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Schutz vor dem Wasser: Technische Hilfen von Pumpen bis Schotts

August 2013 In ganz Deutschland herrschte im Juni Ausnahmezustand. Besonders im Norden, in Sachsen-Anhalt und in Bayern traten Flüsse über die Ufer und überschwemmten das ganze Land. In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hingegen wurde das Hochwasser durch plötzliche Starkregenfälle ausgelöst.


In Zeiten des Klimawandels spielt die Frage nach der Sicherheit der eigenen vier Wände eine große Rolle. Wie zuverlässig das Gebäude im Katastrophenfall für den persönlichen Schutz seiner Bewohner sorgt, hängt unter anderem von der Bauweise ab. Eigentümer von Massivbauten sind hier gut beraten, denn das robuste Mauerwerk widersteht den immer häufiger auftretenden, starken Unwettern und trotzt Orkanböen, Gewitter, Hagel und selbst Hochwasser besonders gut.
© Massiv Mein Haus
In Zeiten des Klimawandels spielt die Frage nach der Sicherheit der eigenen vier Wände eine große Rolle. Wie zuverlässig das Gebäude im Katastrophenfall für den persönlichen Schutz seiner Bewohner sorgt, hängt unter anderem von der Bauweise ab. Eigentümer von Massivbauten sind hier gut beraten, denn das robuste Mauerwerk widersteht den immer häufiger auftretenden, starken Unwettern und trotzt Orkanböen, Gewitter, Hagel und selbst Hochwasser besonders gut.

Mehr als 19.000 Bundeswehrsoldaten und Reservisten sowie 70.000 Feuerwehrleute waren seit dem 3. Juni im Einsatz, um den Opfern der Flut helfend zur Seite zu stehen. Sowohl präventive Hilfe mit der Unterstützung und dem Ausbau von Dämmen, dem Dichten von Wohnhaustüren und der Evakuation einiger Dörfer und Stadtteile wurde geleistet, als auch Hilfe beim Restaurieren des Schadens. Auch die Bundesregierung sicherte den Flutopfern Unterstützung in Höhe von acht Milliarden Euro zu. Denn die Wassermassen übertretender Flüsse und Starkregen haben verheerende Schäden verursacht. Zwar haben auch die Bundesverkehrswege Schaden davon getragen, und die Deutsche Bahn hat durch Hochwasserschäden und Zugausfälle einen geschätzten dreistelligen Millionenbetrag verloren, doch noch schlimmer hat es die Privathaushalte getroffen.

Ganze Straßen standen meterhoch unter Wasser, wodurch Häuser beschädigt, Keller vollgelaufen und hohe Sachschäden entstanden sind. Viele Menschen haben ihr zu Hause mit allem Hab und Gut verloren.

Doch kann man sein Haus überhaupt vor diesen Naturgewalten schützen?

Ja, das kann man – wenn auch in Grenzen. Gerade, wenn man in überschwemmungsgefährdeten Gebieten lebt, wie in der Nähe von Flüssen, sollte man über dauerhafte Investitionen in den Schutz seines Hauses nachdenken.



nach obenDas Wasser vom Haus weg lenken

Auch wenn man nicht in der Nähe eines Gewässers lebt, kann der Keller schnell unter Wasser stehen. Der Grund: Starkregen bei Unwettern. Ein kleiner Versickerungs-Test zeigt, wie schnell sich das Wasser auf Ihrem Grundstück sammelt und nicht mehr abfließen oder versickern kann. Denn Wasser, das abfließen kann, wird sich zwangsläufig irgendwann den Weg in Ihr Haus suchen. Für diesen Test müssen Sie diesen Zustand "in Klein" simulieren. Graben Sie dazu ein Loch der Maße 50 × 50 × 50 cm und füllen Sie es wiederholt zwei Stunden lang mit Wasser auf, um den Boden mit Wasser zu sättigen. Füllen Sie dann 30 cm Wasser auf. Nach 10 Minuten wieder mit einem Messzylinder bis zur 30-cm-Markierung nachfüllen. Wiederholen Sie diesen Schritt mindestens drei Mal. Mussten Sie weniger als 1,5 Liter nach 10 Minuten nachfüllen, haben Sie es mit einem sehr gering versickerungsfähigen Boden zu tun. Ab 3 Liter nach 10 Minuten ist Ihr Boden sehr gut versickerungsfähig.

Drainage-Set von Jung Pumpen
© Jung Pumpen
Drainage-Set von Jung Pumpen

Haben Sie es mit einem weniger gut oder sehr gering versickerungsfähigen Boden zu tun, sollten Sie eine Bodendrainage zur Entwässerung anlegen. Sie soll unterirdisches Wasser zum Schutz vor Schäden an Kellerwand- oder Boden vom Gebäude ableiten, indem das versickernde Wasser in Gebäudenähe gesammelt und durch das Drainagerohr gezielt abgeleitet wird. So steht im Ernstfall weniger Wasser auf ihrem Grundstück und weniger Feuchtigkeit zieht in das Bauwerk. Kann die Übergabe des Wassers anschließend aber nicht über ein natürliches Gefälle sichergestellt werden, muss eine Pumpe eingebaut werden. Lassen Sie die Drainage am besten von einem Fachmann anlegen, oder greifen Sie auf fertige Drainagesets, wie beispielsweise von "Jung Pumpen" zurück.


Zusätzlich zu einer Bodendrainage können auch Entwässerungsrinnen verlegt werden, wie von "ACO". Diese bestehen aus Polymerbeton oder Kunststoff und leiten das Wasser bei einem Gefälle zusätzlich vom Haus weg.

Entwässerungsrinne
© ACO
Entwässerungsrinne

nach obenUnterirdische Sicherung ihres Hauses

Rückstauautomaten Staufix FKA von Kessel
© Kessel
Rückstauautomaten Staufix FKA von Kessel
Eine weitere dauerhafte Maßnahme zum Schutz vor Wassermassen im Haus ist der Einbau einer Rückschlagklappe, wie dem Rückstauautomaten Staufix FKA von Kessel. Eine Rückschlagarmatur lässt die Strömung einer Flüssigkeit in nur eine Richtung zu. Eine Rückschlagklappe wird am Anschluss des Hauses an die Kanalisation angebracht und verhindert, dass Schmutzwasser aus der Kanalisation in die hausinternen Abwasserrohre läuft, wenn der Kanal durch Hochwasser zu voll wird.

Sollte der Abwasserkanal höher als die Entwässerungstelle liegen, empfiehlt sich zudem eine Pumpstation, beispielsweise von Jung Pumpen. Diese pumpt Abwasser auf die Höhe der Entwässerungsstelle, sodass es problemlos abfließen kann.

Wenn sich also die Waschmaschine oder ähnliche abwasserproduzierende Geräte im Keller befinden, brauchen sie wahrscheinlich eine Pumpe oder Hebeanlage, da der Keller oft unterhalb des Kanalanschlusses liegt.

nach obenGebäudeöffnungen dauerhaft schützen

Wasserdichtes Kellerfenster mit Lüftungsöffnung.
© ClearShott
Wasserdichtes Kellerfenster mit Lüftungsöffnung.
Gerade in überschwemmungsgefährdeten Gebieten sollten Fenster und Türen gegen wasserdichte Exemplare, wie beispielsweise von "Rank Wasserschutzsysteme" oder "WHS Hochwasserschutzsysteme", gewechselt werden. Als Alternative für einen Austausch gibt es auch Systeme, die fest vor Kellerfenster montiert werden, wie das System von ClearShott. Diese Hochwasserschutzlösung ist durchsichtig und wird vor die Kellerfenster montiert. Durch die Lüftungsöffnung, die nur im Notfall geschlossen wird, kommt immer frische Luft in die Kellerräume.

Mit einem Schott abgesicherte Außentüre.
© Aqua-Stop
Mit einem Schott abgesicherte Außentüre.
Zur Vermeidung einer Überschwemmung in Ihrem Keller, gibt es außerdem fest einzubauende Starkregen-Schotts, wie den automatischen SR Schott von AQUA-STOP. Dieser wird im Kellerabgang eingebaut und bleibt geöffnet. Sobald die intelligente Steuerung des Schotts einen ansteigenden Wasserpegel registriert, schließt die Klappe automatisch wasserdicht und hält den Keller trocken.

nach obenAbsenkbare Barriere

Hub-Schott der Firma RS Stepanek
© RS Stepanek
Hub-Schott der Firma RS Stepanek
Vollautomatischen Hochwasserschutz bietet die Firma RS Stepanek mit ihrem "Hub-Schott", einer vertikal absenkbaren Barriere, die in Garagentoren oder ähnlichen Situationen eingebaut wird und ebenfalls Sensoren zur Gefahrenerkennung enthält. Es fährt im Gegensatz zum Rollschott bei steigendem Wasserpegel nicht hoch, sondern nach unten.

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Abwasserkanal, Drainage, Entwässerungstelle, Hochwasser, Hochwasserschutz, Keller, Naturgewalten, Opfern der Flut, Pumpstation, Rückschlagklappe, Rückstauautomaten, Starkregen-Schotts, Wassermassen, Überschwemmung

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