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Flächenheizungen

Dezember 2012 Fußbodenheizungen und Flächenheizungen für Wände sind keine Erfindung modernster Heiztechnik, sie wurden schon von den Römern eingesetzt. In der Neuzeit hat man sich der alten bewährten Systeme wieder angenommen und sie perfektioniert. So werden diese Heizungen mit niedrigen Temperaturen gefahren und sparen Energie.


Flächentemperierung für die Wand: Moderne Systeme lassen sich individuell auf die baulichen Gegebenheiten abstimmen. Im Bild: Fonterra Side 12 Clip von Viega.
© Viega
Flächentemperierung für die Wand: Moderne Systeme lassen sich individuell auf die baulichen Gegebenheiten abstimmen. Im Bild: Fonterra Side 12 Clip von Viega.

Beim Neubau oder der Heizungssanierung stellt sich die Frage nach der Heizungsart und nach den Heizkörpern. Es können einfache Heizkörper sein, aber auch Fußbodenheizungen. Wer sich nicht entscheiden kann, sollte am besten beide Systeme einfach vergleichen und alle Vor- und Nachteile berücksichtigen.

Schon bei der Planung des Heizgerätes muss man wissen, welche Art von Wärmesystemen man auswählt. Plant man eine Wärmepumpe ein, so ist diese mit einer Fußbodenheizung zu betreiben. Solche Geräte erzeugen eine geringere Vorlauftemperatur als mit Gas oder Öl betriebene. Beim Neubau gibt es die Möglichkeit, die Rohrleitungen für die Fußbodenheizung gleich im Estrich zu verlegen.

Bei der Fußbodenheizung ist die abgestrahlte Wärme viel angenehmer als bei Heizkörpern. Es ist bei Fußbodenheizungen so, dass die Wärme aus dem Boden erst die Füße erwärmt, dann gleitet sie langsam am Körper nach oben. Bei den Heizkörpern strömt die Wärme sofort nach oben und kann höchstens den Kopf erwärmen und nicht die Füße oder den Körper. Daher wird bei der Fußbodenheizung die Raumtemperatur ungefähr um zwei Grad gesenkt. Das ist ein großer Vorteil, weil es eine Energieeinsparung von etwa 10 Prozent einbringt. Beim Materialvergleich zwischen Heizkörper und Fußbodenheizung hinsichtlich der Kosten gibt es keinen besonderen Unterschied – die Fußbodenheizung ist nicht teurer.

Die Fußbodenheizung scheint manchen Hausbesitzern zu kompliziert zu sein, aber das ist sie nicht. Ein Heizgerät muss warmes Wasser erzeugen. Das wird dann bis zum Heizkreisverteiler gefördert. Die Heizschlangen der Räume sind an solchen Heizkreisverteiler montiert. Jeder Heizkreis hat einen Stellmotor, der mit dem Raumtemperaturregler verbunden ist. Der Raumregler spielt eine wichtige Rolle: meldet er, dass eine vorgegebene Raumtemperatur nicht erreicht wurde, öffnet der Stellmotor an dem Heizkreisverteiler sofort den Heizkreis. Nun durchströmt das warme Wasser die Heizschlangen.

Wird ein Badheizkörper verwendet, so sollte man ihn elektrisch betreiben, weil die Vorlauftemperatur einer Fußbodenheizung für ihn nicht ganz ausreicht. Die volle Heizleistung des Heizkörpers kann nicht erreicht werden.

Die Montage einer Fußbodenheizung stellt für Heimwerker – zumindest im Neubau – kein Problem dar. Sie ist ziemlich unkompliziert. Aber es ist empfehlenswert, die Arbeiten an der Fußbodenheizung von einem erfahrenen Heizungsinstallateur überprüfen zu lassen. Das Material für eine Fußbodenheizung kann man bei den Sanitär- und Heizungsgroßhändlern oder auch im Internet bestellen. Vor Ort kann man sich von einem Heizungsfachmann beraten lassen.

nach obenReinigung der Fußbodenheizung

Durch Korrosion und galvanische Elemente entstehen in alten Heizsystemen Verunreinigungen. Und das schränkt den Durchfluss der Rohrleitungen ein. Die alten Kunststoffrohre sind auch diffusionsundicht. Das Heizungswasser kann Sauerstoff aufnehmen, der reagiert dann mit Stahlbauteilen von Kessel, Verteiler oder Rohren. Durch diese Sauerstoffdiffusion verursacht können sich Partikel lösen, die sich später in vorhandenen Kunststoffrohrleitungen ablagern. Ob es zu solchem Vorgang kommt, erkennt man leicht an der Verfärbung der Rohre.

Die benötigte Wärme wird über das Medium Wasser transportiert. Bei einer Querschnittsverengung fehlt die Wärmemenge. Die Fußbodenheizung funktioniert dann natürlich auch, jedoch kann die nötige Wärmemenge nicht transportiert werden. Zuerst vermindert sich der Wärmeübergang. Das fällt durch eine geringere Raumtemperatur auf. Soll das ausgeglichen werden, so erhöht man die Vorlauftemperatur. Und ab jetzt steigen die Kosten. Um das zu vermeiden, sollte eine Fußbodenheizung rechtzeitig gereinigt werden. Geschieht dies nicht, kann es zu einem Verschluss des Heizkreises kommen.

Wurde beim Bau des Hauses keine Fußbodenheizung installiert, sind die Möglichkeiten in der Heizungsmodernisierung oft eingeschränkt, da die vorhandene Heizfläche maßgeblich die Wahl des Wärmeerzeugers beeinflusst. Moderne Wärmeerzeuger sind auf niedrige Systemtemperaturen ausgelegt. Das bedeutet, je niedriger die Vorlauftemperatur ist, desto effizienter und sparsamer kann das Heizsystem arbeiten. Hier bietet eine Fußbodenheizung Vorteile, da sie durch die extrem große Heizfläche mit einer niedrigen Oberflächentemperatur auskommt.

nach obenAdressen

Bundesverband der ­Flächenheizungen und ­Flächenkühlungen e. V.
Hochstraße 115
58095 Hagen
Tel.: 02331 200850
Fax: 02331 200817
info@flaechenheizung.de
www.flaechenheizung.de

ROTEX Heating Systems GmbH
Langwiesenstraße 10
74363 Güglingen
Tel.: 07135 103-0
Fax: 07135 103-200
info@rotex.de
http://de.rotex-heating.com

Viega GmbH & Co. KG
Viega Platz 1
57439 Attendorn
Tel.: 02722 61-0
Fax: 02722 61-1415
info@viega.de
www.viega.de


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Badheizkörper, Energieeinsparung, Flächenheizung, Fußbodenheizung, Heizkreisverteiler, Heiztechnik, Heizungssanierung, Neubau, Raumtemperatur, Reinigung, Wärmepumpe, Wärmesystem

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