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Sicherheit an Treppen beachten

November 2011 Die Deutschen werden älter und älter. Bessere Lebensbedingungen und medizinische Fortschritte lassen die Lebenserwartung nach oben klettern. Auch Hauseigentümer sollten sich auf diese Entwicklung einstellen, wollen sie so lang wie möglich im eigenen Hause leben oder auch, wenn eine Einliegerwohnung langfristig vermietbar bleiben soll.


Die Aufnahme zeiget ein gutes Beispiel, bei dem mit nachge­rüsteten Handläufen Situationen entschärft und für alle Benutzer sicherer gestaltet wurden.
© Flexoforte
Die Aufnahme zeiget ein gutes Beispiel, bei dem mit nachge­rüsteten Handläufen Situationen entschärft und für alle Benutzer sicherer gestaltet wurden.
Laut Statistischem Bundesamt wird bereits 2035 ein Drittel der Deutschen älter als 65 Jahre sein. Die Zahl steigt damit von 17 Millionen (2009) auf 24 Millionen Menschen. Nur drei Prozent davon leben in einer Senioren- oder Pflegeeinrichtung, die restlichen 97 Prozent in ihrem angestammten Heim. Wichtig ist, dass dann die Wohnungen für ein Leben mit Mobilitätseinschränkungen gestaltet sind. Das sind heute erst etwa fünf Prozent der Wohnungen, die von Älteren bewohnt werden.

Künftig wird es eine der zentralen Aufgaben der Wohnungsbranche und auch der selbstnutzenden Hauseigentümer sein, Rahmenbedingungen zu schaffen, die es den Bewohnern erlauben, bis ins hohe Alter in ihren Wohnungen zu leben.

Vor allem die Gebäudeerschließung, das sind die Wege um das Haus, Treppen und Rampen, sowie die innere Erschließung sollte den Bewohnern ein Mehr an Sicherheit und Komfort bieten. Dazu gehören oftmals schon kleine Verbesserungen. Das Deutsche Institut für Treppensicherheit e. V. (DIT) listet die wichtigsten Punkte auf:

  • Die Außengänge zum Gebäude sollten möglichst ohne Schwellen und Stufen gestaltet werden. Wenn Stufen und Höhenunterschiede nicht zu vermeiden sind, geben beidseitige Handläufe an Treppen und Rampen Sicherheit.
  • Im Gebäude sollte man ebenso Schwellen und Stufen vermeiden und im Idealfall auch bei wenigen Geschossen Aufzüge einrichten.
  • Bei mehr als zwei Wohnungen und bei gemischt genutzten Gebäuden sind durchlaufende Handläufe auf beiden Seiten der Treppe vorgeschrieben. Sie sind 30 Zentimeter über die erste und letzte Stufe zu führen. Das betrifft zwar nicht direkt den selbstnutzenden Eigenheimer, macht aber auch dort für die eigene Sicherheit Sinn.
  • Die Stufen sollten kontrastreich gestaltet sein und rutschhemmende Bodenbeläge haben.
  • Eine ausreichende blendfreie Beleuchtung sorgt für noch mehr Sicherheit.
  • Türen sollten mindestens 90 Zentimeter breit sein und die Bewegungsflächen in den Wohnungen wenigstens 120 mal 120 Zentimeter betragen, damit man mit Rollator oder Gehhilfe genügend Bewegungsfreiheit hat. Automatische Türöffner schaffen zusätzlichen Komfort.

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Handlauf, Mobilität, Rollator, Sicherheit, Treppe
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