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Auf den Rahmen kommt es an: Fenster, oder der gute Durchblick!

April 2014 Wenn Sie einen Schreiner nach den besten Fenstern fragen, wird er Ihnen immer ein Holzfenster empfehlen. Auf die gleiche Frage bekommen Sie von einem Kunstoffhersteller die Antwort: Kunststofffenster. Metallfenster, heißt die Antwort von einem Metallbauer. Aber wo liegt die Wahrheit? Wir versuchen Ihnen bei dieser philosophischen Frage einige Argumente zu liefern. Die Entscheidung müssen Sie ganz alleine treffen. Fragen Sie sich erst einmal, für welches Objekt sie eingesetzt werden sollen und welche Ansprüche Sie haben − nicht zuletzt kommt es auch auf den Preis an.


So schön kann Fenstergestaltung mit Holz sein. (Ein Altenheim in Mannheim)
© Erich Schillinge GmbH
So schön kann Fenstergestaltung mit Holz sein. (Ein Altenheim in Mannheim)

nach obenHolzfenster

Eine Messung von Temperaturverläufen in Fenstern mit unterschiedensten Rahmenmaterialien zeigt, dass Holz eine hervorragende Dämmwirkung hat. Für Passivhäuser gibt es inzwischen verschiedenste Fenstersysteme, die als reines Holzfenster oder auch in Kombination mit Kork oder Holzfaserstoffen Dämmwerte unter 0,80 W/(m²K) erzielen. Die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) werden mit Holzfenstern bereits seit Jahren erfüllt.

Fenster streichen

"Muss ich Holzfenster streichen?", lautet eine oft gestellte Frage. Bei den heutigen Oberflächenverfahren sind diese Bedenken nahezu unbedeutend. Durch sorgfältige Imprägnierung und Grundierung wird Holz vor Pilzen, Schimmel und Schädlingsbefall geschützt. Die vielfach in Spritztechnik aufgetragene offenporige, feuchtigkeitsregulierende und atmungsaktive Dickschichtlasur, die Zusätze wie Farbpigmente gegen UV-Strahlung enthält, sorgt für einen lebenslangen Holzschutz (60 bis 70 Jahre) und gute klimatische Eigenschaften.

Pflege

Moderne Holzfenster erfordern nicht mehr Aufwand als andere Fenster.

Im Trend liegen Konstruktionen mit schmaleren Rahmen. Dadurch kommen deutlich mehr Licht und Wärme ins Haus. Innovative Verbundtechniken machen es möglich, dass zum Beispiel eine Drei-Scheiben-Isolierverglasung so mit dem Flügelrahmen verbunden wird, dass das Holz nur auf der Innenseite sichtbar ist. Verschwindet auch noch der Blendrahmen im Mauerwerk, ist von außen lediglich die pflegeleichte Glasfront zu sehen. Andere Konstruktionen schützen die Fensterrahmen auf der Außenseite mit einer Aluminiumschale. Ein Nachstreichen der Holzrahmen ist hier auch nicht mehr nötig.

Denkmalschutz

© Kömmerling
Weil der Eindruck von historischen Gebäuden wesentlich von seinen Fenstern bestimmt wird, sollten Bauherren auch die möglichst originalgetreuen Materialien verwenden, raten Denkmalschützer. Das sind in der Regel Holzfenster. Immer wieder wenden sich Denkmalpfleger gegen die "schleichende Verunstaltung durch Kunststofffenster", wie es Jan Nikolaus Viebrock vom Landesamt für Denkmalpflege in Hessen in einem Bericht für die Denkmal-Zeitschrift "Monumente" nennt. In verschiedenen Urteilen stellten Gerichte fest, dass die verwendeten Baustoffe den historischen Materialien entsprechen müssen. PVC-Fenster können diese Kriterien eines historischen Holzfensters nicht erfüllen. Denkmalpfleger raten deshalb, sich ausführlich beraten zu lassen.

Flächenversetztes Holzfenster mit Alu-Schutz
© proholzfenster.de
Flächenversetztes Holzfenster mit Alu-Schutz

nach obenHolz/Alu-Fenster

Die Kombination der Materialien hat sich seit Jahrzehnten bewährt. Es gibt eine Vielzahl ausgeklügelter Systeme, die die Vorteile beider Materialen kombinieren: optimaler Schallschutz, perfekte Wärmedämmung, hohe Sicherheit, einzigartige Dichtigkeit. Dabei sind diese Produkte nahezu wartungsfrei!

Wie eine zweite Haut sitzt außen das Aluminium vor dem Holzrahmen und bildet so Schutz gegen Witterungseinflüsse. Holz/Alu-Fenster sind auf lange Zeit absolut dicht und trotzen jedem Wetter mit höchster Schlagregensicherheit. Gegen Temperaturschwankungen sind sie quasi resistent. Diese Wetterfestigkeit verhindert auch Schäden als Folge von Unwettern.

Außen bestechen sie durch die Klarheit des unverwüstlichen Metalls, innen verbreitet das Holz Behaglichkeit. Hier ergänzen sich die ästhetischen Grundelemente Holz und Metall. Sie können perfekt in jede Fassade integriert werden und lassen sich bestens mit anderen Baumaterialien kombinieren.

nach obenFenster aus Kunststoff

Weiße Kunststoff-Fenster sind die preiswerteste Variante, deren Einsatz bei kleinen Elementen im privaten Bereich oder mit eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten bei Mietwohnungen oder Wohnungsbaugesellschaften erfolgt. Durch gestalterische Varianten, wie Sprossen im Glaszwischenraum (glassteilend oder aufgesetzt), lassen sich die Kunststoff-Fenster optisch aufwerten. Werden Kunststoff-Fenster bei einem alten Mauerwerk montiert, ist ein gutes Lüftungsverhalten Voraussetzung, um Schimmelpilze und Kondenswasserbildung an den Wänden durch die nicht ausreichend gedämmten Mauerwerke zu vermeiden.

Sicherheit bieten Holz- und Kunststoff-Fenster gleichermaßen. Es ist auf hochwertige Marken-Dreh-Kipp-Beschläge mit Flügelheber und Fehlbedienungssperre zu achten.

Folierte Kunststoffoberflächen (meist wird die Holzstruktur imitiert) kosten heute annähernd so viel wie Holzfenster. Bedenken Sie bitte, dass sich dunkle Oberflächen der Kunststoff-Fenster durch die Sonneneinstrahlung bis zu 70 Grad aufheizen können. Große Fensterflügel reagieren auf diese hohen Temperaturen besonders anfällig, da sich durch das schwere Glas die Flügel absenken können. Dieses Problem besteht bei fast allen Kunststoff-Fenstersystemen, da das innenliegende Metall in den Ecken nicht miteinander verbunden ist.

nach obenMetallfenster

Stahlfenster werden heute wegen der hohen Wärmeleitfähigkeit und des hohen Eigengewichtes des Materials im Hochbau kaum mehr verwendet. Man findet sie häufig in der Industriearchitektur des letzten Jahrhunderts. Oft stellen Stahlfenster heute einen Spezialfall bei der Sanierung oder Revitalisierung solcher Altsubstanz dar. Beliebte Lösungen sind dabei der komplette Austausch der Stahlfensterelemente oder die thermische Verbesserung durch eine zusätzliche Fensterebene zu einem Doppel- oder Kastenfensterelement.

Rundes Fenster: Farblicher Akzent mit Alu-Abdeckung
© proholzfenster/Erich Schillinger GmbH
Rundes Fenster: Farblicher Akzent mit Alu-Abdeckung

nach obenAluminiumfenster

Aluminium als Material für Fensterrahmen kann in einer großen Farben- und Formenvielfalt beim Hausbau Verwendung finden. Für viele Bauherren ist besonders die zusammenhängende Ansicht der großen Flächen der Alufenster ein wesentlicher Faktor für die Wahl dieses Fensters (Fassadenkonstruktionen).

Die früher durchaus vorhandenen Schwächen in der Wärmedämmung sind heute durch Mithilfe modernster Technik bei Aluminiumfenstern fast nicht mehr festzustellen. Bedingt durch eine thermische Trennung der Aluminiumprofile mittels isolierender Kunststoffstege haben Alufenster beim Fensterbau heute gegenüber den anderen Werkstoffen keine Nachteile.

Aluminiumfenster verfügen über eine hohe Eigenfestigkeit des Bauwerkstoffs, was den Einsatz von Alufenstern beim Hausbau dort begünstigt, wo eine hohe Beanspruchung gegeben ist und trotzdem Stabilität und lange Lebensdauer gewünscht werden.

Die Kombination von Aluminium und Kunststoff wird heute vermehrt für den Fensterbau eingesetzt. Die Vereinigung der Vorzüge der beiden Fenstermaterialien erlaubt eine neue Vielfalt bei der Fenstergestaltung.

nach obenU-Wert

Wie viel Energie spart ein Fenster? Kann man die Leistung vergleichen? Man kann: Der U-Wert, der die Dämmwirkung bestimmt, ist der Vergleichswert dazu.

Wer sich für neue Fenster entscheidet, sollte nicht allein auf das Design achten. Ebenso wichtig ist die Dämmung. Sie entscheidet, wie viel Heizenergie und Kosten gespart werden. Um die Dämmwirkung zu berechnen und zu vergleichen, gibt es den Uw-Wert (w steht für window/Fenster). Mit diesem Wert wird die Wärmeenergiemenge bestimmt, die von innen nach außen verloren geht.

Dabei werden drei Zonen berücksichtigt: der Glasbereich (Ug), der Rahmen (Uf) und der Übergangabereich zwischen Glas und Rahmen (psi). Gemessen wird in Watt je Quadratmeter und Kelvin − als Formel ausgedrückt: W/m²K. Je niedriger der U-Wert, umso besser die Dämmung.

Einfachglas U-Wert5,8 W/m²K
Isolierglas z. B. Mehrfachverglasung U-Wert3,0 W/m²K
Wärmeschutzglas U-Wert1,1 W/m²K
Spezial- und Passivhausgläser U-Wertunter 1 W/m²K

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