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Natur 2011 – Teil 2

Februar 2011  




nach obenÄsche – Fisch des Jahres

Bachforelle und Äsche (unten)
© Dagner, Gerd
Bachforelle und Äsche (unten)
Der Fisch des Jahres 2011 ist die Äsche (Thymallus thymallus). Der lateinische Name nimmt Bezug auf den Geruch des Fischfleisches, der an Thymian erinnert. Die Äsche bewohnt stromabwärts, unterhalb der Forellenzone, die so genannte "Äschenregion". Hier lebt sie im ruhigen Wasser oder mitten in der Strömung, liebt klares, kühles, bewegtes Wasser über kiesigem Grund, steigt schnell, um an der Oberfläche nach Fliegen zu jagen. Der schlanke, etwas hochrückige Fisch hat große, helle, silbrige Schuppen. Auffallend ist das prächtige Hochzeitskleid mit der großen, rotgerandeten Rückenflosse, den paarigen Flossen mit gelbem Rand, dem goldgelben Bauch und den leuchtenden Augen. Typische Äschenmerkmale sind zudem die weiche Rückenflosse, die gegabelte Schwanzflosse, die Fettflosse und das sehr kleine Maul.

nach obenMauereidechse – Reptil des Jahres

Mauereidechse
© Dagner, Gerd
Mauereidechse
Die Mauereidechse (Podarcis muralis) wurde zum Reptil 2011 erwählt. Die etwa 20 bis 25 cm lange, abgeflachte Art erscheint durch den langen Schwanz, der etwa zwei Drittel der gesamten Länge ausmacht, noch graziler. In Mittel- und Südeuropa ist sie weit verbreitet, in Deutschland besiedelt sie klimatisch warme Gebiete (z. B. Kaiserstuhl/Rheintal/an der Donau bei Passau). Bevorzugte Lebensräume sind trockene, steinige, sonnige Gebiete, Felswände, Geröllhalden aber auch Kulturlandschaften wie Weingärten, Legsteinmauern und Straßenböschungen. In weiten Teilen des Verbreitungsgebietes sind Mauereidechsen auf dem Rücken braun mit einem schwarzen Fleckenmuster, das zu einem Netz zusammenfließen kann. Die Unterseite ist weißlich, gelb, orange oder rot mit dunklen Flecken, besonders an Hals und Kehle. Die Weibchen sind allgemein weniger kontrastreich gezeichnet und deutlich längsgestreift. Als Nahrung dienen Schmetterlingsraupen, Ameisen, Heuschrecken, Schnecken und Würmer.

nach obenLuchs – Wildtier des Jahres

Luchs
© Dagner, Gerd
Luchs
Der Luchs (Felis lynx) gilt mit Recht als besondere Gattung, da er hohe Beine, Büschelohren, einen Backenbart und einen kurzen Stummelschwanz hat. Früher war er in Mitteleuropa weit verbreitet, dann ausgerottet, nun vereinzelt versuchsweise wieder ausgewildert. Er erbeutet Säugetiere einschließlich Reh- und jungem oder kranken Rotwild. Bemerkenswert ist die hohe Raubtierintelligenz dieses tollkühnen Räubers. Ist sein Jagdrevier nicht mehr ergiebig, wechselt er in langen, nächtlichen Wanderungen in andere Gebiete. Im Schnee verrät ihn seine typische Fährte: ein ziemlich großer, runder, dicht geschlossener Stempel ohne Krallenabdruck. Im Februar/März wird heftig und weithin hörbar geraunzt. Nach einer zehnwöchigen Tragzeit wirft die Luchsin zwei bis drei gefleckte Junge, die recht lange bei der Mutter bleiben, aber erst mit 3 Jahren die Fortpflanzungsfähigkeit erreichen.

nach obenLabyrinthspinne – Spinne des Jahres

Labyrinthspinne
© Dagner, Gerd
Labyrinthspinne
8 bis 15 mm Körpergröße, grau mit bräunlicher Zeichnung, so sind die Kennzeichen der Labyrinthspinne (Agelena labyrinthica). Sie ist weit verbreitet und lebt in trockener, niedriger Vegetation. Ihre Netze sind weitläufige, waagerecht ausgespannte Decken, die in eine gekrümmte Röhre übergehen. Bei Gefahr kann die Spinne die Wohnröhre durch einen "Hinterausgang" verlassen.

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Labyrinthspinne, Luchs, Mauereidechse, Spinne, Tier des Jahres, Wildtiere, Äsche
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