwurf von H. Maasz.
© Landesarchiv
Handkolorierter Entwurf von H. Maasz.
Der historische Garten ­wurde 1926 von dem norddeutschen Gartenarchitekten Harry Maasz (1880-1946) für eine Verlegerfamilie angelegt, die im damaligen Villenbezirk ein Haus mit großem, zu einem idyllischen Flüsschen hin abfallendem Gelände gekauft hatte. Maasz' Philosophie bestand nicht darin, einen isolierten Garten zu schaffen, sondern er wollte ihn mit dem Wohnhaus und der vorgefundenen Landschaft harmonisch verbinden. Innen- und Außenräume sollten in­einander übergehen. Zu seiner gärtnerischen Gestaltung gehörten Beete mit Stauden und Büschen in kräftigen Farben, bepflanzte Trockensteinmauern, rahmende Baumalleen oder Baumgruppen, Teiche, Plattenwege, Glaswände als Schutz oder Raumteiler und sich öffnende grüne Räume. In diesem Garten nutzte er den Höhenunterschied zwischen Villa und Flussniederung mit einer Terrassierung aus Natursteinen, einem typischen Merkmal der Reformgärten. Bei jedem neuen Auftrag erstellte Maasz eine Bestandsaufnahme und zeichnete einen sorgfältigen Entwurf. Beides ist noch vorhanden und erleichterte die Restaurierung. Zu seiner Zeit war Harry Maasz sehr populär und sehr gefragt. Er entwarf rund 1.000 Gärten und Außenanlagen, die meisten in Norddeutschland, da er in Lübeck ein Büro hatte, aber auch im übrigen Deutschland und im Ausland, speziell in Spanien. Die Idee des Reformgartens war, diesen wie ein Haus in einzelne Räume mit unterschiedlichen Funktionen zu gliedern.

Das Ehepaar Gerisch hat seinen fast drei Hektar großen Park mit den modernen Skulpturen seit 2007 öffentlich gemacht und so einem breiten Publikum einen wunderbaren Natur- und Kunstgenuss ermöglicht.

Pilzskulptur von Carsten Höller
© Marianne Obst
Pilzskulptur von Carsten Höller

Info:

Herbert-Gerisch-Stiftung
Brachenfelder Straße 69, 24536 Neumünster, Tel.: 0 43 21 5 55 12-0

Öffnungszeiten
ganzjährig, Mittwoch − Sonntag 11 bis 18 Uhr, April − September am Wochenende bis 19 Uhr, Eintritt 6 EUR

Café Harry Maasz
Eintritt frei Öffnungszeiten wie im Skulpturenpark Aktuelles wie besondere Ausstellungen unter www.gerisch-stiftung.de

Matthias Hirtreiter: Figurengruppe auf einem Floß
© Marianne Obst
Matthias Hirtreiter: Figurengruppe auf einem Floß

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Gartenkunst, Gärten, Kunst, Kunstwerk, Skulpturenpark

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