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Zukunftstechnologie: Sonnenstrom aus Kunststofffolien

September 2012 Das "Karlsruher Institut für Technologie" intensiviert die Forschung an druckbaren organischen Solarzellen: Im Juli diesen Jahres nahm eine Forschergruppe um Dr. Alexander Colsmann vom Lichttechnischen Institut (LTI) ihre Arbeit auf. Ziel des auf vier Jahre angelegten Projekts ist, den Wirkungsgrad organischer Solarzellen auf deutlich über zehn Prozent zu steigern.


Flexibles organisches Solarmodul auf Kunststofffolie, hergestellt am KIT.
© Andreas Pütz
Flexibles organisches Solarmodul auf Kunststofffolie, hergestellt am KIT.
Leicht, flexibel, wahlweise semitransparent und kostengünstig herzustellen – das sind die Vorteile einer neuen Generation von Solarzellen: Organische Solarzellen (Plastik-Solarzellen) lassen sich durch einfache Druck- und Beschichtungsprozesse auf fast beliebig geformten Oberflächen aufbringen. So eröffnet die organische Photovoltaik neue Perspektiven, vor allem für die architektonische Gestaltung von Gebäuden: Die Solarmodule lassen sich in Fassaden oder sogar Fenster integrieren. Bei der Herstellung organischer Solarzellen kommen kostengünstige Druck- und Beschichtungsprozesse wie Tiefdruck, Siebdruck, Schlitzguss oder Sprühbeschichtung in kontinuierlichen Rolle-zu-Rolle-Beschichtungen zum Einsatz. Kunststoffträger sorgen für die mechanische Flexibilität der Module. Zugleich zeichnet sich die organische Photovoltaik durch eine äußerst sparsame Verwendung von umweltfreundlichen Rohstoffen, eine unproblematische Entsorgung sowie eine konkurrenzlos niedrige Energierücklaufzeit von wenigen Monaten aus.

Allerdings erreichen organische Solarzellen bis jetzt nur einen relativ moderaten Wirkungsgrad. Damit sie mit den etablierten anorganischen Solarzellen konkurrieren können, bedarf es intensiver Forschung. Die Nachwuchswissenschaftler um Dr. Alexander Colsmann vom KIT setzen dabei auf so genannte Tandem-Architekturen: Zwei Solarzellen mit unterschiedlicher Absorptionscharakteristik werden direkt aufeinander abgeschieden, um eine bessere Absorption des Sonnenlichts und damit eine effizientere Energiewandlung zu ermöglichen. Die Karlsruher Wissenschaftler setzen neuartige Materialien ein, entwickeln innovative Bauelementdesigns, optimieren die Stabilität und erproben den Einsatz der Solarzellen im Alltag. Überdies überführen sie die Herstellungsprozesse vom Labor in eine industriekompatible Produktionsumgebung, um eine zukünftige kommerzielle Nutzung ihrer Ergebnisse vorzubereiten. "Die Förderung von 4,25 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) betrachten wir als Bestätigung für die Qualität unserer Arbeit", so Colsmann, der am Lichttechnischen Institut des KIT die Gruppe Organische Photovoltaik leitet. In der Energieforschung ist das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eine der europaweit führenden Einrichtungen: Das KIT-Zentrum Energie vereint grundlegende und angewandte Forschung zu allen relevanten Energieformen für Industrie, Haushalt, Dienstleistungen und Mobilität.

[KIT]


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Photovoltaik, Solarstrom, Solarzelle, Strom, organische Solarzellen

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