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Beinhart durchs Gelände − Basisgeräte für Siedlergemeinschaften, CubCadet 4x4 und John Deere Gator 855 D im Langzeittest

Februar 2012 In unseren Siedlergemeinschaften gibt es immer wieder Aufgaben, die mit PKW, Kombi oder Anhänger nicht bewältigt werden können. Dafür gibt es ungewöhnliche Fahrzeuge, die den täglichen Arbeitseinsatz rund um Hof und Garten spürbar erleichtern: Side-by-Side-All Terrain Vehicles (ATV). Wer sie einmal gefahren hat, wird von einem Virus befallen, der ihn nie wieder los lässt. Auf Wunsch vieler Gemeinschaften haben wir für Sie zwei aktuelle Typen dieser sehr eigenständigen Fahrzeugkategorie unter die Lupe genommen.


CubCadet 4x4 und John Deere Gator 855 D im Langzeittest
© Eckermeier, Manfred
CubCadet 4x4 und John Deere Gator 855 D im Langzeittest

Nahezu überall schlängelten sich der John Deere Gator und der CubCadet 4x4 durch die engsten Passagen. Die Tester ersparten den Lastvehikeln mit dem hohen Spaßfaktor aus der 20-PS-Klasse nichts. Am Ende gab es zwei Gewinner und keinen Verlierer.

John Deere Gator 855 D als Zugmaschine
© Eckermeier, Manfred
John Deere Gator 855 D als Zugmaschine
Optisch wirkt der Gator mit seinen kunststoffbewehrten Flanken und den dicken Stollenreifen auf Sportfelgen zunächst verwegener als der eher bodenständige CubCadet. Die komfortablen Sitze sorgen in Verbindung mit der Einzelradfederung bei beiden Fahrzeugen auf der Straße und im Gelände für ein hohes Maß an Fahrkomfort und Bodenhaftung, egal ob mit oder ohne Nutzlast. Beide Fahrzeuge lassen sich passabel manövrieren. Zur Unterstützung erhält der Gator im Frühjahr 2012 eine elektronische geschwindigkeitsabhängige Lenkunterstützung.

CubCadet 4x4
© Eckermeier, Manfred
CubCadet 4x4
Mit einer Breite um die 1,50 m und einer Länge mit Stoßstange von etwa drei Metern passen beide ATV durch die meisten Gartentore und lassen sich auch gut abstellen. Die palettengroßen Ladepritschen sind über die Heckklappe und eine niedrige Ladekante hervorragend zu be- und entladen. Auf ihre knapp eineinhalb Quadratmeter Fläche passen zwanzig 50-Liter-Säcke Blumenerde oder ein großer Heuballen. Da können auch schon mal diverse Geräte mitgenommen werden. Zu bevorzugen ist eine elektromechanische oder hydraulische Hubvorrichtung für die Ladepritsche. Damit lässt sich Sand, Kies oder Grünschnitt einfach entleeren. Für den Einsatz in besonders anspruchsvollem Gelände bieten beide Hersteller optional eine Winde an.

Beladung des John Deere Gator 855 D
© Eckermeier, Manfred
Beladung des John Deere Gator 855 D
Entladen des CubCadet 4x4
© Eckermeier, Manfred
Entladen des CubCadet 4x4

CubCadet und Gator machen in der Siedlung auch im Straßenverkehr eine gute Figur.
© Eckermeier, Manfred
CubCadet und Gator machen in der Siedlung auch im Straßenverkehr eine gute Figur.
Die mit 3-Zylinder-Dieselmotoren ausgestatteten Fahrzeuge schnurren sehr willig auch unter Volllast. Die Differenzialsperren und der elektrisch zuschaltbare Allradantrieb sind vor allem in widrigem Gelände hilfreich. Bei einer Bodenfreiheit unter der Hinterachse von 260 mm (Cub-Cadet) bzw. 267 mm (Gator) kann es ruhig mal über Stock und Stein gehen. Auf freier Straße geht es nicht gerade schnell voran. Mit maximal 40 km/h zuckeln die ATV wie Traktoren über die Piste. Allerdings halten sie die Geschwindigkeit auch in Feld und Wald. Das macht dem Allerwertesten und der Bandscheibe nicht allzu viel aus. Schließlich besitzen die Kleinen eine exzellente Federung und sehr komfortable Sitze.

Auch der Verbrauch hält sich Grenzen. Eine Tankfüllung reicht bei beiden für gut 300 Kilometer aus. Unsere Testfahrzeuge waren selbstverständlich für den Straßenverkehr zugelassen. Dazu gehören neben den Halogen- und LED-Scheinwerfern sowie den Rücklichtern auch Bremslicht, Begrenzungsleuchten und Blinker. Die Bremsanlagen kamen den gesamten Testzeitraum sehr gut mit den Fahrsituationen zurecht. Die mechanischen Feststellbremsen hielten auch beladene Fahrzeuge an Steigungen problemlos. Rammschutz im Frontbereich und an den Kotflügeln schützten die ATV vor manchen Blessuren. Daneben gibt es optional umfangreiches Zubehör bei beiden Kandidaten – angefangen bei Seitentüren für die Fahrerkabine und beim Schneeräumschild noch lange nicht aufgehört.

Side-by-Side sind echte Lastesel und trotzdem Trendgefährte. Anders als andere ATV sind sie im täglichen Einsatz sinnvoll, haben aber auch ihren Preis. Unter 15.000 Euro ist keines der getesteten Fahrzeuge zu haben.

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Side-by-Side-Fahrzeuge sind nicht nur Spielzeuge für Männer, meint unser Autor Manfred Eckermeier.
© Eckermeier, Manfred
Side-by-Side-Fahrzeuge sind nicht nur Spielzeuge für Männer, meint unser Autor Manfred Eckermeier.
Die getesteten ATV-Side-by-Side-Varianten von John Deere und CubCadet liegen nah beieinander. Weder überragende Sieger noch durchrauschende Verlierer hat die Langzeitprobe ergeben. Die Lastesel mit Spaßfaktor sind teuer, ihr Nutzwert aber ist hoch und genügt durchaus professionellen Ansprüchen.

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Schlagworte dieser Seite:

Allradantrieb, Ladepritschen, Side-by-Side-All Terrain Vehicles (ATV), Siedlergemeinschaften, Stollenreifen, Terrain

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