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Roboterschafe − Welcher Roboter passt zu wem?

Mai 2013 Mit Robotern ist es wie mit Menschen: Ohne Sorgfalt bei der Partnerwahl kein dauerhaftes Glück. Optik ist dabei nicht alles. Denn was nützen flotte Form und feine Applikationen, wenn es im täglichen Umgang nicht harmoniert. Gerade bei Robotern sollte prüfen, wer sich ewig bindet. Nicht jedes technische Konzept passt auch zu jedem Einsatzzweck. Was dem Besitzer eines sportplatzgroßen Rasenfeldes recht und billig ist, mag einer Vorgarteneignerin lieb sein – doch womöglich ist er ihr zu teuer. Und ein Schneidsystem, dass auf kleinen Flächen zu Hochform aufläuft, kommt im hügeligen Areal leicht unters Messer.


Welcher Roboter passt zu wem?
© Eckermeier, Manfred
Welcher Roboter passt zu wem?

Wer wenig Arbeit mit dem Rasenmähen haben will, hat neuerdings viele Möglichkeiten. Das Angebot an Robotern wird in diesem Jahr immer umfangreicher. Wir haben vier aktuelle Modelle von April bis Oktober letzten Jahres wieder einmal einem Dauertest unterzogen und dabei immer die Erfahrungen der letzten Jahre im Auge behalten. Wir verraten, welches Konzept am besten funktioniert. Und geben schon mal einen Ausblick auf das, was in diesem Jahr neu dazu kommt.

Auf großer Fahrt: Der Worx Landroid. An Hanglagen bekam er schon mal viel Schwung und überfuhr den Begrenzungsdraht. Dann machte er aber durch lautes Piepen auf sich aufmerksam.
© Eckermeier, Manfred
Auf großer Fahrt: Der Worx Landroid. An Hanglagen bekam er schon mal viel Schwung und überfuhr den Begrenzungsdraht. Dann machte er aber durch lautes Piepen auf sich aufmerksam.
"Mobile Kleinroboter übernehmen zunehmend Tätigkeiten in Haushalt und Garten. Dabei handelt es sich zunächst um Spezialisten für ausgewählte Aufgaben wie Staubsaugen, Nassreinigen oder Rasenmähen"; so das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart.

Da nahezu alle Bevölkerungskreise erreicht werden können, hätten diese Systeme ein extrem hohes Marktpotenzial, so das Institut. Nutzer merken das daran, dass sich das Angebot ständig vergrößert. Hatten wir vor Jahren noch maximal drei Anbieter, so finden sich bereits in diesem Jahr mehr als zehn Marken im Handel.

Wir haben uns in der letzten Saison auf vier der bereits verfügbaren Geräte konzentriert und diese von April bis Oktober auf Herz und Nieren geprüft. Unsere Testfamilien rund um Karl Andree, Alfred Axler, Hermann Josef Müller und Thomas Schmitz setzten sich sehr intensiv mit dem Gardena R 40 Li, dem nahezu baugleichen Husqvarna 305, dem Stiga Autoclip 525 und dem Worx Landroid auseinander und kamen zu interessanten Ergebnissen. So interessant, dass dies sogar den ARD-Ratgeber Haus und Garten bewegte, Tester und Resultate in seiner Sendung im Mai zu zeigen.

Der Stiga Autoclip 525 blieb gelegentlich an Steinen hängen, die nicht durch den Begrenzungsdraht geschützt waren. Dabei verbog sich sein Messer, das aber wieder gerichtet und geschärft werden konnte. Auch an einer Baumwurzel richtete er sich auf und stoppte das Messer erst, als der Akku leer war.
© Eckermeier, Manfred
Der Stiga Autoclip 525 blieb gelegentlich an Steinen hängen, die nicht durch den Begrenzungsdraht geschützt waren. Dabei verbog sich sein Messer, das aber wieder gerichtet und geschärft werden konnte. Auch an einer Baumwurzel richtete er sich auf und stoppte das Messer erst, als der Akku leer war.
Hermann Josef Müller hatte mit dem Gardena R 40 Li zum ersten Mal in seinem Leben einen Robotermäher vor sich und installierte ihn völlig auf sich allein gestellt. So, wie es jedem geht, der das Gerät im Baumarkt kauft und mit der nicht vorhandenen Beratung durch den Baumarktverkäufer zurecht kommen muss. "Da es für unser Grundstück kein ähnliches Beispiel in der Bedienungsanleitung gab, war wegen der fehlenden Beratung nicht klar, ob die gesamte Fläche für den Mähroboter genutzt werden konnte", stellte Müller fest. Aus diesem Grund wurde eine Teilfläche, getrennt durch einen Fußweg, nicht mit eingebunden. Nach zweiwöchigem Test wurde die vorgenannte Fläche von etwa 90 m2 mit integriert. Hierfür musste jedoch zusätzliches Begrenzungskabel dazugekauft werden. Insgesamt wurden 243 m Begrenzungskabel und 18 m Suchkabel verlegt, was einer eingegrenzten Fläche von etwa 500 m2 entspricht.

Thomas Schmitz, Elektroingenieur und erfahren im Umgang mit Mährobotern, fand die Handbücher sehr übersichtlich und aufgrund der vielen Bilder und bildlichen Darstellungen sehr einfach und gut zu lesen. "Die Anweisungen sind verständlich formuliert und sehr eindeutig verfasst. Die Installation ist einfach und gut beschrieben, hier kann nicht viel falsch gemacht werden", so der Anlagenplaner.

"Die Verlegung des Begrenzungs- und Suchkabels nahm einen ganzen Samstag in Anspruch, dafür war aber alles sicher unter der Grasnarbe verlegt. Die beigefügten Kunststoffhaken hätten hierfür nicht ausgereicht. Daher wurden sie nur partiell verwendet. Die beigefügten Verbinder und Stecker sind in der Regel ausreichend. "Ich empfehle trotzdem mehr Verbinder beizufügen um später Veränderungen der Mähfläche einfacher zu gestalten; wie in unserem Fall" meint Müller.

Bis auf den Stiga haben alle Geräte eine große Stopp-Taste für das schnelle Abschalten. Die Bedieneinheiten von oben nach unten: Stiga, Worx, Gardena, Husqvarna 305 und Husqvarna 220.
© Eckermeier, Manfred
Bis auf den Stiga haben alle Geräte eine große Stopp-Taste für das schnelle Abschalten. Die Bedieneinheiten von oben nach unten: Stiga, Worx, Husqvarna 305, Husqvarna 220 und Gardena.

Die Bedienung aller Geräte ist recht übersichtlich und selbsterklärend. Jedoch war das Festlegen der Mähzeiten etwas schwierig, da je nach Größe der Rasenfläche andere Zeiten eingestellt werden müssen. Hermann Josef Müller erläutert: "In unserem Fall wurden Zeiten von 7 bis 22 Uhr gewählt und das über sieben Tage.

Die Flächen wurden problemlos kurz gehalten. "Es ist kein Schnittgut sichtbar, selbst bei nasser Witterung bleibt es nicht an den Schuhen kleben" ist Müller zufrieden.

Im Testzeitraum hat sich ein Mäher viermal festgefahren bzw. hat die Ladestation nicht gefunden, "vielleicht weil ein Bereich zu weit von Suchdraht entfernt ist".

"Die angegebene Flächenleistung von 500 m2 schaffte der R 40 Li im Test locker", berichtet Thomas Schmitz über den Gardena. Bewusst hat er die gesamte Testfläche von fast 1.200 m² für den Test nicht verkleinert. Auch diese Mähfläche schafften die Mäher. "Allerdings mit Einschränkungen, wie einem teilweise unsauberen Schnittbild in den Randbereichen, langen Laufzeiten – bis zu 12 Stunden pro Tag, etc." erklärt Schmitz. Das Schnittbild im Hauptmähbereich sei aber durch die Bank sehr gut und sauber. Die Ladestation wurde meist zielsicher und ohne Probleme über das Suchkabel gefunden.

Thomas Schmitz wünscht sich eine Randbreiteneinstellung wie bei seinem eigenem "großen Husqvarna" sowie einen durchsichtigen Klarsichtdeckel über dem Display.

Zwei unterschiedliche Messerkonzepte bei den Testgeräten: Beim Stiga ist es groß und sternförmig und wird bei Bedarf vom Motoristen geschärft. Gardena, Husqvarna und Worx setzen auf kleine rasiermesserscharfe Messer, die bei Bedarf einfach ausgetauscht werden.
© Eckermeier, Manfred
Zwei unterschiedliche Messerkonzepte bei den Testgeräten: Beim Stiga ist es groß und sternförmig und wird bei Bedarf vom Motoristen geschärft. Gardena, Husqvarna und Worx setzen auf kleine rasiermesserscharfe Messer, die bei Bedarf einfach ausgetauscht werden.

© Eckermeier, Manfred
"Ecken, Rillen oder vorstehende Chassisteile an den Geräte-Unterböden sind hinderlich und erschweren die Reinigung des Gerätes massiv", findet Schmitz. "Hier wäre es wünschenswert, wenn die Flächen glatter ausgelegt würden" meint Tester Müller. Die festsitzenden Grasreste führen bei feuchter Witterung zu einer Geruchsbelästigung. Die freiliegenden Messer verkleben und verschmutzen schnell mit Grasresten sodass die Messer nicht mehr ausklappen können. Da die Mäher bis auf den Stiga auch bei längerem Regen über Tage im Einsatz waren, erwiesen sich Reinigungen in kurzen Abständen (alle zwei Tage) als erforderlich. Wichtig, so zeigte es sich, war darauf zu achten, dass die Messer von darunter festgesetztem Schnittgut frei zu halten sind, und ihre Beweglichkeit zu gewährleisten.

Weil sich der Gardena 40 Li nach einiger Zeit wie ein Familienmitglied bei den Müllers eingeführt hatte, wurde Er eine Sie und "Berta" genannt. Wahrscheinlich hat Hermann Josef Müller ihn deshalb nach Ende der Testzeit käuflich erworben!


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Begrenzungskabel, Dauertest, Kleinroboter, Ladestation, Mähroboter, Rasenmähen, Roboter, Schnittgut

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