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Ihr Trinkwasser − Ihre Gesundheit

Januar 2014 Die Themen Trinkwasser und Legionellen sind in aller Munde, Medienberichte machen in regelmäßigen Abständen darauf aufmerksam. Aber nehmen die Fälle von Keimen im Trinkwasser tatsächlich zu oder ist das mediale Interesse deshalb so groß, weil es seit Ende 2012 verschärfte Vorschriften gibt? Und welche Techniken eignen sich überhaupt zur Keimbekämpfung? Dipl.-Ing. Andreas Martin vom Unternehmen Crenano, das sich unter anderem mit Technologien zur Beeinflussung von Bakterien beschäftigt, gibt Antworten.


© I. Uhl
Es ist unbestritten, dass die verschiedenen Risikofaktoren für eine Erkrankung durch Keime im Trinkwasser zunehmen: Die Bevölkerung Deutschlands wird immer älter und damit krankheitsanfälliger, viele Wasserleitungen sind veraltet und Keime (z. B. Pseudomonaden/ multiresistente Krankenhauskeime) werden immer resistenter. Kalk, Rost und Wasserhähne, die selten benutzt werden, begünstigen zusätzlich das Wachstum von Mikroorganismen. Auch wenn Eigentümer eines Eigenheims nicht von der Trinkwasserverordnung betroffen sind, sollten sie das Thema nicht einfach abtun – es geht schließlich um die eigene Gesundheit.

nach obenTrinkwasser prüfen

Es ist nicht ungewöhnlich, dass man Mikroorganismen im Trinkwasser findet – 100.000 Zellen pro 100 ml und mehr. Diese Mikroorganismen bilden so genannte Biofilme, sozusagen mikrobielle Lebensgemeinschaften. Gefährlich für die Gesundheit wird es dann, wenn sich zu viele für den Menschen ungesunde Mikroorganismen angesammelt haben. Dann sollte man handeln!

So wie man regelmäßig eine Blutuntersuchung macht, die einem Aufschluss über die eigene Gesundheit gibt, so sollte man als Eigenheimbesitzer von Zeit zu Zeit auch das eigene Trinkwasser auf seine Inhaltsstoffe untersuchen lassen.

Bemerkenswert ist, dass es zwar klare Vorgaben gibt, was bei zu viel Keimen im Trinkwasser zu tun ist, gleichzeitig aber belegen aktuelle Forschungen, dass Desinfektionsmaßnahmen keine Lösung auf Dauer sind und die Haustechnik sogar Schaden nehmen kann, was rasch hohe Kosten zur Folge hat.

nach obenDesinfektion

Es gibt die chemische Desinfektion, z. B. mit Chlor, und die thermische Desinfektion mit idealerweise 70 °C Wassertemperatur. Alle Desinfektionsmethoden töten Bakterien ab, obwohl immer wieder festgestellt wird, dass Bakterien Resistenzen beispielsweise gegen chemische Mittel bilden oder die auch immer vorhandenen Biofilme die Bakterien schützen.

Aber mit der Desinfektion von Trinkwasserleitungen vermeidet man nicht, dass dadurch viele tote Mikroorganismen in die Hausinstallation gespült und damit sämtliche überlebenden Keime in den Leitungen mit organischen Nährstoffen versorgt werden. Außerdem wird der weitere Nachschub an lebenden Bakterien und Viren auch nicht dauerhaft verhindert, da eine Desinfektion nur zeitweise erfolgen sollte.

Legionellen auf dem Filter
© Fa. Seccua
Legionellen auf dem Filter

nach obenDauerhafte Lösung

Den Zustrom von Mikroorganismen sowie ungelösten Trübstoffen in die Hausleitungen und die damit verbundene organische Nährstoffversorgung lässt sich dauerhaft nur mit einer hermetischen Barriere, also einem entsprechenden Filter am Hausanschluss vermeiden. So kommen keine neuen Krankheitserreger ins Haus, die bestehenden Keime in den Wasserleitungen hungert man sozusagen aus. Kombiniert mit einem Aktivkohlefilter entfernt man damit auch gelöste Stoffe wie Pestizide oder Arzneimittelrückstände aus dem Wasser.

Die Ultrafiltrationstechnologie hat ihre Zuverlässigkeit bei der Entfernung von Krankheitserregern seit Jahren bewiesen. Durch die kleinsten Filterporen (s. kleines Bild) werden selbst Viren, kleiner als Bakterien und Parasiten, sowie ungelöste Trübstoffe und Rotfärbungen in einem einzigen Schritt entfernt.

Wichtig ist aber, dass keine zusätzlichen Nährstoffquellen (z. B. gelöstes Phosphat, Nitrat) im Wasser bzw. organische Nährstoffe durch das Material der Wasserleitung zur Verfügung gestellt werden. Darüber gibt eine Wasserprobe einen ersten Aufschluss.

Im Vergleich zu Filterlösungen an jeder Armatur ist ein zentraler Filter am Hauswasseranschluss um vieles günstiger und wesentlich effektiver.

nach obenWeitere Informationen

Die Crenano GmbH arbeitet in der Forschung zu Bakterien in industriellen Prozessen und Wasser, liefert aber auch Produktlösungen.

Sie interessieren sich für weitere technische Informationen zur effizienten Wirkungsweise in der Praxis und an Erkenntnissen aus der aktuellen Forschung? Dann schicken Sie uns eine E-Mail: info@crenano.com .

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Schlagworte dieser Seite:

Armatur, Desinfektion, Erkrankung, Keime, Krankenhauskeime, Legionellen, Mikroorganismen, Nitrat, Phosphat, Trinkwasser

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