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Moderne Abgasführung zum Nachrüsten − So machen Sie den Schornstein fit für die nächste Heizgeneration.

Schornsteinsanierung mit Keramikrohren
© Schiedel GmbH & Co. KG, München
Schornsteinsanierung mit Keramikrohren

April 2013 Wir haben Sie in den vergangenen Monaten über verschiedene traditionelle und neue Heizungsmodernisierungen und Systeme informiert. Häufig ist es aber dringend notwendig, vor jeder Änderung des Heizsystems den Bezirksschornsteinfeger zu Rate zu ziehen.




Feuer hat seit jeher unser Leben, unsere Entwicklung sowie unseren technischen Fortschritt begleitet und mitgeprägt. Wir brauchen es täglich als Wärmequelle, zum Kochen und als Lichtspender.

Am Anfang war das Feuer und man könnte sagen, mit der Verlegung desselben in geschlossene Räume begann die Geschichte des Schornsteins. Leckagen im Dach und gewöhnliche Öffnungen in der Außenwand der Behausung übernahmen zunächst den Rauchabzug. Nachdem jedoch die Rauchbelästigung in den Räumen auf Dauer zu groß wurde, hielt das "Rauchloch" im Dach oder in der Giebelwand Einzug in die Bauausführung.

Mit der Teilung des Einraumhauses in Ober- und Untergeschoss entstand der erste Rauchfang, um die Abgase sicher durch die Geschosse und übers Dach ins Freie zu führen. Aufgrund der meist brennbaren Dacheindeckung war der lichte Schornsteinquerschnitt sehr groß gewählt, um Funkenflug bereits im Schornstein verglühen zu lassen und nur geringe Schornsteinaußenwandtemperaturen zu erhalten. Allerdings war so nur ein schlechter Schornsteinzug gegeben. Die Häuser und Stuben waren oft rauchgeschwängert.

Mit der Weiterentwicklung der Feuerstätten veränderten sich auch die Konstruktionen und verwendeten Materialien, Schiefer und Ziegel lösten die brennbaren Reet- und Strohdächer ab. Kachelöfen und Herde bändigten das offene Feuer, was einen kontrollierten Abbrand und so einen kleineren Schornsteinzug ermöglichte.

Bereits im 19. Jahrhundert wurde in Deutschland festgelegt, wie ein Schornstein ausgeführt sein muss. So können wir auf eine lange Schornsteintradition zurückblicken, deren Entwicklung eng mit dem Fortschritt der Heiztechnik verknüpft ist.

nach obenDer Schornstein im Wandel

Der Mauerwerksschornstein war lange Jahre der Standard im Schornsteinbau. In den 50er und 60er Jahren wurde dieser durch den einschaligen Schornstein aus vorgefertigten Betonformstücken abgelöst. Dennoch begann die Weiterentwicklung des Schornsteins schon früher. Basierend auf dem Fortschritt der Heiztechnik der Vorkriegsjahre, mit verbesserten Wirkungsgraden bei den damals üblichen Kohlefeuerungen, hielt bereits um 1935 das Schamotterohr Einzug in die Schornsteinkonstruktion. Das zweischalige Schornsteinsystem war geboren: Schamotte-Innenrohr mit Mauerwerksaußenmantel.

Öl war der Brennstoff in den Jahren des Wiederaufbaus. Weg von Koks, Kohle und Holz, hin zu mehr Komfort mit Öl-Zimmeröfen. Für den Schornstein hieß dass neben Brand- und Standsicherheit auch Säurebeständigkeit zu beweisen. Aber auch diese Entwicklung wurde bald wieder überholt. Um mit der Heiztechnologie Schritt zu halten, kam der Wandel vom zweischaligen zum dreischaligen Schornsteinsystem mit Isolierung (anfänglich Schüttung, später Mineralwollplatten) sowie (Leicht-)Betonmantelstein. Dieses Konstruktionsprinzip stellte in der Variante mit Hinterlüftung zur Erreichung einer ausreichenden Feuchteunempfindlichkeit für Jahrzehnte das Richtmaß dar.

Heute sind wärmegedämmte Leichtbetonmantelsteine mit dichtgepressten (isostatischen), keramischen Muffeninnenrohren der geforderte Standard. Rußbrandbeständig (>1.000 °C), dabei rissfrei und kondensatdicht sind weitere notwendige Eigenschaften, was die Hersteller über die W3G-Prüfung bescheinigen. Der Kunde kann hier von einzelnen Anbietern bis zu 30 Jahre Funktionsgarantie auf die Systeme erhalten. Das Einsatzspektrum dieser Systeme deckt alle Anforderungen der aktuellen und zu erwartenden Heiztechnik sowie den Einsatz aller üblichen Brennstoffe wie Gas und Öl, aber auch den nachwachsender Biomasse (Pellets, Hackschnitzel) als Heizmaterial ab.

Wenn baulich erforderlich oder aus architektonischen bzw. gestalterischen Gründen gewünscht, wird gerne auf doppelwandige Edelstahlanlagen zurückgegriffen. Der Anwendungsbereich von Edelstahlanlagen liegt mit Festbrennstoffen in der Regel nur bis 400 °C Abgastemperatur, beim Einsatz von Öl oder Gas sind Unter- und Überdruckbetrieb (bei Überdruck muss eine spezielle Dichtung eingelegt werden) möglich. Die Funktionsgarantie wird hier in den meisten Fällen mit 10 Jahren angegeben.

nach obenDie Leistung macht's

Wie beim Auto der Auspuff zum Motor muss auch bei der Heizung die Abgasführung zur Leistung und zum Brennstoff passen. Vor allem in der Sanierung ist hier Fachwissen gefragt. Ein alter Schornstein und eine neue Heizung oder anderer Brennstoff passen nicht automatisch zusammen.

Moderne Heizsysteme arbeiten immer effizienter und produzieren weit kühlere Abgase als die bis dato in den Altbauten eingesetzten Holz-/Kohleöfen, Herde oder alte Öl- und Gasheizungen. Nicht selten wurden mit diesen älteren Heizungen Abgastemperaturen von über 200 °C erreicht. Dies erforderte einen großen Querschnitt. Neue Heizungsanlagen dagegen werden dem niedrigen Wärmebedarf der Häuser angepasst und arbeiten mit Brennwerttechnik, welche auch die in den Abgasen enthaltene Energie nutzt und so den Wirkungsgrad deutlich erhöht. Dies hat auf der anderen Seite weit geringere Abgastemperaturen zur Folge, oft von 40 °C und weniger. Es wird ein deutlich geringerer Schornstein-Durchmesser benötigt. Denn ein Anschluss der neuen Heizung an das alte Kaminsystem hätte schlimme Folgen: Der Schornstein versottet und das aggressive Kondensat (Säure) zerstört relativ rasch die gesamte Bausubstanz an und um die Schornsteinanlage.

Versottung

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Schornsteinsanierung mit Edelstahlrohren
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Schornsteinsanierung mit Edelstahlrohren
Kommt es also im Zuge einer Modernisierungsmaßnahme zu einem Heizungsaustausch und/oder Brennstoffwechsel, werden neue Anforderungen an die Abgasführung gestellt. Brennstoff, wirksame Schornsteinhöhe und Leistung sind maßgebend bei der richtigen Schornsteinauswahl.

Eine ordnungsgemäße Bemessung erstellt der Schornsteinsanierungsfachbetrieb oder der zuständige Bezirksschornsteinfegermeister. Sie kennen die Möglichkeiten und berechnen mit einem speziellen Programm, unter Berücksichtigung aller Parameter, den korrekten Querschnitt und die Art der neuen Abgasanlage nach DIN 13384-1. Wer sich im Vorfeld eine herstellerunabhängige Meinung einholen möchte, erhält beim zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister eine kompetente Beratung. Er kennt die Gebäudesituation, die Rahmenbedingungen und ist auf dem neuesten Stand in Sachen Heiz- und Schornsteintechnik. Der "Schwarze Mann" muss auch aus formalrechtlichen Gründen (Inbetriebnahme) auf jeden Fall kontaktiert werden, bevor die Maßnahme umgesetzt wird.

Schornsteinentwicklung
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Schornsteinentwicklung

Bei einem Heizungswechsel ist die Versottungsgefahr alter Kamine sehr häufig, deshalb bedarf es frühzeitig einer Sanierung. Aber auch bei Neu-Schornsteinen kann der Austausch oder die Sanierung der Abgasleitung kurzfristig notwendig werden. Gründe hierfür können sein:

  • ein gerissenes Rohr im Abgaszug (Kondensat/Abgas dringt in die Schornsteinkonstruktion ein und beeinträchtigt die Funktion bzw. es kommt zu Bauschäden durch Versottung)
  • Risse in der Außenwandung des Schornsteins (Vergiftungsgefahr durch austretende Rauchgase), gebrochene oder falsch eingebaute Formteile (Funktionsbeeinträchtigung des Schornsteins)
  • eine durch einen Rußbrand beschädigte Innenrohrsäule
  • Baufehler beim Neuaufbau des Schornsteins
  • Abgassystem passt nicht zum Brennstoff (Holzverbrennung an Kunststoffleitung)

Oft hilft eine fachgerechte Beratung Kosten zu sparen. Nicht immer muss gleich der gesamte Schornstein saniert werden, sondern es reicht eine Reparatur der Abgasführung. Auskunft hierzu geben der Hersteller, der Schornsteinsanierfachbetrieb und der Bezirksschornsteinfegermeister.

nach obenDie Qual der Wahl

Mit der Beratung zu Heizungsart und Heizmaterial sollte auch das voraussichtliche Schornsteinsanierungssystem definiert werden. Handelsüblich sind Systeme aus Keramik, Edelstahl und bei geringen Anforderungen auch Kunststoff. Edelstahl-Abgasrohre kommen normalerweise beim Anschluss von Öl- und Gas-Feuerstätten im Unter- und Überdruckbetrieb zum Einsatz, Kunststoffrohre bei sehr niedrigen Abgastemperaturen. Beim Überdruckbetrieb muss je nach System zusätzlich eine Dichtung zwischen die einzelnen Rohrelemente gelegt werden. Werden höhere Ansprüche an die Lebensdauer gesetzt, ist eine keramische Abgasführung die richtige Wahl. Diese kann im Unterdruck oder auch im Überdruck betrieben werden, sofern entsprechende Dichtungen oder Dichtmassen im Einbau berücksichtigt wurden.

Soll die neue Heizung mit Holz, Pellets oder Hackschnitzeln betrieben werden, ist generell eine hochwertige keramische Abgasführung einzuplanen. Gründe sind die Rußbrandgefahr, aber vor allem die gehobenen Anforderungen an die Korrosionsbeständigkeit aus dem Einsatz von regenerativen Brennstoffen sowie der bei hoher Effizienz zeitweise stattfindende Kondensatanfall. Die Auszeichnung "W3G-geprüft" ist hier unabdingbar. Sie gewährleistet den Betrieb mit kondensierenden Festbrennstoffen, wie Pellets oder Hackschnitzel, dauerhaft. Eine Ausnahme ist möglich, wenn die Keramikrohre aufgrund ihrer stärkeren Wandung nicht in den bestehenden Schornsteinschacht eingezogen werden können. Nach Rücksprache mit dem Schornsteinfeger wird dann auf für den Zweck zugelassene Edelstahlrohre aus dem hochwertigen Werkstoff 1.4539 – ein nicht rostender Sonderstahl – zurückgegriffen. Ausnahmen sind auf jeden Fall mit dem Schornsteinfeger abzuklären.

Sind Kunststoff und Edelstahl im Einsatzbereich (Korrosion, Temperaturbeständigkeit) eingeschränkt, so gibt es im Einbau einen klaren Gewichtsvorteil, der sich in der Montagegeschwindigkeit deutlich auszeichnet. Die Funktionsgarantien bei Kunststoff- und Edelstahlsystemen werden in der Regel mit 10 Jahren angegeben. Keramik bietet mit 30 Jahren Funktionsgarantie die längste Garantiedauer.

nach obenPlanung ist das A und O

Eine Ortsbegehung durch den Fachmann bei der Planung der Sanierungsmaßnahme ist in jedem Fall Pflicht. Soll der alte Kamin mit einer neuen Innenverrohrung sprichwörtlich verjüngt werden, ist einiges im Vorfeld zu prüfen, um bei der Montage kein böses Erwachen zu erleben. Beim Fuß des Schornsteins, in der Regel im Keller, wird durch einen Blick in die Reinigungstür der Querschnitt und das Innenleben sowie der allgemeine Zustand (zum Beispiel Glanzrußbildung) festgehalten. Der geplante Standort der neuen Heizung und deren Anschlussmöglichkeit werden begutachtet. Der Verlauf des Schornsteins durch das Haus wird in jedem Geschoss geprüft, um Verzüge oder Beschädigungen der Bausubstanz festzustellen. Besonderes Augenmerk bekommt der Schornstein im so genannten Kaltbereich: Dachgeschoss und Schornsteinkopf. Letzterer muss in jedem Falle auf Standfestigkeit geprüft werden und darauf, ob die Säuren in den Abgasen sowie die Witterungseinflüsse Schäden hinterlassen haben. Sicherheit über den tatsächlichen Zustand des Kamins gibt eine abschließende Kamerabesichtigung von oben durch den Schacht. Jeder Anschluss, jeder Verzug wird aufgedeckt und auch unvorhergesehene Schwierigkeiten wie herausstehende Ziegelsteine können so rechtzeitig erkannt und berücksichtigt werden.

nach obenAus Alt mach Neu

Hat der Fachmann alles geprüft, den Schacht vermessen, die Daten aufgenommen und ausgewertet, ist der Einbau kein Hexenwerk mehr. Zu Beginn wird im Keller der Schornstein geöffnet und die Sockelelemente der neuen Abgasführung bis zur Höhe des Rauchrohranschlusses der neuen Heizung montiert. Alles Weitere erfolgt ab jetzt vom Dach aus: Sanierungssysteme werden von der Schornsteinmündung in den Kaminschacht abgelassen. Edelstahl- und Kunststoffsysteme können aufgrund ihres geringen Gewichts problemlos mit einem Seil gesichert und herunter geführt werden. Sobald ein Rohr die Mündung passiert hat, wird das nächste Element aufgesteckt und so weiter bis entweder die zweite Reinigungsöffnung im Dachgeschoss oder die Mündung selbst erreicht ist. Ist im Dachgeschoss ein weiteres Formstück vorgesehen, ist auch hier, wie im Keller, auf der entsprechenden Höhe die Schornsteinwand zu öffnen und das Formstück einzusetzen. Die restlichen Rohre werden wie beschrieben installiert.

Keramik hat ein höheres Eigengewicht, daher ist die Montage zwar nicht schwieriger, aber etwas zeitaufwendiger. Bei allen Systemen sind die Rohrelemente mit Abstandhaltern versehen, die das System zentriert im Schacht "verankern" und ein Abknicken der Steckverbindungen verhindern. Am Ende wird der Schacht an der Mündung mit einer neuen Abdeckplatte verschlossen und die offenen Schornsteinwandungen im Keller und gegebenenfalls im Dachgeschoss wieder zugemauert und verputzt.

Mit der neuen Heizung, die jetzt sicher funktioniert, kann Kondensat aus den Abgasen anfallen. Die Flüssigkeit wird direkt in den Schornsteinfuß geleitet und über diesen oder das Verbindungsstück zwischen Kessel und Abgasleitung abgeführt. Das Kondensat aus Öl-/Gasheizungsanlagen bis 25 kW kann über das häusliche Entwässerungssystem entsorgt werden, sofern dies ausreichend korrosionsbeständig ausgeführt ist (keine Betonrohre). Bei Heizanlagen mit größerer Leistung oder bei anderen Brennstoffen ist vor der Einleitung in die Hausentwässerung eine Neutralisation des Kondensats notwendig.

Eine Schornsteinsanierung erscheint vielen Hausbesitzern aufwendig und kostenintensiv. Das ist ein Irrtum. Fachgerecht geplant und ausgeführt, verstärkt eine Sanierung des Schornsteins sogar den gewünschten Spareffekt einer neuen Heizungsanlage.

Weitere Informationen: www.schiedel.de.

nach obenFachbegriffe

Wie die Technik und die Anforderungen, so haben sich auch die Begriffe rund um den landläufigen Schornstein gewandelt. Spricht die Fachwelt von Abgasanlagen, so steht der Begriff für alle Arten der Abgasführung. Lösungen aus Kunststoff, Keramik und Edelstahl werden in der Regel als Abgasleitungen bezeichnet. Schornstein dürfen sich nur Produkte nennen, die rußbrandbeständig sind. Innerhalb von Gebäuden müssen Schornsteine darüber hinaus eine Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten aufweisen.

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