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Rasenpflege: übers Mulchen

Mai 2014 Mulchen gilt als zeitsparende und bequeme Methode der Rasenpflege. Als besonders positiv bewerten Freizeitgärtner, dass kein Grasschnitt mehr zu entsorgen ist.


Meist werden Mäher oder Rasentraktoren mittels Mulchkit oder einfach nur mit einem Stopfen im Auswurfkanal zum Mulchen umgerüstet. Eventuell muss aber auch ein spezielles Messer eingebaut werden, das in der Lage ist, hochgewirbeltes Rasenschnittgut mehrfach klein zu schneiden.
© Wolf-Garten
Meist werden Mäher oder Rasentraktoren mittels Mulchkit oder einfach nur mit einem Stopfen im Auswurfkanal zum Mulchen umgerüstet. Eventuell muss aber auch ein spezielles Messer eingebaut werden, das in der Lage ist, hochgewirbeltes Rasenschnittgut mehrfach klein zu schneiden.

nach obenWas ist Mulchen?

Beim Mulchmähen verbleibt das Schnittgut auf der Rasenfläche und wird durch Bodenorganismen mineralisiert. Die enthaltenen Nährstoffe werden dann den Gräsern wieder als Nahrung zur Verfügung gestellt. Zudem erspart Mulchen auch die oft aufwändige Entsorgung des Schnittgutes. Für das erfolgreiche Mulchen benötigt man einen geeigneten Mulchmäher und die richtigen äußeren Bedingungen:

  • der Rasen sollte möglichst trocken sein
  • das Schnittgut darf nicht zu lang sein, es muss etwas häufiger als üblich gemäht werden (zweimal pro Woche in der Hauptwachstumszeit)
  • das Schnittgut darf nicht verklumpen und muss gleichmäßig auf der Fläche verteilt sein
  • das Schnittgut muss mineralisiert werden und darf sich nicht an der Bodenoberfläche als undurchlässige, schmierige Schicht (Filz) anreichern
  • bei feuchtem Rasen oder wenn das kleingehäckselte Schnittgut an den Schuhen kleben bleibt, ist es besser, das Schnittgut aufzusammeln.

Auch die Mähroboter, wie wir sie in der letzten Ausgabe im großen Test hatten, funktionieren nach dem Mulchprinzip. Durch den täglichen Schnitt fällt nur eine sehr geringe Menge an Mähgut an.

Zudem ist es sehr fein und rieselt schnell in die Narbe ein. Hier spielt feuchtes Wetter keine Rolle mehr.



Verschiedene Mäher wie beispielsweise der neue Izy von Honda können mit einem einfachen "Dreh" vom Gras-Sammeln auf Mulchen umgestellt werden.
© Honda
Verschiedene Mäher wie beispielsweise der neue Izy von Honda können mit einem einfachen "Dreh" vom Gras-Sammeln auf Mulchen umgestellt werden.
Geräte von Wolf-Garten können mit einem einfachen "Dreh" vom Gras-Sammeln auf Mulchen umgestellt werden - teils auch in verschiedenen Zwischeneinstellungen - sodass ein Teil des Schnittgutes gesammelt und der andere Teil gemulcht wird.
© Wolf-Garten
Geräte von Wolf-Garten können mit einem einfachen "Dreh" vom Gras-Sammeln auf Mulchen umgestellt werden - teils auch in verschiedenen Zwischeneinstellungen - sodass ein Teil des Schnittgutes gesammelt und der andere Teil gemulcht wird.


Mai 2014 Mulchen gilt als zeitsparende und bequeme Methode der Rasenpflege. Als besonders positiv bewerten Freizeitgärtner, dass kein Grasschnitt mehr zu entsorgen ist.


Darüber hinaus werden die Wirksamkeit der natürlichen Gründüngung und ihr Effekt auf die Rasengesundheit diskutiert. Mulch-Kritiker haben vor allem zwei Bedenken: Die Rasenfläche könnte durch die Schnittgut- Rückführung verfilzen und das Leben im Boden unter dem Rasenfeinschnitt ersticken.

Da es bislang zu den vorgenannten Kritikpunkten keine fundierten Aussagen gab, führte die Universität für Bodenkultur Wien im Auftrag des Gartengeräteherstellers Viking eine Untersuchung durch, die sehr positive Ergebnisse für das Mulchen ergab. Dabei beobachtete man über mehrere Jahre zwei große, nebeneinanderliegende Rasenflächen, die mit verschiedenen Varianten des Grasaufsammelns und Mulchens gepflegt wurden.

Einige Aussagen dieser Studie stellen wir Ihnen hier vor, zeigen sie doch, dass mit dieser "Mähtechnik" verminderter Arbeitsaufwand und "Wohlbefinden des Rasens" gewonnen werden kann.
  1. Das Gesamterscheinungsbild der Rasenfläche nach dem Mulch-Mähen schnitt deutlich besser ab als das mit Schnittgut-Sammlung gepflegte. Das Fazit daraus: Regelmäßiges Mulch-Mähen fördert ein schönes Rasenbild rund ums Jahr.
  2. Düngung: Rasenflächen mit Schnittgut-Sammlung müssen regelmäßig gedüngt werden − dabei kommt vor allem Stickstoff zum Einsatz. Ohne regelmäßige Düngung weist der Rasen Lücken auf, verunkrautet und vermoost. Der Rasen ist weniger belastbar, weil er sich schlecht regenerieren kann Mit der Mulch-Gründüngung erhält der Rasen alle notwendigen Nährstoffe, in optimaler Zusammensetzung. Diese natürliche Düngung verläuft gleichmäßiger als mit einem Langzeitdünger: Statt drei bis vier Düngemittel- Gaben pro Jahr bekommt der Rasen beim Mulch-Mähen etwa 20 kleine Gaben natürlichen Düngers. Das Motto beim Mulchen lautet: mäßig, aber regelmäßig. Mit der Mulch-Düngung lässt sich also auch Geld sparen.
  3. Umweltaspekte: Mulch-Mähen hat eine hohe Umweltrelevanz, weil das Schnittgut und damit alle darin enthaltenen Nährstoffe dort bleiben, wo sie entnommen werden.
  4. Verunkrautung: Ein gut mit Nährstoffen versorgter Rasen verhindert, dass sich "Rasenunkräuter" ansiedeln und ausbreiten können. Auch der Moosbildung wird damit vorgebeugt. Das immer wieder angeführte Argument, Mulch- Mähen würde die Filzbildung verstärken, bestätigte sich im Forschungsprojekt nicht. Im Gegenteil: Auf der Vergleichsfläche mit Schnittgut-Sammlung baute sich durch die Grasartenveränderung Rasenfilz auf.
  5. Mähzeit-Bilanz: Gepflegte Rasenflächen im Hausgarten müssen etwa 17 Mal im Jahr mit anschließender Schnittgut-Sammlung gemäht werden. Beim Mulch-Mähen sind durchschnittlich rund 21 Mähgänge pro Jahr nötig. Die Zeitersparnis beim Mulch-Mähen pro Mähgang beträgt dennoch gut 20 Prozent. Das liegt daran, dass der Fangkorb nicht mehr geleert werden muss. Trotz etwas häufigerer Mäh- Intervalle beim Mulch- Mähen spart der Gärtner im Vergleich zur Schnittgut-Sammlung also Zeit und Kraft.

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Schlagworte dieser Seite:

Bodenorganismen, Düngung, Entsorgung, Filz, Grasschnitt, Gründüngung, Hauptwachstumszeit, Moosbildung, Mulchen, Mähroboter, Nährstoff, Rasengesundheit, Rasenpflege, Umweltaspekte, Zeitersparnis

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