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Statt Wärme-Dämm-Verbund-System: Innendämmung, aber richtig

Deckendämmung
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Deckendämmung

Februar 2014 Die Dämmung von Innenräumen kann in bestimmten Situationen eine gute Alternative zur außenseitigen Ausführung darstellen. Unser Experte Georg Kolbe, Leiter Produktmarketing eines großen Baustoffherstellers, gibt einen Überblick über verschiedene Möglichkeiten der Innendämmung.


Beim Wärmeschutz von Gebäuden ist eine Außendämmung in bauphysikalischer Hinsicht zu bevorzugen. Jedoch gibt es immer wieder Fälle, bei denen diese Ausführungsvariante nicht zum Einsatz kommen kann, etwa bei denkmalgeschützten Fassaden, Grenzbebauungen oder Teilmodernisierungen. Hier bildet die Innendämmung eine leistungsfähige Alternative.

Viele Bauherren, Planer und Verarbeiter betrachten die Innendämmung noch immer mit einer gewissen Skepsis. Häufig wird beispielsweise davor gewarnt, dass sich der Taupunkt in die Wand verlagert und sich dadurch schädliche Feuchtigkeit – wie Tauwasser oder Kondensat – im Wandaufbau sammeln kann. Auch ein hoher Raumverlust, mangelnde Befestigungsmöglichkeiten an der gedämmten Wand, gravierende Wärmebrücken oder die Schwierigkeiten beim Anschluss von Bauteilen gelten als Nachteile einer Wärmedämmung von innen. Neben der Befürchtung, keine gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) ausreichende Dämmung erzielen zu können, ist auch der Mangel an Fachkompetenz auf dem Gebiet der Innendämmung ein häufig geäußertes Argument gegen entsprechende Dämm-Maßnahmen.

Auf moderne Innendämmsysteme treffen die gängigen Vorbehalte längst nicht mehr zu. Dennoch halten sie sich hartnäckig. Tatsache ist, dass eine Innendämmung in der Regel technisch noch anspruchsvoller ist als eine Außendämmung. Daher sollten Innendämmsysteme immer unter Begleitung eines fachkundigen Planers bzw. Verarbeiters ausgeführt werden. Wird eine Innendämmung fachgerecht ausgeführt, gibt es bauphysikalisch keinerlei Bedenken.

Werden Innendämm-Maßnahmen vorgenommen, so ist das Primärziel dabei in vielen Fällen eine Erhöhung der Oberflächentemperatur, was eine höhere thermische Behaglichkeit und die Senkung des Schimmelpilzrisikos mit sich bringt. Die Erfüllung der EnEV steht (auch wenn dies obligatorisch wäre) oft nicht im Fokus.



nach obenBauphysik

Um zu verstehen, was sich in einer gedämmten Außenwand abspielt, kann man die gleiche Wand unter drei verschiedenen Randbedingungen betrachten: Eine innen angebrachte Wärmedämmung verändert die Temperaturverhältnisse in der Wand in hohem Maße. Es kommt zu größeren Temperaturschwankungen und im Winter ist die Temperatur der Wand deutlich kälter. Damit einhergehend ändern sich auch die Feuchteverhältnisse. Die Temperatur im Wandquerschnitt sinkt soweit, dass eindiffundierender Wasserdampf kondensieren kann (Tauwasserbildung). Dazu kommt, dass die Austrocknung der Wand nach Regenfällen langsamer vonstattengeht, da von innen keine Wärme mehr geliefert wird. Somit kommt dem ausreichenden Schlagregenschutz der Außenfassade eine hohe Bedeutung zu. Dieser muss vor allem bei Westfassaden überprüft werden. Falls Zweifel bestehen, sollten Zusatzmaßnahmen wie zum Beispiel das Aufbringen eines Anstrichsystems ergriffen werden.

Oberflächentemperatur: Außen- und Innendämmung im Vergleich
© Saint-Gobain Weber
Oberflächentemperatur: Außen- und Innendämmung im Vergleich

nach obenUnterschiedliche Systeme

Man kann Innendämmsysteme nach ihrer Funktionsweise oder nach ihrem Systemaufbau unterscheiden. Hier eine Übersicht:

Kapillaraktive, diffusionsoffene Systeme

Bei diffusionsoffenen Systemen ist sowohl der Dämmstoff als auch die Endbeschichtung wasserdampfdurchlässig. Die Durchlässigkeit ist so eingestellt, dass eine bestimmte Menge Wasserdampf in die Konstruktion eindiffundieren kann. Dies führt in der Winterperiode zu einer höheren Porenluftfeuchte im Übergang: Dämmplatte – Kleber – alte Wand. Durch geeignete Dämmstoffe und/oder Kleber wird dieses Wasser in Form von höherer Porenluftfeuchte hier sozusagen geparkt, bis es in der wärmeren Periode wieder nach innen in den Raum verdunsten kann. Man spricht bei diesen Vorgängen von einem Feuchtemanagement. Die Systeme sind so eingestellt, dass im Sommer mehr Feuchtigkeit verdunstet als im Winter anfallen kann.

Diffusionsbremsende Systeme

Bei diesen Systemen wird über dichtere Endbeschichtungen oder Dämmplatten relativ wenig Wasserdampf in die Konstruktion gelassen. Diese Systeme stehen bauphysikalisch zwischen den diffusionsoffenen Systemen und denen mit zusätzlicher Dampfbremse. Sie sind anwendungssicherer als übliche Konstruktionen mit klassischer, einfacher Dampfbremse, da sie noch eine Rücktrocknung von Feuchte aus der Konstruktion ermöglichen.

Systeme mit zusätzlicher Dampfbremse

Bei diesen Systemen handelt es sich im Grunde genommen um einen Klassiker in Ständerkonstruktion. Als Dämmstoff kommt meist diffusionsoffene Mineralwolle zum Einsatz, die in einer Holz- oder Metallständerkonstruktion eingebaut wird. Auf die Dämmung wird eine Dampfbremse angebracht, die verhindert, dass Wasserdampf in die Konstruktion eindringt. Somit kommt es auch nicht zu einem Tauwasserausfall. Allerdings ist das alte Standardsystem mit einer herkömmlichen Dampfbremse nicht zu empfehlen, weil dadurch die Rücktrocknung (zum Beispiel von eingedrungenem Schlagregen oder von Feuchtigkeit, die durch Fehlstellen bei der Ausführung eindringen kann) erheblich behindert wird. Moderne Systeme nutzen eine feuchteadaptive Dampfbremse. Diese hat einen feuchteabhängigen Wasserdampfdiffusionswiderstand. Im Winter befindet sich die Dampfbremse im Bereich der trockenen Heizungsluft mit einer relativen Luftfeuchte von etwa 40 Prozent. Bei dieser Feuchte ist der Diffusionswiderstand hoch. Dadurch dringt wenig Feuchte in die Konstruktion. Im Sommer bei relativen Luftfeuchten von 60 bis 65 Prozent hat die gleiche Folie einen wesentlich geringeren Diffusionswiderstand, sodass die Rücktrocknung nach innen kaum behindert wird.

nach obenInnendämmsysteme

Hier eine Übersicht über den Aufbau:

Innendämmsystem: Putzbeschichtung
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Innendämmsystem: Putzbeschichtung

1. Verbundkonstruktionen mit angeklebten Dämmstoffplatten und Putzbeschichtung

Diese Systeme sind in ihrem Aufbau vergleichbar zu den bekannten Wärmedämmverbundsystemen (WDVS). Die Dämmplatten werden je nach Typ und bauphysikalischer Erfordernis vollflächig oder teilflächig auf den Untergrund geklebt und gegebenenfalls zusätzlich gedübelt. Diffusionsoffene Dämmplatten erfordern eine vollflächige Verklebung. Auf die Dämmschicht wird ein Armierungsputz mit eingebettetem Glasfasergewebe aufgebracht. Anschließend erfolgt eine Endbeschichtung mit einem mineralischen Putz.

2. Verbundplatten-Systeme

Bei Verbundplatten-Systeme werden die Einzelkomponenten nicht komplett auf der Baustelle zusammengestellt. Stattdessen verwendet man werkseitig hergestellte Verbundplatten aus Dämmstoff und aufkaschierter Bauplatte (zum Beispiel Gipskarton oder Gipsfaser). Auch diese Dämmplatten werden mit einem Klebemörtel zumindest teilflächig auf die Wand geklebt und verspachtelt, bevor die Endbeschichtung aufgebracht werden kann. Besonders erwähnt seien noch High-End-Systeme auf Basis von Vakuum-Isolationspaneelen (VIP). Diese verfügen über die zurzeit im Baubereich geringstmögliche Wärmeleitfähigkeit von 0,007 W/mK. Aufgrund der sehr schlanken Konstruktionen sind Vakuum-Systeme besonders dort geeignet, wo nur wenig Platz zur Verfügung steht.

3. Ständerkonstruktionen

Bei diesem bewährten Klassiker zur Innendämmung, den wohl jeder kennt, wird in ein Metall- oder Holzständerwerk Mineralwolle als gut anpassbarer Dämmstoff eingesetzt. Vor allem beim Metallständerwerk wird der Dämmstoff in zwei Lagen verlegt, um Wärmebrücken durch das Ständerwerk zu minimieren. Dabei wird das Ständerwerk vor eine auf der Wand angebrachte Dämmschicht gesetzt. Anschließend wird mit Gipskarton- oder Gipsfaserplatten beplankt.

4. Dämmputzsysteme

In den Auflistungen von Innendämmsystemen wird das seit Jahrzehnten bewährte Dämmputzsystem oft vernachlässigt. Dämmputze sind mineralische, zementär gebundene Mörtel, die einen sehr hohen Anteil an kleinen Polystyrol-Kügelchen enthalten. So kann die Rohdichte sehr weit gesenkt werden, wodurch eine geringe Wärmeleitfähigkeit erreicht wird. Der große Vorteil von Dämmputzsystemen liegt darin, dass eine absolut lückenlose Dämmschicht hergestellt werden kann, die jegliche Konvektion sicher unterbindet. Sie werden vor allem bei Komplettsanierungen von älteren und/oder denkmalgeschützten Gebäuden eingesetzt, bei denen größere Untergrundunebenheiten ausgeglichen werden müssen, da sie in sehr variabler Schichtdicke aufgebracht werden können.

nach obenWahl des richtigen Systems

Um entsprechend den individuellen Anforderungen für ein Gebäude oder auch nur einen Raum das optimale System zu finden, sollte man folgende Aspekte bedenken:

Wärmeschutz

Die Wärmeleitfähigkeiten der Dämmstoffe variieren in einem breiten Bereich. Steht der höchstmögliche Wärmeschutz im Vordergrund, so reduziert sich automatisch die Auswahl. Hilfreich ist die Betrachtung der Gesamtdicke der Systeme bei gleichem u-Wert.

Feuchtelast

Nicht jedes System eignet sich gleichermaßen für alle Anwendungsfälle. So sind zum Beispiel diffusionsoffene Systeme in Räumen mit hoher Feuchtebelastung (wie Badezimmer oder Wellnessbereiche) nicht die bevorzugte Lösung. Bei zu hoher Feuchtigkeit im Raum kann unter Umständen kein Gleichgewicht zwischen ein- und ausdiffundierender Feuchtigkeit im System hergestellt werden.

Brand- und Schallschutz

Ebenso eignen sich nicht alle Dämmplatten für die Erfüllung von höheren Brand- oder Schallschutzanforderungen. Hier haben Systeme mit Mineralwolle-Dämmstoffen in der Regel Vorteile.

Befestigungsmöglichkeiten

Leichtere Lasten von einigen Kilogramm wie beispielsweise Bilder können problemlos bei allen Systemen befestigt werden. Für verputzte Verbundsysteme stehen beispielsweise die aus dem WDVS-Bereich bekannten Dämmstoffdübel zur Verfügung. Schwerere Lasten können mit speziellen stabilen Dämmstoffplatten, die beim Verlegen anstelle des normalen Dämmstoffes schon eingebaut werden, befestigt werden.

nach obenACHTUNG!

Wenn auch inzwischen viele moderne Systeme zur Innendämmung auf dem Markt sind – eine Fassadendämmung von innen bleibt anspruchsvoll in der Ausführung. Denn jedes Haus ist anders, die Innendämmung muss genau auf die bauliche Situation zugeschnitten werden, pauschale Lösungen gibt es nicht. Deshalb rät der Energieberater, die Innendämmung von einem Fachmann anbringen zu lassen. Denn ist die Dämmung nicht fachgerecht montiert, drohen Feuchteschäden und Schimmel.

Zu staatlichen Förderungsmitteln berät Sie auch Ihr ausführendes Fachunternehmen.

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Gr?ne Wand von Verticalgreendesign UG 2016
Strahlendes Äußeres - Seite 3
In diesem Beispiel mit dem System von Intermo
Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) - Holzfaserdämmstoff
Dämmen mit nachwachsenden Rohstoffen

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