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Fußbodenheizung nachrüsten

Dezember 2012  


Mit einem Frässystem werden Kanäle direkt in den bestehenden Estrich eingebracht, in die dann die Rohre eingelegt werden.
© ROTEX
Mit einem Frässystem werden Kanäle direkt in den bestehenden Estrich eingebracht, in die dann die Rohre eingelegt werden.
Auch für bestehende Gebäude gibt es eine schnelle und günstige Lösung eine Fußbodenheizung nachzurüsten. Mit einem Frässystem werden die Fußbodenheizungsrohre direkt in den bestehenden Estrich eingebracht. Dazu werden Kanäle in den Estrich gefräst, in die die Rohre eingelegt werden. Das Ganze geschieht innerhalb kürzester Zeit und völlig staubfrei, da der anfallende Estrichstaub direkt von einem auf der Maschine befindlichen Staubsauger aufgefangen wird. Anschließend erfolgt die Verlegung des Heizrohres.

Es entsteht also keine zusätzliche Aufbauhöhe. Das System ist daher ideal für die Sanierung oder für die nachträgliche Ausstattung einzelner Räume mit Fußbodenheizung.

Auch die Abwicklung ist einfach – sie wird komplett vom Hersteller übernommen.

Die Installation der Fußbodenheizung nimmt wenig Zeit in Anspruch. Eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus ist in der Regel an nur einem Tag fertiggestellt.

Außerdem entstehen keine aufwändigen Nacharbeiten und nach der Installation kann der Boden direkt vom Fliesen- bzw. Bodenleger verspachtelt und belegt werden.

Zum Fräsen eignen sich nahezu alle Estriche. Die einzige Ausnahme bildet Gussasphalt-Estrich, der sich aufgrund seiner Eigenschaften nicht zum Fräsen eignet. Auch Trockenestrich-Elemente können auf tragendem Untergrund verlegt und ab einer Gesamtstärke von 25 mm gefräst werden.

nach obenAuch in Kombination: Fußbodenheizung und Heizkörper

Wenn eine Fußbodenheizung nachgerüstet wird und Heizkörper noch vorhanden sind, ist auch eine Kombination der Systeme möglich. Mit einem speziellen Duo-Rohr können beide mit derselben Vorlauftemperatur und ohne zusätzlichen Aufwand betrieben werden. So ist bei Rotex cut mit dem Rotex Duo-Heizrohr nur ein Heizkreislauf ausreichend, wo andere Systeme eine zusätzliche Wasserverteilung benötigen.

Konventionelle Fußbodenheiz- und -kühlungen lassen sich oft im Altbau nicht einsetzen, weil die erforderliche Konstruktionshöhe nicht zur Verfügung steht oder bei Holzbalkendecken Belastungsprobleme entstehen können.

Für eine konventionelle Konstruktion wird etwa 65 mm Estrich benötigt. Das bedeutet eine zusätzliche Belastung der Bodenkonstruktion von etwa 130 kg/m² durch den Estrich.

Daher werden von vielen Anbietern spezielle Systeme wie beispielsweise Dünnschichtsysteme oder Trockensysteme mit Trockenestrichen als Last- und Wärmeverteilschicht für den nachträglichen Einbau angeboten. Diese Konstruktionen sind leichter und können erheblich dünner aufgebaut werden.

Für wassergeführte Flächenheizungen und Flächenkühlungen im Trockenbau werden hier spezielle, vorgefertigte Elemente zur Aufnahme der Rohre verwendet, die in der Regel aus Polystyrol, Polyurethan und ähnlichem Material hergestellt sind.

Bei den als Dünnschichtsystem bezeichneten Renovierungssystemen wird ein Rohrträger direkt auf dem vorhandenen Estrich oder Fliesenbelag befestigt und mit einer speziellen Vergussmasse abgedeckt. Je nach System können so Konstruktionshöhen von 15 bis 20 mm zuzüglich Bodenbelag realisiert werden.

Für die Elektro-Fußbodentemperierung wurden hierfür Flächenheizelemente entwickelt. Das vorkonfektionierte Heizelement hat eine Bauhöhe von weniger als 3 mm und eignet sich für die Altbausanierung.

Die Verlegung der Flächen-Heiz- bzw. Kühlelemente kann direkt auf jedem vorhandenen Untergrund erfolgen. Abgedeckt werden die Elemente mit Dünn- bzw. Mittelbettmörtel. Abschließend werden Fliesen oder keramische Platten in einem für die Flächenheizung/-kühlung geeigneten Dünnbettmörtel verlegt.

nach obenSystem-Nachrüstung – auch für Selbstbauer

Mit einem Tacker-System gibt es ein abgestimmtes System bestehend aus Tackerplatten, dem Befestigungsmaterial, passendem Werkzeug und den dazugehörenden Rohren aus einer Hand. Die Platten mit integrierter Trittschalldämmung sind wahlweise als Faltplatten in der Größe 2 × 1 m oder als Rollbahn mit einer Länge von 10 m erhältlich. Letztere ermöglicht vor allem eine schnelle Verlegung großer Flächen. Die aufkaschierte gewebeverstärkte Spezialfolie sorgt für einen zuverlässigen Halt der Tackernadeln. Das aufgedruckte Verlegemuster ermöglicht eine flexible Befestigung der Rohre und vereinfacht den passgenauen Zuschnitt der Platten. Damit Fugen und Stöße zwischen den einzelnen Platten sicher geschlossen werden, überlappt die Folie auf einer Seite der Platte.

  • Tackerplatten verlegen. | © ROTEX
  • Heizrohre an der Tackerplatte befestigen (tackern). | © ROTEX
  • Fertig verlegte Heizrohre | © ROTEX

Im System wird ein verschleißarmer System-Tacker mitgeliefert. Mit dem Gerät lassen sich die Heizrohre einfach im Stehen befestigen. Auf Wunsch können passende Tackernadeln sowie das transparente Kunststoffklebeband zum Abdichten der Systemplatten geliefert werden.

Das Rotex Tacker-System ist sowohl für die Heizung als auch zur Kühlung über die Fläche geeignet. Es lassen sich Rohrstärken mit einem Durchmesser von 14 und 17 mm in Verlegeabständen von 100 bis 300 mm befestigen.


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Schlagworte dieser Seite:

Dünnschichtsystem, Estrich, Frässystem, Fußbodenheizung, Fußbodenheizungsrohre, Gussasphalt, Heizkörper, Sanierung, Trittschalldämmung, Trockensystem

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