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Langzeit-Rasenrobotertest − Alles ist gut

Langzeit-Rasenrobotertest
© Eckermeier, Manfred
Langzeit-Rasenrobotertest

April 2014 Als wir 2001 das erste Mal über Rasenroboter berichteten, waren die automatischen Helfer noch eine Sensation, von der der gemeine Rasenbesitzer noch nicht einmal zu träumen wagte. Drei Jahre später, nach dem ersten großen Test, stand fest: Rasenmähen braucht nie mehr eine Ihrer Wochenend-Aufgaben zu sein! Und ich habe meine Meinung nicht mehr ändern müssen. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Geräten und deshalb war es wieder mal an der Zeit, einige unter die Lupe zu nehmen. Denn an der Mäherfront gibt es viel Neues, vor allem was Komfort und Bequemlichkeit angeht.


Zwölf Roboter haben wir eine Saison lang unter die Lupe genommen. Dabei gingen unsere Tester äußerst subjektiv vor. Denn jeder hat andere Grundstücke und andere Einstellungen zu "seinem" Gerät. So ist es möglich, dass baugleiche Geräte unterschiedliche Bewertungen für gleiche Leistungen bekamen. Doch eines sei vorweg genommen: Alle getesteten Geräte ermöglichen jeden Tag einen perfekt gemähten Rasen. Und das spiegelt sich in einer durch die Bank positiven Beurteilung wider.

nach obenAlle gut

Die Ergebnisse nach Schulnoten differieren gerade mal um 0,8 Punkte und alle Geräte haben mit "gut" abgeschnitten. Deshalb ist es auch schwierig, besondere Empfehlungen abzugeben. Jedes Gerät hat seine bestimmten Eigenheiten, die es beim Kaufentscheid mit den eigenen Grundstücksgegebenheiten in Einklang zu bringen gilt. Leider hat der potenzielle Nutzer kaum Gelegenheit, unterschiedliche Geräte auf seinem Gelände ausgiebig zu testen. In der Regel bieten sowohl der Fachhandel als auch die großen Baumärkte und Gartencenter nur die Rasenroboter eines Herstellers an. Einzig die Tiefe der Beratung ist unterschiedlich. Kennt sich der so genannte "Motorist" aufgrund seiner Ausbildung meist gut mit der Technik aus, steht in den großen Märkten selten geschultes Personal zur Verfügung. Das ist aber notwendig, wenn man als Erstkäufer noch nicht mit der Materie vertraut ist.

© Eckermeier, Manfred

nach obenAbgrenzung

Es fängt bereits mit dem Verlegen des Begrenzungsdrahtes an. Der ist notwendig, damit der Roboter weiß, wo er hin darf und wo nicht. Mit ihm grenzt man das Gelände ab. Das Kabel wird mittels mitgelieferter Klammern auf oder in der Erde befestigt. Der Abstand zur Rasengrenze oder zu Büschen, Beeten oder Teichen muss, je nach Gerätetyp, unterschiedlich angelegt werden. Denn das eine Gerät fährt beim Mähen des Randes mittig auf dem Kabel, das andere seitlich. Beide Verfahren sind grundsätzlich gut. Es gibt aber auch Problemzonen, bei denen man schon intensiv überlegen sollte, wie man die Grenzen definiert. Zum Beispiel enge Durchfahrten bei komplexen Grundstücken können zum Problem werden.

nach obenFachmann gefragt

Hier ist die Assistenz des Fachmannes durchaus sinnvoll. Viele dieser Experten bieten das Verlegen des Kabels als kostenpflichtige Serviceleistung mit an. Und auf deren Erfahrung sollten sie bauen. Denn Sie machen das nur ein einziges Mal, während der Fachmann durch seine vielen Einsätze mit der Thematik vertraut ist. Außerdem haben die Fachhändler Geräte, mit denen Sie das Gelände automatisch schlitzen und das Kabel versenken können.

Das Verlegen der Begrenzungskabel erfordert eine sorgfältige Planung. Vor allem der Anschluss der Ladestationen ist, je nach Hersteller, höchst unterschiedlich. Das eigentliche Verlegen ist im Verhältnis zur Lebenserwartung eines Roboters, höchst gering und abhängig von der Rasengröße.
© Eckermeier, Manfred
Das Verlegen der Begrenzungskabel erfordert eine sorgfältige Planung. Vor allem der Anschluss der Ladestationen ist, je nach Hersteller, höchst unterschiedlich. Das eigentliche Verlegen ist im Verhältnis zur Lebenserwartung eines Roboters, höchst gering und abhängig von der Rasengröße.

nach obenInstallation

Grundsätzlich ist aber das Verlegen des Kabels keine Kunst. Auch Ungeübte schaffen ein 1.000 m² großen Gelände innerhalb eines Vormittags zu verkabeln. Dennoch ist es nicht jedermanns Sache, stundenlang auf Knien das Grundstück zu erkunden. Sinnvoll ist es, sich vorher einen Plan zu machen und das Kabel grob auszulegen. Dabei erkennt man auch schnell die Problemzonen. Grob fixiert fahren die meisten Geräte nach Ende der Programmierung die Schleife ab und meckern, wenn ihnen ein Radius oder die Nähe zu einem Hindernis nicht gefällt. Da muss man dann ein wenig tüfteln.

nach obenLeistung

Schon bei der Auswahl des Gerätes sollten Sie auf die Herstellerangaben zur Mähleistung achten. Zwar haben alle Geräte noch etwas "Luft nach oben". Dennoch ist eine Untermotorisierung oder geringere Akkuleistung nicht förderlich. Ihr kleiner Helfer sollte sich nicht unnötig mühen müssen. Wichtig bei der Entscheidung ist nicht mehr die Art des Ladens. Alle Geräte finden selbstständig ihren Weg zur Ladestation.

Darauf müssen Sie achten: Dinge wie diese Rollliege, die der Roboter unterfahren kann, sollten nicht im Weg stehen.
© Eckermeier, Manfred
Darauf müssen Sie achten: Dinge wie diese Rollliege, die der Roboter unterfahren kann, sollten nicht im Weg stehen.
© Eckermeier, Manfred

nach obenOrientierung

Einige Geräte benötigen eine gewisse Zeit, um sich auf dem Grundstück zu orientieren. Sie fahren tagelang scheinbar völlig sinnfrei über das Gelände. Schließlich haben Sie aber alle benötigten Daten ermittelt, um von da an systematisch das Gelände zu bearbeiten. Besondere Erwähnung sollte hier der Husqvarna Automower 330 X finden. Sein GPS-Modul erfasst die Fläche des Gartens innerhalb des Begrenzungskabels. Somit registriert er genau, welche Flächen schon gemäht wurden und passt sein Mähmuster dementsprechend an − für ein gleiches und hervorragendes Mähergebnis.

© Eckermeier, Manfred

nach obenProgrammieren

Das Programmieren der Roboter ist unterschiedlich zu beurteilen. Zwar haben alle Geräte eine Menüführung, die Basiseinstellungen sind aber vielfältig und deshalb ist der geübte Fachmann im Vorteil. Denn manche Geräte haben eine Fülle von Einstellmöglichkeiten, die zwar sinnvoll sind, aber dem Laien durchaus Kopfschmerzen bereiten können. Zum Beispiel wenn es darum geht, verschiedene Startzonen zu definieren. Manche Grundstücke sind nicht nur groß, sondern auch verwinkelt. Und dann kommt der Roboter mit der Grundeinstellung nicht überall hin. Um trotzdem ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen, ist es möglich, dem Roboter unterschiedliche Startzonen einzuprogrammieren. Da fährt er dann zu einer vorgegebenen Zeit von alleine hin und beginnt erst einmal dort, den Rasen zu kürzen.

© Eckermeier, Manfred
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© Eckermeier, Manfred

nach obenLärmfrei

Maulwürfe sind nicht begeistert von den ständigen Vibrationen und verziehen sich lieber in roboterfreie Anwesen. Solche Vibrationen machen dem Menschen weniger zu schaffen, dafür aber Geräusche. Und da ist die Entwicklung sehr weit fortgeschritten. Geräuschpegel von weniger als 60 dB (A) sind mittlerweile möglich. Das entspricht dem Pegel eines Fernsehers mit Zimmerlautstärke. Die Notwendigkeit des Mähens ist auch hier wieder abhängig von den Grundstücksverhältnissen. Einige unserer Tester hatten die Geräte nur tageweise in Betrieb, andere ließen sie auch an Sonntagen laufen. Störend waren sie selten.

nach obenWitterung

Der Mähbedarf ist natürlich auch abhängig vom Wetter. Manche Geräte passen mittlerweile ihre Mähzeit dem Rasenwachstum an und reduzieren sie automatisch. Andere fahren bei Regen von alleine in ihre Station und warten ab, bis sich das Nass verzogen hat. Dadurch soll das feuchte Schnittgut nicht unter dem Gerät festkleben. In dem Zusammenhang: Achten Sie bei Ihrer Kaufentscheidung auf den Unterboden. Eine glatte Bodenfläche ist besser zu reinigen und somit von Vorteil.

nach obenSchneiden

Im Roboterboden sind auch die Schneidsysteme untergebracht. Es gibt Modelle mit rasiermesserähnlichen Klingen und kleinen Schnittbreiten und andere mit großen Messern wie bei herkömmlichen Rasenmähern. Jeder Hersteller preist sein System als vorteilhaft an. Wir sind der Meinung, dass alle zum gleichen Ergebnis kommen: einem optimalen Rasenteppich. Das wird durch das kontinuierliche Schneiden erreicht. Und da spielt aus unserer Sicht die Messerbreite keine Rolle.

nach obenSchnitt-Entsorgung

Keines der Geräte ließ beim Mähergebnis wirklich Wünsche offen. Die batteriebetriebenen Maschinen schneiden das Schnittgut fein und blasen es nahezu unsichtbar in den Rasen zurück. So muss nichts mehr auf der Mülldeponie entsorgt werden. Gerade in Städten ein großes Problem. Das ständige, wenige Abmähen hat einen sehr positiven Einfluss auf das Gras und sein Wachstum. Dies führt zusätzlich zum langsamen Verschwinden von Moos auf Ihrem Rasen und er erhält dadurch eine wunderschöne, teppichähnliche Struktur.

© Eckermeier, Manfred

nach obenScharf muss es sein

Nur die Schärfe ist wichtig. Deshalb sollten Sie die Messer oder Schneide mehrmals in der Saison überprüfen und bei Bedarf nachschärfen oder austauschen. Das ist bei den meisten Geräten überhaupt nicht kompliziert. Und wenn Sie es nicht selber hinbekommen, packen Sie das Gerät einfach in den Kofferraum und fahren damit zu Ihrem Händler.

nach obenFazit

Rasenmähen braucht nie mehr eine Ihrer Wochenend-Aufgaben zu sein! Alle getesten Geräte sind einfach gesagt komplett selbststätige Rasenroboter. Sie mähen von ganz alleine und garantieren ein ständig schönes Schnittbild. Sie sind umweltfreundlich und effektiv, ihr Energieverbrauch ist sehr gering und sie sind völlig abgasfrei. Und alle arbeiten sehr leise. Das freut dann auch den Nachbarn. Und noch eines: Rasenroboter können eine sehr gute Lösung sein, wenn Sie an Grasallergien leiden, da Sie beim Mähen nicht mehr dabei sein müssen.

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Alles dabei - das sollte bei einem" Gartenmarkt-Roboter" auch sein: Ausreichend Draht und Erdnägel.
Roboschafe, immer wieder Roboschafe
Der Gardena an der Ladestation.
Zuwachs bei den Robo-Schafen
Bild 1: Der Sileno life von Gardena liefert streifenfreie und gleichmäßige Ergebnisse, auch bei einer Steigung bis zu 30 Prozent.
Intelligent! Rasenroboter im Vergleich

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Diesen Artikel kommentieren (1)

1
|
30. September 2014

Michael

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe Ihren Rasenrobotertest mit großem Interesse gelesen. Leider konnte ich ihrem Test weder die Anschaffungskosten noch den Energieverbrauch entnehmen. Ist ein herkömmlicher Rasenschnitt mit einem Elektrorassenmäher günstiger? Ich denke das könnte auch andere Interessenten interessieren. Trotzdem fand ich Ihren Test informative!
Mit freundlichen Grüßen
Ein Unentschlossener

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