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Zuschüsse und Einspeisevergütung

Dezember 2012  


Gemischtes Doppel für Strom und Wärme – auch auf kleineren Dachflächen einsetzbar.
© Eckermeier, Manfred
Gemischtes Doppel für Strom und Wärme – auch auf kleineren Dachflächen einsetzbar.

nach obenZuschüsse für Solarwärme

Kurz vor Beginn der Heizperiode hat das Bafa (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) das Förderprogramm für erneuerbare Energien aufgestockt. Vielfältige Möglichkeiten sorgen dafür, dass sowohl der private Hauseigentümer, aber auch Vermieter oder Unternehmen, die einen hohen Warmwasser bzw. Heizbedarf haben, den steigenden Energiepreisen mit Hilfe der Sonne entgegenwirken können.

Solarwärme-Module sind leicht an den Kupferröhren auf der bläulichen Absorberfolie zu identifizieren. Durch sie strömt das Wärmeträgermedium.
© Sonnenkraft
Solarwärme-Module sind leicht an den Kupferröhren auf der bläulichen Absorberfolie zu identifizieren. Durch sie strömt das Wärmeträgermedium.

Das seit Jahren etablierte "Marktanreizprogramm" (MAP) – ein mit bis zu 500 Millionen Euro ausgestattetes Stimulanzpaket für die Energiewende auf dem Wärmemarkt – wartet mit zahlreichen positiven Überraschungen auf. Private und gewerbliche Hausbesitzer, die auf moderne Heizungen mit erneuerbaren Energien umstellen wollen, können sich auf deutlich höhere Investitionszuschüsse für Solar-, Biomasse- und Wärmepumpenanlagen freuen. Zugleich wurde auf Kontinuität geachtet, sodass Vertrauensschutz und Planungssicherheit bei Bürgern und Industrie gewahrt bleiben.

In dem für die Zuschussbewilligung zuständigen BAFA hat man sich bereits auf ein deutlich höheres Antragsvolumen eingerichtet. Mit der am 15. August 2012 in Kraft getretenen neuen Richtlinie trägt Umweltminister Altmaier der Bedeutung des Wärmemarktes für das Gelingen der Energiewende Rechnung.

Zum Hintergrund: Der in der politischen Diskussion oft vergessene Wärmemarkt spielt für die Energiewende eine genauso entscheidende Rolle wie der Strommarkt. Heizung und Warmwasser machen 40 Prozent des Energieverbrauchs aus und produzieren ein Drittel der CO2-Emissionen. Deshalb lautet die Devise im BAFA: "Die Energiewende beginnt im Heizungskeller".

Was hat sich am 15. August geändert? Im Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser wurde eine Mindestpauschale von 1.500 Euro für solarthermische Anlagen eingeführt, womit sich die Förderung für eine 10 m2 große solarthermische Anlage um 600 Euro erhöht. Auch bei Biomasseanlagen und Wärmepumpen wurde die Förderung durchgehend um 400 Euro angehoben. Bei Wärmepumpen mit Pufferspeicher bekommt man sogar 900 Euro mehr. Wenn die Wärmepumpe zudem in einem gut gedämmten Gebäude zum Einsatz kommt, gibt es nun einen weiteren Bonus von 500 Euro.

Bei Mehrfamilienhäusern und bei Gewerbegebäuden sind solarthermische Anlagen jetzt wieder im Neubau förderfähig, auch solche, die nur der Warmwasserbereitung dienen. Zudem sind nun Kollektorflächen mit bis zu 100 m2 mit einem Investitionszuschuss von bis zu 18.000 Euro förderfähig.

Neu in den Förderkatalog aufgenommen wurde die gewerblich und industriell eingesetzte solare Prozesswärme, die als der große Hoffnungsträger der Solarbranche gilt. Bei bis zu 1.000 m2 großen Anlagen steuert der Bund bis zu 50% der Investitionskosten bei. Mit diesem üppigen Zuschuss sollen Investitionshürden übersprungen werden, die bislang der Durchsetzung dieser innovativen industriellen Technik entgegenstanden. Mit der Förderung der solaren Prozesswärme wird eine ganz neue Dimension der Solarförderung eröffnet. Im BAFA spricht man vom "MAP 2.0".

Details zu der neuen Richtlinie, Formulare sowie Möglichkeiten der online-Antragstellung finden sich auf der Homepage des BAFA unter: www.bafa.de

nach obenEinspeisevergütung für PV-Anlagen sinkt um 2,5 Prozent

Die Bundesnetzagentur hat vor kurzem bekannt gegeben, wie stark die Vergütungssätze für Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) im Zeitraum vom 1. November 2012 bis zum 31. Januar 2013 sinken werden. Demnach wird die Einspeisevergütung jeweils zum Monatsersten um 2,5 Prozent reduziert.

Von weitem sichtbar: Hier wird Strom produziert.
© Mastervolt
Von weitem sichtbar: Hier wird Strom produziert.
Wechselrichter sind das Herz der Solarstromanlage. Sie wandeln den Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom.
© Eckermeier, Manfred
Wechselrichter sind das Herz der Solarstromanlage. Sie wandeln den Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom.

"Der Zubau von Photovoltaik-Anlagen ist nach wie vor hoch. Allein im September betrug dieser fast 1 GW. Für den zu betrachtenden Zeitraum wurde der gesetzlich vorgesehene Zubaukorridor, an dem sich die Vergütung des Stroms aus Photovoltaik-Anlagen bemisst, um rund 3,9 GW und damit mehr als das Doppelte überschritten", sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Die Einspeisevergütung für PV-Anlagen nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) wird monatlich automatisch angepasst. Hierbei ist eine konstante Absenkung der Vergütungssätze um jeweils ein Prozent vorgesehen. Die Einspeisevergütung wird zusätzlich abgesenkt, wenn sich der Zubau oberhalb des im EEG festgelegten Korridors von 2.500 bis 3.500 MW pro Jahr bewegt. Die Absenkung erfolgt dabei stufenweise je nach Höhe der Überschreitung. Eine Unterschreitung des Zubaukorridors führt dagegen zu einer geringeren Absenkung bzw. Beibehaltung der Vergütung.

Die Bundesnetzagentur ist für die Registrierung der nach dem EEG geförderten PV-Anlagen zuständig. Darüber hinaus ermittelt sie die neuen Einspeisevergütungen und veröffentlicht diese im Bundesanzeiger. "Die Festlegung erfolgt für das jeweilige Folgequartal und sichert so eine kontinuierliche Anpassung der Förderung an den zu erreichenden Zubaukorridor. Im Januar 2013 werden wir die Werte für das nächste Quartal veröffentlichen", erläuterte Homann.


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Biomasseanlage, Energiewende, Förderprogramm, Hausbesitzer, Heizungskeller, Prozesswärme, Solarwärme, Wärmepumpenanlagen, Zuschüsse

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