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Diskussion Solar-Industrie?

Februar 2011 Mit unserem Beitrag in der Januarausgabe hatten wir Sie, liebe Leser, gebeten uns Ihre Meinung zu schreiben. Viele Briefe haben uns dazu erreicht, wofür wir uns bedanken. Zeigen sie doch, wie unterschiedlich über die Thematik gedacht wird. Eine kleine Auswahl – zum Teil aufgrund der Länge gekürzt – dieser Lesermeinungen sehen Sie hier.


Liebe Kolleginnen und Kollegen (ich bin auch Journalist),

Joachim Schmidts Artikel "Geschenk für die Solarindustrie?" hat mich nicht kalt gelassen. Deswegen möchte ich Ihnen folgenden Leserbrief / Reaktion schicken:

"Der Artikel von Joachim Schmidt traf vielleicht den Nerv vieler Häuslebauer oder -besitzer, die sich über die gestiegenen Strompreise ärgern. Die Energiekonzerne machen ja das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) für ihre Preisanhebungen verantwortlich. Doch das ist Quatsch, denn diese Kosten werden durch die längere Laufzeit der alten Atommeiler mehr als wettgemacht.

Den "Experten" Urban Cleve zu zitieren, dem zufolge Deutschland nur mit 0,00004712 Prozent zur weltweiten CO2-Belastung beiträgt, ist hanebüchen. Immerhin sind wir eine der größten Industrienationen der Welt, jeder zweite Deutsche – vom Baby bis zur Oma – hat ein Auto, und 40 Millionen Haushalte wollen auch geheizt werden. In einigen Punkten hat Schmidt aber recht: Solarstromanlagen produzieren (noch) nicht wirtschaftlich. Das liegt aber nicht nur daran, dass Deutschland nicht in der Sahara liegt, sondern vor allem an dem geringen Wirkungsgrad der Anlagen. Denn die können bisher nur fünf Prozent der Sonnenenergie tatsächlich in Strom umwandeln. Dass die Anlagen nur Strom produzieren, wenn die Sonne scheint, liegt in der Natur der Sache. Und tagsüber schalten wir natürlich keine Lampen ein. Die Industrie aber produziert hauptsächlich während der hellen Stunden, und für sie ist die solare Zusatzenergie wertvoll. Auch speichern lässt sich der Strom durchaus, nicht mit Batterien – das ist weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll – sondern beispielsweise mit Pumpstationen. Die fördern bei Energieüberschuss Wasser in eine höher gelegene Talsperre, und wenn der Strom gebraucht wird, fließt das Wasser ab und treibt die Generatoren an.

Ein Ausbau der Stromnetze macht jedenfalls Sinn: Dezentrale Stromproduzenten sind außer den Solaranlagen nämlich auch Wasser- und Windkraft sowie die künftig wohl häufigeren kleinen Blockheizkraftwerke, die außer Strom auch Wärme produzieren. Und die brauchen Kabel, die den Strom nicht nur liefern, sondern auch abführen können. Für den einzelnen Haus- oder Wohnungsbesitzer sind Solarstromanlagen ohne Subventionen zwar noch nicht attraktiv. Aber damit effektivere Anlagen für uns und für den Weltmarkt entwickelt werden können, muss auch der Absatz stimmen. Und Sonnenkollektoren, die keinen Strom, sondern warmes Wasser zum Duschen oder für die Heizung liefern, lohnen sich schon jetzt – auch ohne Subventionen: Denn sie haben einen Wirkungsgrad von 40 Prozent. Und mal ehrlich: Sind Solaranlagen denn wirklich so viel hässlicher als graue Dächer, deren Betonziegel blühen wie Schimmelkulturen?"

Ich würde mich freuen, wenn Sie den Text in einer der nächsten Ausgaben abdrucken würden. Falls Sie wünschen, schicke ich Ihnen auch gern noch ein Foto unseres – dreieckigen – Sonnenkollektors hinterher.

Herzliche Grüße – Uwe H.

Sehr geehrte Damen und Herren,

in der Ausgabe vom Januar hatten Sie einen interessanten Kommentar zum Thema Photovoltaik veröffentlicht. Diesem muss ich doch deutlich widersprechen, der Nutzen der PV-Technik ist seit langer Zeit eindeutig belegt und als langjähriger Betreiber einer solchen Anlage auf dem Dach meines Siedlungshauses, habe ich bisher nur positive Erfahrungen damit gemacht. Herr Schmitt stellt ja besonders den kaufmännischen Aspekt in den Vordergrund und auf den ersten Blick mag das so stimmen. Das ist im Moment auch leider der Ton, der von der Stromwirtschaft gegenüber den Betreibern von Solarstromanlagen angeschlagen wird. Da werden Strompreiserhöhungen mit den hohen Kosten der Solarstromförderung begründet, der Zweck ist klar, meiner Meinung nach soll die Stimmung in der Bevölkerung gegen die PV-Technik gerichtet werden und was gibt es da Besseres, als Neidgefühle zu wecken. Ist ja auch noch schöner, da bekommt einer für seinen Strom 40 ct./KW und braucht für Strom selber nur die Hälfte zahlen. Es ist aber wie gesagt, nur auf den ersten Blick so, der Sinn der Einspeisevergütung ist doch ganz einfach. Der Gesetzgeber wollte mit diesem Gesetz einer umweltfreundlichen Technologie zum Durchbruch verhelfen und das ist mehr als gelungen. Die deutsche Solarindustrie bietet bereits heute sehr vielen Menschen einen Arbeitsplatz von der Forschung bis zur Produktion. Im Gesetz ist ganz klar verankert, das die Förderung je nach installierter Leistung gesenkt wird und so ist der Förderbetrag seit Anfang 2011 auf 28,74 ct./KW gesunken und wird auch weiter abgesenkt werden. Durch die zugegeben massive Förderung ist es gelungen aus der PV-Technik einen beachtlichen Industriezweig zu entwickeln. Mit steigenden Stückzahlen wurden die Preise für Module und Wechselrichter immer weiter gesenkt, die Forschung auf diesem Gebiet wurde intensiviert, so das die nächste Generation von Solarzellen bereits mit deutlich besserem Wirkungsgrad greifbar nahe scheint. Übrigens wurde diese Methode der Förderung schon bei vielen Produkten angewandt um Marktreife zu erlangen, ich möchte jedoch nicht eine Subvention mit der anderen vergleichen, sondern möchte die kaufmännische Seite mal etwas näher beleuchten. Was würde denn eigentlich passieren, wenn wir nicht die alternativen Energien fördern, sondern so weiter wirtschaften wie bisher? Die fossilen Energieträger reichen nur noch für kurze Zeit, beim Erdöl nach Expertenmeinung noch ca. 50 Jahre. Ist es kaufmännisch richtig diesen Schatz durch Autofahren und Heizen zu verschwenden? Nein, keinesfalls, denn Erdöl ist in vielen wichtigen Produkten unersetzbar, nicht jedoch bei der Mobilität. Wir müssen also mit aller Kraft daran arbeiten, das dieser Energieträger durch einen anderen abgelöst wird, wo immer das möglich ist und das muss auch möglichst umweltschonend erfolgen. Nun mag der Zeitraum zum Handeln ja noch lang sein und es werden ja auch noch Ölreserven entdeckt, aber es ist ja so, je knapper das Angebot wird, desto höher wird der Preis. Man braucht kein Hellseher zu sein, um voraus zu sagen, das sich der "Normalbürger" auf Dauer kein Öl mehr leisten kann. Mit den anderen Energieträgern ist das ähnlich, es dauert wohl etwas länger bis diese zur Neige gehen. Was bleibt, das ist aber die Erwärmung des globalen Klimas, die uns bereits heute zum Handeln zwingt. Und da kommt in der Betrachtung auch die kaufmännische Seite zum tragen. Wer bezahlt denn die zunehmenden Schäden durch Extremwetterlagen? Wer wird die Flutsicherheit weiter Gebiete auch unseres Landes mit gewaltigen Beträgen aufbringen? Die Beispiele lassen sich fortführen. Und als Alternative evtl. die Kernenergie? Gerade hier wurden große Subventionsbeträge geleistet und die Technologie hat sich als Irrweg herausgestellt. Im Moment kann man sich den Strompreis aus solchen Anlagen sicher schön nach unten rechnen, die Wirklichkeit ist aber eine andere. Kein Land dieser Welt hat bisher ein sicheres Endlager zu bieten. Zur Erinnerung: Der Abfall muss tausende von Jahren sicher gelagert werden, das kostet, schließlich ist es nicht damit getan, das Zeug irgendwo zu vergraben. Die Kosten für die Asse-Sanierung werden uns das in Zukunft noch deutlicher machen. Übrigens sind die Uranvoräte sehr begrenzt, man schätzt ca. 30 Jahre. Der Preis dafür sind großflächige Umweltzerstörungen in den Abbaugebieten, die muss irgendwann ja auch jemand bezahlen.

Ich bin der festen Überzeugung, das der eingeschlagene Weg der richtige ist. Energie der Zukunft kann nur alternativ sein, darüber sind sich alle Experten einig. Bei der Windkraft kommen wir bereits heute an die Grenzen, der Widerstand gegen die Windmühlen wird ja bereits seit längerer Zeit deutlich. Wasserkraft ist ausgereizt und Biogas ist höchstens als Nische zu sehen, da der flächendeckende Einsatz zu großen Problemen führt, wie z. B. Maismonokulturen und wegen dem Wegfall der Nutzflächen letztendlich auch zur Verteuerung von Lebensmitteln. Es bleibt also nur der Einsatz der Sonnenenergie (eigentlich sind alle Energieträger außer Uran ja auch nichts anderes als gespeicherte Sonnenenergie). Die Frage nach der kaufmännischen Seite drängt sich aber wieder auf und so kommt das Argument in unseren Breiten nicht wirtschaftlich. Sicher, in südlichen Ländern könnte man die Ausbeute durch Solarthermie stark steigern, der Strom muss dann aber auch noch zu uns transportiert werden, auch das ist mit hohen Kosten verbunden. Zudem wären wir dann auch wieder von anderen abhängig und ein weiterer Aspekt wäre der Kapitalabfluss aus unserem Land, der dann auf Dauer stattfinden würde.

Mein Fazit: Die Photovoltaik mag heute noch unwirtschaftlich erscheinen, sie wird es auf Dauer nicht sein und mithelfen unsere Zukunft zu sichern. Dezentral, jeder Bürger kann seinen Anteil an der Stromproduktion leisten. Allein durch die Vielzahl der Anlagen wird der Aufwand an Wartungen steigen und somit werden gerade regional bei den Handwerksbetrieben viele neue Arbeitsplätze entstehen und gesichert. Zugleich wird unser Land in Sachen Forschung und Entwicklung ganz vorn sein und sich auf den internationalen Märkten behaupten können, denn die Energieerzeugung geht schließlich alle an. Daher denke ich, ist es auch gerade aus kaufmännischer Sicht höchst sinnvoll die PV-Technologie zu fördern, wünschenswert wäre hier aus meiner Sicht auch ein noch stärkeres Engagement des Verbands als bisher, denn wir Mitglieder sind es doch, die als Besitzer einer selbstgenutzten Immobilie, zusammengenommen eine riesige Fläche zur Stromerzeugung zur Verfügung stellen können. Auf Dauer würden wir uns damit auch aus der Abhängigkeit von einigen wenigen Anbietern lösen können und das hätte evtl. ja auch einige interessante kaufmännische Aspekte zu bieten.

Mit freundlichen Grüßen – P. S.

Sehr geehrte Damen und Herren,

über den Artikel "Geschenk für die Solarindustrie?" bin ich wegen der Unsachlichkeit und falschen Angaben entsetzt. Bei so extremer Einseitigkeit stellt sich die Frage, ob der Autor hierfür eine "Gegenleistung" erhalten hat.

Warum die Vergütung von 40 Cent je Kilowattstunde genannt wird, ist nicht nachvollziehbar. Die ab 01.01.2011 höchst mögliche Vergütung beträgt 28,74 Ct/kWh und wird voraussichtlich im Juli noch weiter abgesenkt werden. Auch der vom völlig unbekannten "Energie-Experten Urban Cleve" zitierte Wert ist in keiner Weise sachgerecht. Es gibt doch genügend seriöse und auch bekannte Institutionen, deren Angaben verwendet werden könnten. Für eine erste sachliche Information der unterschiedlichen Auffassungen zu Photovoltaikanlagen ist z. B. Wikipedia zu empfehlen.

Bei dem rasanten Rückgang der Einspeisevergütung wird schon im nächsten Jahr die Höhe der üblichen Stromkosten der Endverbraucher erreicht werden. Vor dem Hintergrund der regelmäßigen Strompreiserhöhungen wird die Anschaffung dieser Anlagen dann immer interessanter.

Im März 2010 habe ich eine 12 kWp Anlage auf meinem Hausdach installieren lassen. Der bisherige Stromertrag übertrifft den erwarteten Wert deutlich, obwohl das Jahr 2010 hinsichtlich der Sonnenscheindauer in unserer Region nicht gut war.

Auch unter Berücksichtigung der gesamten sonstigen Kosten ist eine Photovoltaikanlage eine sehr gute und vor allem sichere Geldanlage. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der nächsten Finanzkrise, deren Eintreten offenbar nur eine Frage der Zeit ist. Strom wird jedoch immer gebraucht werden.

Mit freundlichen Grüßen – Manfred S.

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

dem Kommentar von Herrn Joachim Schmidt kann ich nur zustimmen.

Mehr noch: Endlich haben "die da oben" einen Weg gefunden, um für die Sonne, die vom Himmel scheint, eine Abgabe zu erheben: den Zuschlag für erneuerbare Energie auf die Stromrechnung. Und sie haben dazu gleich auch noch eine Abgabe für den Regen gefunden, der auf die Erde herniederfällt: die Gebühr für in die Kanalisation eingeleiteten Regenwassers.

Übrigens ist wohl bekannt, dass zwischen der weltweiten Erhöhung des CO2-Gehalts und der steigenden Temperatur ein Zusammenhang besteht. Es konnte jedoch noch kein Wissenschaftler beweisen, dass sich die Erdatmosphäre wegen des höheren CO2-Gehalts erwärmt. Es wäre im Gegensatz dazu auch möglich, dass sich der CO2-Gehalt der Luft wegen einer sich aus anderen Gründen ausgelösten Steigerung der Temperatur erhöht. Es gibt in diesem Zusammenhang Wissenschaftler, die allen Ernstes kosmische Ursachen für die Erderwärmung in Betracht ziehen. Die Temperatur der Erdhülle war nämlich in der Erdgeschichte zeitweise schon wesentlich höher als heute. Ohne Einfluss der Menschen und lange bevor es die gab.

Mit Solarpaneelen vollgepflasterte Dächer beleidigen nicht nur das Auge des Betrachters, wie Herr Schmidt andeutet. Angenommen der Dachstuhl eines solchen Hauses fängt Feuer, dann kann nicht die Feuerwehr anrücken und unverzüglich die Flammen mit Löschwasser ersticken. Die Wehrmänner würden nämlich durch elektrische Spannung verletzt oder gar getötet, sobald sie einfach Wasser auf das Strom führende Dach spritzten. Gegebenenfalls müssten sie also zuerst das Strom führende Dach mit isolierten Werkzeugen abtragen, bevor sie mit den eigentlichen Löscharbeiten beginnen könnten. Möglicherweise mit dem Effekt, dass es gar nichts mehr zu löschen gäbe, weil das Haus in der Zwischenzeit schon abgebrannt wäre.

Nebenbei bemerkt, wird sicher auch bald ein Sachverständiger der Gebäudeversicherungen diese zusätzliche Gefährdung der Versicherungssache erwägen – und dem Mathematiker des Unternehmens in Auftrag geben, das zusätzliche Risiko und die notwendige Erhöhung der Prämie zu berechnen.

Damit sind wir dann wieder bei der Betrachtung der energetischen und finanziellen Auswirkungen einer Solaranlage auf dem Dach.

Wieviel Energie und Geld in den Bau einer Solaranlage investiert werden muss, bis sie dann mit ihrem lächerlich geringen Wirkungsgrad vom Dach des Hauses Strom ins Netz liefert, das wurde bisher noch außer acht gelassen …

Mit freundlichen Grüßen – Hubert B.

Ihr o. g. Bericht hat mich erschüttert. Wie kann unsere Regierung diesen Wahnsinn in dieser Art unterstützen? Energiesparen halte ich für sinnvoll, was jedoch bei uns daraus gemacht wird, ist unverantwortlich.

Wenn Herr Urban Cleve Recht hat, dann werden wir von allen Seiten rundum vera… .
Ohne jeglichen, zwingenden Grund werden alle Bürger überdimensional belastet und was mich besonders ärgert, unsere schönen Kulturlandschaften mit Steuergeldern und unansehnlichen Windkraftwerken auf jedem Hügel, zerstört.

Ich habe selbst für die Warmwasserbereitung Kollektoren auf dem Dach und bin zufrieden,
auch die blauen Dächer könnte ich, mit Einschränkungen, noch akzeptieren, die Zerstörung unserer Landschaften ist eine Sünde gegen die folgenden Generationen.

Waldemar W.

Sehr geehrter Herr Schmidt,

mit Interesse habe ich Ihren Artikel "Geschenk für die Solar-Industrie" in Familienheim und Garten gelesen und stimme Ihnen voll zu. Hier spricht ein Fachmann, der sich wohltuend von den vielen selbsternannten "Experten" abhebt, mit deren "Belehrungen" man ständig in den Medien "vollgemüllt" wird.

Ich kann dieses "Energiespar-Geschwafel" und den CO2-Umweltgift-Unfug nicht mehr hören. Hin und wieder erhebe ich deshalb meine Stimme in der "Weltpresse" (hier die Kieler Nachrichten). Anbei mein Schreiben an Herrn Heinemann von den KN; es wurde tatsächlich abgedruckt, ein Vorzug, der mir nicht immer zuteil wird …

Mit freundlichem Gruß – G. W.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie ich leider feststellen muß, geben Sie sich auch in diesem Jahr als Plattform für die eigenartigen Verlautbarungen des Joachim Schmidt her. Nun ist der Gehalt an unabhängigen, glaubhaften Informationen in Ihrem Heft ohnehin schon sehr gering, da der größte Teil der scheinbaren Artikel nichts als Promotion-Texte einiger weniger Firmen sind und keine Beiträge von seriösen Fachleuten. Herr Schmidt doch ist nur in einem Punkt »Profi«: in der Desinformation durch Verdrehung und Weglassen von Tatsachen!

Es ist einfach ein Hohn, wenn Sie behaupten, er hätte zum Thema Solarenergie »Fakten zusammengetragen«! Er versucht mit einem manipulierten Foto (das ich überdies gar nicht abstoßend finde) Angst vor der Nutzung von Sonnenenergie zu erzeugen und schämt sich nicht, einen Urban Cleve als »Energieexperten« zu servieren. Dieser Herr ist, wie eine kleine Internet-Recherche entlarvt, nicht mehr als ein bezahlter Atom-Lobbyist, der auf einigen äußerst dubiosen Websites Hysterie gegen alternative Energiequellen schüren und der Atomenergie das Wort reden darf. Der Stil seiner Publikationen ist so unsachlich und einseitig, daß ein seriöser Journalist sich hüten würde, ausgerechnet ihn als Fachmann zu zitieren.

Aber Seriosität ist ja nicht gerade etwas, was die Beiträge des Herrn Schmidt auszeichnen würde. Seit Jahren frage ich mich, ob seine allem gängigen Wissensstand zu Wärmedämmung und Energieeinsparung zuwiderlaufenden Thesen auf persönlicher Wichtigtuerei oder gekaufter Meinung beruhen.

Im konkreten Fall haut er in die selbe Kerbe wie die Energiekonzerne bei einer Lobby-Offensive gegen die Solarförderung Ende letzten Jahres, als sie ihre Preiserhöhungen als Strafe für die Förderung von Solarenergie androhten. Plappert Schmidt dabei aus freien Stücken unkritisch diese Darstellung nach, anstatt sich aktiv zu informieren? Oder profitiert er selbst auf irgendeine Weise von der Verbreitung solcher Unwahrheiten (das Wort »Geldgeschenk« ging ihm beim Schreiben ja unübersehbar im Kopf herum, und die Honorare des FUG-Verlags werden nicht allzu hoch sein)?

Was er alles unterschlägt: siehe www.greenpeace.de/themen/energie/nachrichten/artikel/pseudoargumente_gegen_oekostrom. Ferner verschweigt er tunlichst jede Alternative. Etwa die Solarthermie, die auch »in unseren Breiten« bereits wirtschaftlich ist – ohne nennenswerte Subventionen (für meine solarunterstützte Brennwertheizung mit 16 Quadratmetern Kollektorfläche habe ich weniger staatliche Förderung erhalten als zur selben Zeit jemand für einen Autokauf an Umweltabwrack-Prämie einstreichen konnte). Just in diesem Moment (Anfang Januar!) läuft meine Kollektorpumpe mit 80%iger Leistung und schafft einen Wärmevorrat für die Nacht in den Speicher.

Schon im letzten Jahr habe ich mich wiederholt über die Polemiken dieses Autors geärgert. Er paßt damit leider in die Linie eines Blättchens, das sich auch nicht scheut, immer wieder für unlautere Tankschutz-Aktionen, ineffiziente Elektroheizungen, bedenkliche Pestizide oder esoterische Mauerentfeuchtungsmethoden zu werben. Sie vergessen damit offenbar, dass es Ihre Aufgabe als Verbandszeitschrift wäre, den Leser zu seinem nachhaltigen Nutzen korrekt zu informieren – und nicht, ihn an Werbekunden zu verkaufen!

Ihr kleiner Kasten, in dem Sie zaghaft und halbherzig von den Thesen des Herrn Schmidt abrücken, bleibt ein hilfloser Ansatz, solange Sie ihm weiterhin Raum für seine Irreführungen einräumen.

Sollte sich der Verband Wohneigentum gar die Thesen der euphemistisch als »Klimaskeptiker« bezeichneten Wirtschaftslobbyisten zueigen machen, werde ich umgehend meine Mitgliedschaft kündigen.

Mit freundlichen Grüßen – Robert T.

Ich bin dankbar über einige konkrete Zahlen in dem Artikel, die sich Herr Schmidt – so denke ich – sicher nicht aus den Fingern gesogen hat. Sind auch Angaben erhältlich, die den Energieverbrauch bei der Herstellung von Solaranlagen dem Energiegewinn während der Laufzeit dieser Anlagen gegenüberstellen?

Gotthart S.

Sehr geehrter Herr Schmidt,

Ihren Beitrag mit dem Thema "Geschenk für die Solarindustrie" in der Zeitschrift Familienheim und Garten (Jan. 2011) finde ich hervorragend.

Im Oktober 2010 habe ich der Redaktion Monitor zur Sendung von der Lüge des teuren Ökostromes (21.10.10) wegen der Favorisierung von Photovoltaikanlagen mit meinem Schreiben v. 25.10.10 (s. Anlage) eine Rüge erteilt. Bis heute habe ich keine Antwort von Frau Mikich, auch nach nochmaliger Mail-Anfrage, erhalten. Unter Herrn Bednarz wäre dies nicht passiert.

In Anbetracht der geringen Sonneneinstrahlung (1.000 h/a) bei uns in Deutschland und des niedrigen Wirkungsgrades von 10 % bei PV-Anlagen, sollte die Bundesregierung die Förderung für diese Technik ganz einstellen. Es gibt bessere Technik für die Stromerzeugung (Solarthermie) und Wüstenländer mit über 2.000 Sonnenstunden im Jahr in denen die Stromerzeugung mehr Sinn machen würde. In der Sierra Nevada (östl. Granada) wurden bereits drei Blöcke a 50 MW Leistung realisiert.

Ich glaube wir liegen in unseren Meinungen über Photovoltaikanlagen sehr dicht beieinander.

Mit freundlichen Grüßen – W. Sch.

Hallo und Guten Morgen,

ich würde gerne meine Meinung zum Bericht abgeben:

Der Autor, Joachim Schmidt, hat Recht, und zwar in jeder Hinsicht. Die Förderung von Photovoltaikanlagen ist eine völlig sinnlose Subvention einer Industrie in Milliardenhöhe, die uns energiepolitisch überhaupt nichts bringt. Das aus folgenden Gründen:

  1. Alle Kollegen, Bekannten, Nachbarn, die solche Anlagen installiert haben, antworten auf die Frage nach dem Grund: "Weil es sich rechnerisch lohnt." Kein einziger(!) hätte die Anlage installiert, ohne die garantierten Randbedingungen (Einspeisevergütung, vergünstigte Finanzierung usw.). Als Grund "CO2-Reduzierung"? Fehlanzeige!
  2. Es würden künstlich hoch subventionierte Arbeitsplätze geschaffen. Irgendwann ist der Boom vorbei und dann steht die Branche vor den selben Problemen wie der Kohlebergbau – man hat (leider) nichts daraus gelernt.
  3. Die Verfügbarkeit der Photovolatik liegt nur bei ca. 15 %, sprich, aufs Jahr gerechnet, steht an ca. 55 Tagen rund um die Uhr der "Strom vom Dach" zur Verfügung. Und das unabhängig davon, auf wie viel Dächern Elemente montiert sind. Woher kommt der Strom nachts und wenn keine Sonne scheint?? Die Speicherung ist sehr problematisch, kann eigentlich nur in größerem Stil über zusätzliche Pumpspeicherkraftwerke (weitere Milliardenkosten) realisiert werden. Im Schwarzwald (Projekt Atdorf) will das Schluchseewerk ein solches bauen. Der Widerstand dagegen ist jetzt (in der Planungsphase) bereits sehr heftig.
  4. Das, was an CO2 bei der Produktion der Panels (die immer mehr übrigens aus China kommen) anfällt, wird, wenn überhaupt, grad mal so im Laufe der Lebensdauer wieder "eingespart", wobei kein einziges Kohlekraftwerk durch Strom aus Photovoltaik ersetzt werden kann.
  5. Die Milliarden wären viel sinnvoller bei der Isolierung von Altbauten, der Heizungssanierung usw. eingesetzt. Da lassen sich wirklich noch nennenswerte Reduktionen des CO2-Ausstoßes erreichen.

Fazit: Wir leisten uns ein sehr teures "Hobby", für welches alle bezahlen, ob sie wollen oder nicht. Energiepolitisch ist Photovoltaik wohl so ziemlich das unrentabelste und teuerste, was man fördern kann.

Und das im Grunde genommen für "nichts": Kein wirklicher Beitrag zur CO2-Reduktion, kein sinnvoller Beitrag hin zu mehr regenerativen Energien, zu weniger Abhängigkeit von Kohle usw.

Freundliche Grüße – Berthold M.

Bezüglich Ihres Januar Artikel Architekt Schmitt wg. Solarförderung,

er spricht mir aus der Seele! Minimaler Energiegewinn, dafür endgültige Verschandelung der ohnehin oft geschmacklosen Hausarchitektur. Hochsubventionierte Arbeitsplätze für wenige in der Solarindustrie, da Produktion der Paneels größtenteils in Fernost (China, Taiwan). In BRD nur Montage und Planung. Die Subventionierung dieser wenigen Arbeitsplätze ist mit – der jetzt auslaufenden – Steinkohleförderung zu vergleichen, bei der zum Schluss jeder Arbeitsplatz mit ca. 45.000,-- Euro jährlich bezuschusst wurde (Kostenvergleich Importkohle).

Im übrigen ist Ihr stark anzeigenlastiges Heft (als "Tipps" herausgestellte Artikel lediglich Verkaufsförderung für den jeweiligen Hersteller) nur durch die – bis auf wenige Ausnahmen – substanziellen Artikel des Herrn Schmitt lesenswert.

Mit freundlichen Grüßen – Erwin M.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich bin begeisterter Leser Ihrer Zeitschrift-Familienheim und Garten. Besonders interessant finde ich immer die Beiträge des Architekten Herrn Joachim Schmidt. Und bei diesem Beitrag – Geschenk für die Solarindustrie – hat er einmal mehr wieder den Nagel auf den Kopf getroffen. Dieser Mann kann mit Sachverstand und großer Kompetenz technische und wirtschaftliche Probleme den Menschen erklären, die von Lobbyisten und Politikern belogen werden. Es ist für mich auch klar, daß sich die Solartechnik in unseren Breiten bei den kurzen Sommern (dann auch noch verregnet) zur Stromversorgung nicht eignet.

Daran, daß der Anteil Deutschlands an der weltweiten CO2-Belastung gerade einmal 0,00004712 Prozent ausmacht, kann man die ökologischen Gedanken ausser acht lassen. Hier wird den Leuten nur ein schlechtes Gewissen von Lobbyisten und Politikern gemacht. Man sollte sich über andere Energieversorgung Gedanken machen. Dies wird jedoch von den Großkonzernen unterbunden. Diese können dann, mit Hilfe der Politiker, durch solche unwirtschaftlichen, aber subventionierten Anlagen, ihren Gewinn erhöhen. Diese Gewinne bezahlt aber der Bürger durch die immer höher werdenden Stromrechnungen.
Ich hoffe, schon bald wieder einen Beitrag des Herrn Schmidt zu lesen.

Viele Grüße – Peter L.

Als Mitglied im Siedlerbund ärgere ich mich über die tendenziösen Darstellungen in Ihrer letzten Ausgabe. Im Einzelnen:

Faulheit schlägt Ökologie allemal – anders kann man den Beitrag "Wärme wie vom Sonnenschein" kaum kommentieren.

Es waren die Architekten, die die Heizkörper – möglichst noch hinter Wandverkleidungen – versteckten. Daraus entstand die unbehagliche und uneffektive Konvektionsheizung.

Ökologisch Aufgeschlossene wissen schon lange, dass Strahlungsheizkörper die angenehmste und effektivste Form von Wärme bereitstellen. Und dafür gibt es schon seit langem jede Menge Lösungen – angefangen vom Kachelofen über Wandheizungen oder auch Heizwände (z. B. Zehnder, Arbonia, …).

Die angeblich so tollen Innovationen in Ihrem Artikel belegen nur eins: dass es halt bequemer ist, eine Stromleitung zu ziehen. Eine Heizleitung zum selben Ort ist halt etwas aufwendiger, dafür Dreimal so energieeffektiv (sofern die Wärme nicht wieder aus Strom gemacht wird).

Der Artikel von Joachim Schmidt strotzt nur so von tendenziösen Verdrehungen:

  1. Der Energieverbrauch Deutschlands liegt bei 15.000 Petajoule, das sind rund 2,7 % des Weltenergieverbrauchs. Darin ist noch nicht eingerechnet der Importanteil an versteckter Energie in Waren und Lebensmitteln. Der CO2-Ausstoß ist ungefähr in gleicher Höhe. Die Zahl von Herrn Schmidt ist also um den Faktor 100.000 falsch!!!
  2. Die hässliche Fotomontage sähe völlig anders aus, wenn moderne anthrazitfarbene Solarmodule montiert würden. Die dunklere Farbe geht mit verbesserten technischen Eigenschaften einher, man muss also nicht einmal Effizienz opfern für die Ästhetik.
  3. Warum regt sich Herr Schmidt nicht über die 6 Milliarden Euro auf, die der Steuerzahler für die Sanierung des Betrug-Atomlagers Asse 2 bezahlen muss? Mir ist es nicht egal, dass ich über meine Steuerrechnung für die Kosten der Atomenergie aufkommen muss – das ist verzerrter Wettbewerb!

Die Solarförderung ist gut angelegtes Geld als Anschubfinanzierung für eine nachhaltige Energieversorgung der Zukunft. In wenigen Jahren wird die Kilowattstunde Solarstrom um 15 Eurocent kosten – nicht eingerechnet der superbillige Solarstrom aus abgeschriebenen Photovoltaikanlagen. Ab 2020 spielt nämlich eine ganz andere Musik. Und Atomstrom aus neuen AKWs wäre auch nicht billiger als 15 Cent …

So viel für den Moment, für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung
Bernhard K., Dipl. Elektro-Ing. TH, Dipl. Energie-Ing.

Ich bin erschrocken, als ich den Beitrag von Joachim Schmidt gelesen habe. Dankenswerter weise habt ihr Euch in einem extra Balken etwas von dem Beitrag distanziert.

Ich bin seit Mai 2009 stolzer Besitzer einer Photovoltaikanlage. In dieser kurzen Zeit hat meine 8,4 KWp Anlage 14.400 KW Strom produziert. Das ist in etwa das doppelte meines Verbrauchs. Außerdem konnte ich 11.520 kg CO2 einsparen. Abgesehen davon, dass Kohle und Öl endlich sind, setzen sie durch die Verbrennung große Mengen CO2 frei, die vor Jahrmillionen eingelagert wurden. Als Gärtner und Förster begrüße ich einen etwas höheren CO2-Gehalt, da dadurch die Pflanzen besser wachsen, was man an den Zuwachskurven der Waldbäume in den letzten 20 Jahren deutlich erkennen konnte. Der Anstieg auf über 300 ppm ist in den letzten 400.000 Jahren nicht mehr vorgekommen. Nun werden die Nebenwirkungen der CO2-Erhöhung immer deutlicher, wie wir jetzt wieder in Australien miterleben müssen.

Gruß Gerd H.

Die Photovoltaik ist beileibe keine CO2-freie Energie. Der extrem hohe Energiebedarf bei der Herstellung (Silizium, Glas, Aluminium) bedingt, dass je nach Zellentyp diese erst nach 5–9 Jahren Betrieb die bei ihrer Herstellung angefallene CO2-Menge egalisiert haben. Wasser, Wind und Kernenergie sind weit CO2-freundlicher (Daten siehe Bayernkurier Nr. 11 v. 17.3.2007).

Eine absolute Ungerechtigkeit gegenüber den Bürgern, die die Subventionen für die Photovoltaik tragen müssen, ist die Regelung, dass die Photovoltaik-Nutzenden die erzeugte Energie vollständig in die Netze einspeisen dürfen, anstatt den erzeugten Strom erst selbst zu nutzen und nur der Überschuss in die Netze abgegeben werden darf. Dieses Verhalten zeigt, dass es den meisten nur um Profit geht und nicht um das CO2, denn sie kaufen für den Eigenbedarf billigen Kohle- und Kernenergiestrom ein.

Ernst W. H.

Leserbrief zu dem Artikel "Geschenk für die Solar-Industrie"

Ich bin erstaunt. dass sie einen so tendenziösen Bericht, wie den über das "Geschenk für die Solar-Industrie", in ihrem Vereinsorgan veröffentlichen. Auch wenn sie am Ende darauf hinweisen, dass es sich nicht um ihre Meinung handelt, erweckt er für viele Leser den Eindruck, dass es sich um einen von ihnen geprüften und für richtig befundenen Artikel handelt. Es wird die Wahrheit teils weggelassen, teils werden die Angaben so angegeben, dass ein völlig falscher Eindruck entsteht.

In dem Artikel werden die Zahlungen für den Photovoltaikstrom so dargestellt, als ob diese nur durch Druck auf die Energiekonzerne zustande kamen und jederzeit wieder von diesen eingestellt werden könnten. Dass diese Zahlungen durch ein Gesetz (EEG) geregelt werden, wird dort unterschlagen. Dieses Gesetz regelt die Vergütung von allen regenerativen Energien und wurde in ähnlicher Weise zwischenzeitlich von verschiedenen Staaten übernommen. Sein Zweck ist nicht die Bereicherung von Solardachbesitzern, sondern die regenerative Energieerzeugung bis zur Wirtschaftlichkeit zu entwickeln, damit auch in Zukunft die Stromversorgung gesichert ist und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschland verbessert wird. Auch die Atomenergie wurde und wird vom Staat erheblich subventioniert. Bis heute sind dafür mindestens 160 Mrd. Euro ausgegeben worden. Damit, und mit den laufenden Subventionen, lässt sich gut billig produzieren. Dass dieser günstige Preis nicht an die Verbraucher weitergegeben wird spricht nicht für die großen Stromkonzerne.

Der in diesem Bericht genannte Energieexperte hat meines Wissens nur mit einem Leserbrief auf einer Internetplattform für "Gegner der menschenverursachten Klimaveränderung" von sich Reden gemacht. Dort stellt er in beschönigender Weise die aktuelle Konzentration von CO2 als Prozent der gesamten Luftmasse dar. Ebenso der von Deutschland emittierte Teil des momentanen von Menschen gemachten CO2-Ausstoßes. Damit kommt er natürlich auf irrsinnig kleine Zahlen und versucht den Eindruck zu erwecken, dass unser Tun keinen Einfluss auf die Klimaerwärmung hat. Dies ist so, wie wenn ich von einer Schlange gebissen werde und ein Experte (wie der im Artikel genannte) beruhigt mich mit dem Hinweis, dass die 2 kleinen Tropfen Schlangengift nur 0,000x % meiner Körpermasse ausmachen und es daher nichts ausmachen kann. Allerdings werde ich an den 0,000x % Schlangengift sterben.

Interessant ist nur die absolute Höhe des CO2-Gehalts, bzw. dessen Änderung. Vor der Industrialisierung betrug der CO2-Gehalt der Luft ca. 280 ppm. Das ist erforderlich, damit wir ein normales Klima und keine sibirische Kälte als Durchschnittstemperatur haben. Heute haben wir ca. 385 ppm CO2, also 37 % mehr. Wenn wir es schaffen den Anstieg des CO2 auf ca. 450 ppm zu begrenzen, können wir vielleicht die 2 Grad Grenze halten. Damit ist dann gerade noch eine Zivilisation, wie wir sie kennen, möglich. Wenn dies nicht gelingt, kommen wir in den Bereich der nicht umkehrbaren Selbstverstärkungseffekte, die die Durchschnittstemperatur um ca. 5–6 Grad im Laufe der nächsten hundert Jahre ansteigen lassen. Dabei kann keine heutige Zivilisation mehr existieren.

Deshalb ist es wichtig, dass Deutschland seinen 3,1 %-Anteil (lt. dem im Artikel genannten Experten) an der menschlich gemachten 2-Emission stark reduziert. Eine Verharmlosung ist schädlich. Außerdem, der Natur ist es egal was wir tun. Nur werden wir Menschen, wenn wir unser Verhalten nicht ändern, das Schicksal der Arten erleiden, die bei ähnlichem 2-Anstieg in der Vergangenheit, durch die dann erfolgte Erhöhung der Durchschnittstemperatur um 5, 6 oder mehr Grad, einfach ausstarben.

Dieter G.

Leserbrief zu "Geschenk für die Solar-Industrie?" von Joachim Schmidt

Danke, sehr geehrte Redaktion, für Ihren Mut zu dieser überfälligen Stellungnahme! Der Architekt Joachim Schmidt trifft den Nagel auf den Kopf. Das EE-Gesetz animiert wohlmeinende Bürger, denjenigen Hausbesitzern und Mietern, die sich keine Solarstrom-Anlage leisten können, über die Stromrechnung das Geld aus der Tasche zu ziehen. Von ihrem Verband Wohneigentum vergessen, müssen sie ohnmächtig erdulden, dass andere sich auf ihre Kosten als "ökologisch vorbildlich" ausgeben können, was sie aber nicht sind.

Denn den ganzen Klimarummel gibt es nur, weil es einigen Klimatologen gelungen ist, eine drohende Klimakatastrophe durch menschengemachtes CO2 als wissenschaftlich bewiesen zu verkaufen. Das stimmt schon deshalb nicht, weil es Zeiten gab, in denen das CO2 anstieg, die Temperatur aber abfiel und umgekehrt. Auch hat sich das Klima schon immer gewandelt, die längste Zeit sogar ohne dass es Menschen gab. Klimawandel ist also nichts Neues und keine Bedrohung, sondern ganz normal. Auch kenne ich keinen Klimatologen, der von sich behauptet, das Klima wirklich verstanden zu haben. Deshalb fordern sie bekanntlich immer neues Geld für weitere Forschungen an. Und nun sollen wir das Klima regulieren, das Klimatologen nicht verstanden haben?

Trotzdem fuchteln die Politiker ständig mit ihrem neuen Allzweckknüppel Klimawandel herum und gängeln uns, wo es ihnen gerade passt. Und bei den Lieferanten ihres Allzweckknüppels bedanken sie sich mit einschlägigen Lehrstühlen, Instituten, üppigen Fördertöpfen, lukrativen Gutachten und Spesen für einen globalen Klimatourismus. Die Rechnungen bekommen andere. Nur wer die Augen fest verschließt, kann diesem Kartell noch glauben. Zum Glück haben Klimatologen und Politiker der Welt ungewollt, aber klar, gezeigt, was sie selbst von der drohenden Klimaerwärmung halten: Fünfzehntausend (!) von ihnen flogen ins schön warme (!) Cancun und pusteten dabei ganz locker Hundertausende Tonnen CO2 in die Luft. Sie predigen uns Wasser und trinken selbst Wein. Wer das tut, glaubt nicht an das, was er anderen predigt.

Dr. Friedrich B.

Sehr geehrte Damen und Herrn,

der Artikel des Herrn Joachim Schmidt unter der Überschrift "Geschenk für die Solarindustrie" in der Ausgabe Januar 2011, hat mich zur folgenden Stellungnahme veranlasst.

Die Erneuerbaren Energien – allen voran Sonne und Wind – sind auf dem Vormarsch. Sehr zum Leidwesen der konventionellen Stromwirtschaft. Verständlich, wenn man berücksichtigt, dass jede Kilowattstunde Strom, die dezentral auf einem Dach durch die Sonne, oder von einem Windrad erzeugt, nach dem Gesetz für den Vorrang der Erneuerbaren Energien EEG, ins öffentliche Netz eingespeist werden darf, eine weniger ist, die von ihnen produziert werden kann. Sozusagen eine schleichende Entmonopolisiereung.

Die konventionelle Stromwirtschaft, vertreten durch die ihnen nahe stehenden Medien, wehrt sich in jüngster Zeit vermehrt mit einer diskreditierungs Kampagne dagegen. Besonders der Sonnenstrom ist ihnen ein Dorn im Auge. Das liegt daran, dass Sonnenstrom bevorzugt abgenommen werden muss, und dann im Netz ist, wenn um die Mittagszeit Strom an der Leipziger Strombörse zu Höchstpreisen gehandelt wird. Dazu muss man wissen, dass etwa 80 % unseres Strombedarfs lange im Voraus am Terminmarkt gehandelt wird, und der Rest einen Tag vor Bedarf am Spotmarkt im Stundenraster, zu ständig wechselnden Preisen nach Angebot und Nachfrage. Die Nachfrage an der Börse wird befriedigt mit Kraftwerken in der preislichen Reihenfolge von unten nach oben. Das letzte noch in Frage kommende Kraftwerk (Grenzkraftwerk) bestimmt den jeweiligen Börsenpreis. Alle eingesetzten Kraftwerke werden dann zu diesem Börsenpreis bezahlt. Der so genannte "Mitnahme Effekt" wird wirksam. Da kann es vorkommen, dass ein zu 2 Cent/Kwh produzierendes Kraftwerk mit 10 Cent bezahlt wird, weil ein 10 Cent Kraftwerk als letztes zur Deckung des Bedarfs nötig ist.

Der Grund, warum sich Sonnenstrom in diesem Prozess so unbeliebt macht, ist der Folgende. Genau zu der Zeit, in der Strom am teuersten ist, sind die Netze voll mit Sonnenstrom. Es werden an bestimmten Tagen weniger konventionelle Kraftwerke zur Bedarfsdeckung benötigt. An Stelle eines 10 Cent Kraftwerks wird möglicherweise nur ein 6 oder 8 Cent Kraftwerk benötigt. Der so genannte "Merit Order Effekt wird wirksam. Eine Einsparung, die bisher wenig öffentlich gemacht wurde.

Eine diesbezügliche Untersuchung im Auftrag des Bundes Umweltministeriums über 8760 Jahresstunden aus dem Jahre 2007 führte zu folgendem Ergebnis. Es wurden durch verdrängen konventioneller Kraftwerke 5 Milliarden Euro eingespart, dagegen musste für den relativ teuren EEG Strom nur eine Vergütung von 3 Milliarden gezahlt werde, so dass unterm Strich noch 2 Milliarden zu Gunsten der Verbraucher übrig blieben. In jüngster Zeit gibt es vermehrt Recherchen, die diesen Trend bestätigen. So kam zum Beispiel am 21.10.2010 das ARD Magazin Monitor mit dem Titel "Die Lüge vom teuren Ökostrom" zu einem ähnlichen Ergebnis. Da wurde errechnet, das an bestimmten Tagen ein Volumen in der Größenordnung von 6 Atomkraftwerken an Sonnenstrom im Netz war. Ganz aktuell im Zusammenhang mit den jüngsten Strompreiserhöhungen die Aussage des Herrn Kurth von der Bundes Netzagentur.

Zitat: Aus Spiegel Online. Deutliche Worte vom Chef der Bundesnetzagentur: Matthias Kurth kritisiert die gängige Formel "Höhere Ökostrom-Umlage gleich höherer Strompreis". Nach Meinung des einflussreichen Behördenchefs haben die Konzerne durch den Ausbau erneuerbarer Energien sogar Spielräume für Kostensenkungen. Zitat Ende.

Zurück zum Autor des Artikels. Wie oberflächlich da berichtet wurde, kann man schon daran erkennen, dass von 40 Cent die Rede ist, die als Vergütung für Sonnenstrom zu zahlen wären. Tatsache ist, dass die Vergütung jährlich um 13 % sinkt, und derzeit 28,74 Cent beträgt.

Fazit: Ökostrom senkt die Preise an der Strombörse. Das und alles andere was ich geschrieben habe, kann man durch Eingabe eines entsprechenden Stichwortes, mit Hilfe der Internet Suchmaschine "GOOGLE" nachlesen.

Hans D.

Mein Diskussionsbeitrag zum Artikel von Joachim Schmidt

Wenn ich einen solchen Artikel lese, wie der von Joachim Schmidt, dann bedauere ich inzwischen den Autor. Möge er genügend verdienen, um jene Steuern zahlen zu können, die notwendig sind, die Geschenke an die Atomindustrie und die Endlagerung ihrer Abfälle zu zahlen und möge er bereits heute einen Fond auflegen, mit dem die Kosten, die er den Nachkommen zumutet, in zigtausend Jahren bezahlt werden können.

Viele Menschen sind deswegen gegen Atomstrom, weil gefährliche radioaktive Abfälle entstehen, die unsere Nachwelt beschäftigen. Die Gewinne der Atomindustrie werden privatisiert und die Kosten sozialisiert. Vgl. Asse und die Suche nach einem Endlager für die radioaktiven Abfälle. Mit der Atomenergie sitzen wir in einem Flugzeug und wissen nicht wo, wie und wann wir landen können. Da will ich nicht mitfliegen. Und das Urteil der Nachkommen über unsere verschwenderische Zeit möchte ich nicht hören wollen.

Atomenergie wird auch eine Brückentechnologie genannt. Jede Brücke ist irgendwann zu Ende. Und was dann?

Wer von Solarstrom redet, redet in diesem Zusammenhang immer von einem Mix aus erneuerbaren Energien. Natürlich kann die Solarenergie nachts keinen Beitrag leisten. Dann aber leisten andere erneuerbare Energiesysteme ihren Beitrag.

Meine Familie bewohnt ein Einfamilienhaus und wir haben in den letzten Abrechnungsperioden 2.727 kWh Strom verbraucht und mit unserer Solaranlage 1.805 kWh Strom produziert. Das sind 66,18 %, die wir durch Solarstrom selbst produziert haben und 2010 war nicht gerade ein üppiges Sonnenjahr. Dieser Strom wird tagsüber produziert, dann wenn der meiste Strom verbraucht wird. Meine Solaranlage produziert nicht gleichmäßig – gibt es aber eine Untersuchung, die aufzeigt, wie der Stromverbrauch bei Sonnenschein (z. B. durch Klimaanlagen) steigt? Für die Kosten der Entsorgung meiner Solaranlage werde ich zur Kasse gebeten. Zahlen auch die Atomstromproduzenten für die Entsorgung ihrer Anlagen und ihres Mülls? Und wer lässt sich demnächst die Erneuerung der Stromnetze bezahlen, die gerade wegen der erneuerbaren Energien nicht ausreichend sind?

Wir haben in den letzten 60 Jahren eine luxuriösen Lebensstil aufgebaut, den sich, schon allein aus physikalischen Gesetzmäßigkeiten, nicht alle Menschen erlauben können. Dieser Lebensstil basiert darauf, dass wir immer ausreichend Energie zur Verfügung haben. Er ist aber auch die Ursache für die Umweltkatastrophen, die zunehmen und ganz schnell diese Energiezufuhr unterbrechen können. Gleichzeitig sind wir mit unserem Luxus nicht bereit, unsere Schätze mit denen zu teilen, die nichts haben. Ich denke hier besonders an Menschen, die heute wieder verhungern. Wir leben auf Kosten anderer. Ich denke aber auch an die Kosten, die wir heute schon für unsere Sicherheit aufwenden müssen, um diesen Luxus zu erhalten und – wir brauchen angeblich ja auch Wirtschaftswachstum – zu verteidigen.

"Brave new world" – bisher ist es zu dieser Darstellung nicht gekommen, aber unsere Zeit bietet genügend Ansätze diese Geschichte weiter zu schreiben und darüber würden wir erschrecken.

Wir müssen heute lernen global zu denken und nicht, wie der Autor, immer nur "auf einzelne Rosinen" zu starren. Das nennt man eine Milchmädchenrechnung. In diesem Zusammenhang möchte ich auf die Beiträge von Herrn Professor Franz Josef Radermacher verweisen z. B. auf sein Buch "Welt mit Zukunft – Überleben im 21. Jahrhundert".

Gustav B.

Sehr geehrte Damen und Herren,

auch wenn sich die Redaktion mit einer Anmerkung etwas distanziert – der Artikel "Geschenk für die Solar-Industrie" ist so grauenvoll schlecht, dass ihn eine Zeitung wie die Ihre nicht abdrucken dürfte! Einseitige Agitation! Die berechtigte Diskussion zu Subventionierungen im Allgemeinen und im Bereich der Energie wurde mit diesen Zeilen kein Gefallen getan.

Welche Kompetenz im Bereich Energie zeichnet denn den Autor aus? Physiker kann er wegen absolut fehlender Grundkenntnisse nicht sein. Sollte er Journalist sein, ist er wegen miserabler Recherche kein Aushängeschild seines Berufstandes. Wenigstens die grundsätzliche Unterscheidung in Photovoltaik (Strom) und Solarwärme (Heizung/heißes Wasser) muss erwartet werden dürfen.

Bitte nie mehr so einen unglaublich schlechten Artikel!

Mit freundlichen Grüßen – Eva W.

Herr Joachim Schmidt hat zum größten Teil Recht. Effizient ist die Energie nur unter dem 30. Breitengrad. Energie läßt sich sehr wohl speichern! Sie muss nur manchmal wegen techn. Probleme in eine andere Form umgewandelt werden. Jede Wandlung ist mehr oder weniger verlustbehaftet, und der Speicher verliert im Lauf der Zeit selbst Energie. Die Summe aller Einzelverluste kann erheblich sein und das Verfahren unwirtschaftlich machen. Strom kann nur in zwei Formen direkt gespeichert werden: in Kondensatoren und in Spulen. Interessant ist eine neue Technologie, und zwar die Speicherung von Strom mit Hilfe von Schwungrädern. Sie reagieren selbstständig innerhalb von Millisekunden, setzten Spannung in Rotation um und können die Energie nach mehreren Sekunden fast verlustfrei wieder als Elektrizität abgeben. Für indirekte Stromspeicherung gibt es das Druckluftspeicher-Kraftwerk in Huntorf (Niedersachsen) mit einer Erzeugungsleistung von 290 MW, Umwälzwirkungsgrad liegt bei ca.55 %.

Dipl. Phys. Dr. Gabriele T.

Zu dem Artikel in FuG "Geschenk für Solar-Industrie" auf Seite 28 in Heft Januar 2011

Was hier abgedruckt wurde ist zwar die Meinung, die ganz kühle Rechner evtl. begeistern, aber in keinster Weise dem entspricht, was wir als Verband unseren Mitgliedern klar machen sollten, denn dieser Artikel geht ganz gewaltig an der Realität vorbei und zeigt die Vorteile dieser Technik für den Hausbesitzer nicht auf. Man könnte meinen, dieser Bericht kommt direkt aus der Atomzentrale der Energieversorger bzw. von so manchem Politiker der CDU bzw. FDP.

Wir allerdings sollten Anwalt der Hausbesitzer sein. Unsere Aufgabe wäre es, Mitglieder zu ermutigen, Thermosolar und Photovoltaik aufs Dach bauen zu lassen, denn die Vorteile überwiegen gewaltig. Solche Berichte wie hier abgedruckt, bewirken gerade das Gegenteil und ist nicht so leicht zu korrigieren.

Zu Absatz 1: So sollte es sein, doch die Realität ist anders. Man unterstützt nur Konzerne, und arbeitet selbst gegen die Kommunen mit eigenen Kraftwerken.

Zu Absatz 2: (ab Text "Leider ist das Wunschdenken) Hat Herr Schmidt noch nichts vom Energiemix gehört? Und die blöde Bemerkung "… denn Strom lässt sich nicht so einfach speichern wie Wasser in der Regentonne" ist eine glatte Lüge. Falls er noch nichts von Stauseen und Wasserkraftwerken gehört hat, lebt Herr Schmidt auf dem Mond.

Zu Absatz 3: Das haben, Gott sei Dank, noch Politiker mit Weitblick im EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) reguliert, dass man Anreize schafft (davon hat der Verfasser vielleicht noch nichts gehört), denn wer so denkt, wie im Artikel beschrieben, hat wiederum die Realität außer Acht gelassen.

Von was sollen unsere Kinder und Enkelkinder die Energie bekommen, denn:
Kohle gibt es noch, wenn es hoch kommt, ca. 70 Jahre, Erdöl evtl. 40 Jahre.

Beides ist eine Ausbeutung der Erde für unsere Generation, Was dann? Atomstrom ist energiekonzernfreundlich, da bereits abbezahlte, veraltete Meiler stehen und man so kräftig Gewinne macht. Aber wo hin mit dem Atommüll ohne sicheres Endlager? Und der größte Unsicherheitsfaktor ist der Mensch in der Kette. Die Entwicklungskosten für die Technologie und die Folgekosten tragen die Bürger allein. Darum ist Atomenergie wie ein Rennwagen mit 1.000 PS, aber ohne Bremse. Und die Überbleibsel strahlen tausende von Jahren! Also, die Gewinne für die Konzerne, die Kosten und das Risiko für die Bürger!

zu Absatz 4: Auch hier gilt das EEG. Und glauben Sie den Energieversorgern, die uns laufend über Kosten anlügen und Gefahren und Unfälle verschweigen? Was kümmert den Hausbesitzer, wenn der Anbieter weniger verdient? Kümmert sich die Energiekonzerne darum, was der Verbraucher zahlen muss?? Wer glaubt dass Energiekonzerne ("28 Mrd. Reingewinn, der 4 größten Konzerne im letzten Jahr) ohne einen, durch das EEG erzwungenen Einkauf des Photovoltaikstrom, nicht trotzdem die Preise erhöht. Wer das glaubt ist Wirklichkeitsfremd.

Nach Anschaffung einer Solaranlage erhält der Hausbesitzer 20 Jahre lang zwar einen subventionierten Strompreis, der insgesamt höher ist als die Anschaffung, aber nach gesetzlich verbrieften Vertrag hat er nach 20 Jahren mindestens noch 15 Jahre eine eigene Energieversorgung auf seinem Dach.

In 20 Jahren kostet der Strom aus der Steckdose (auch ohne subventionierten Naturstrom) mindesten 0,50 €/KW. Dieser selbsterzeugte Strom kostet Ihnen danach fast nichts. Bis dahin wird die Technik bestimmt auch schon kostengünstige Akkus liefern, die den Strom für die Nacht speichern oder sie heizen damit das Wasser für Ihren Gebrauch auf. Ganz klar, dass dies den Energieerzeugern missfällt, da sie dann keine großen Gewinne mehr machen. Energiekonzerne geben nicht die korrekten Kosten für alternative Stromerzeugung an (und verheimlichen effektiven Kosten). Die sind nämlich wesentlich geringer.

Zu Absatz 5: Da hat Herr Schmidt recht. Keiner verlangt allerdings von einem Politiker, dass er alles weiß. Aber sie sollten sich gewissenhaft informieren und dann 1 + 1 zusammen zählen. Denn was so manche Politiker fordern, wäre eine Vergewaltigung der Hausbesitzer. Und mehr als 50 % der Hausbesitzer (und übrigens auch unsere Mitglieder, müssten ihre Häuser verkaufen, weil sie nach den neuen Richtlinien des Gesetzes und Förderrichtlinien der KfW nicht das Geld dazu haben. Und die Rentner hätten gar keine Chance, denn sie bekommen nun mal im Alter keine Kredite mehr.

Zu Absatz 6: wer so denkt hat Scheuklappen vor den Augen. Unfähige Politiker sind nicht mal in der Lage bei großen Konferenzen ein Minimal-Ergebnisse zu erzielen, weil jeder bloß vor seiner Haustüre kehrt. Sie schwafeln dauernd, wir sollen global denken und sie sind nicht in der Lage so zu handeln! Es ist nicht nur 5 vor 12, sondern bereits 5 nach 12 (siehe Katastrophen Erwärmung des Klimas und deren Folgen. Wir spüren dies bereits durch Überschwemmungen usw. bei uns, allerdings ist dies bis jetzt nur "Pipifax" gegen das, was in Jahrzehnten auf uns und vor allem unseren Kindern zukommt.

Zu Absatz 7: da gilt auch Erklärung von Absatz 3.

Zu Absatz 8: Stromkonzerne werden nichts freiwillig machen. Sie machen es nur unter Zwang (EEG). Außerdem, wenn nicht so mancher Politiker in Aufsichtrat so manchen Unternehmen sitzen würden und dort mit abzocken, würde vieles positiver laufen.

Zu den Bildern: die Bilder der Photovoltaikanlagen (Fotomontage – müsste vermerkt werden) sind absoluter Unsinn und haben nichts mit der Realität zu tun. Kein Solarverkäufer würde so eine Anlage verkaufen. Es wäre schaltungsmäßig ein Schwachsinn (Reihenschaltung mehrer Module ergeben erst die Grundspannung, die eine Wechselrichter braucht um einzuschalten und denn Strom von Gleichstrom auf Wechselstrom zu formieren). Denn die 4 Module auf der Gaube Erzeugen andere Werte als die restlichen (Dachneigung unterschiedlich). Schatten durch Kamine und Bäume müssten berücksichtigt werden, denn diese schalten ganze Kreise weg.

Ergebnis:
Warum sollen die Hausbesitzer nicht auf der Gewinnerseite sein? Sollen sie lieber den nimmersatten Energiekonzernen das Geld in den Rachen werfen, oder sollten Sie nicht auch mit einer Anlage auf der Gewinnerseite stehen und von der neuen Technologie profitieren?

Christian B.

Sehr geehrte Redaktion von Familienheim und Garten,

2004 hatte ich beschlossen, etwas für die Umwelt zu, den CO2-Ausstoß zu verringern, sowie mein Erspartes vor der Inflation zu retten. Um mir eine Voltaikanlage errichten zu können, musste ich erst mein Dach umbauen. Dachumbau konnte ich ohne Probleme (Baugenehmigung) im April beginnen. Bei der Fa. Praktiker habe ich das seinerzeit günstigste Preisangebot bekommen. Leider habe ich die Anlage erst am 30. Oktober 2004 bekommen. Dank großer Anstrengung und Nachbarschaftshilfe konnte ich meine 4,4 kWp (30 Module a 110 Wp) dann am 23. November ans Netz bringen. Leider hatte meine Anlage höchstens eine Leistung von 3,6 kWp, (Modulleistung also nur 90 Wp) was ich aber erst später merken konnte. Die Lieferfa. der Module hat mir dann 4 Module als Ersatz geliefert, dank der guten Unterstützung durch Praktiker. Den Zubau musste ich aber alleine machen, mit meinen 74 Jahren. Jetzt hat meine Anlage= 44 Module a 90 WP zwar immer noch keine 4,4 kWp, sondern nur 3,96 kWp. Bezahlen musste ich aber für 4,4 kWp.

Inzwischen habe ich 20.133 kWh einspeisen können a 0,574 €/kWh = 11.556,34 € habe ich bisher von meiner Investion retten können. Noch knappe 2 Jahre braucht meine Anlage bis zur Gewinnzone, wenn die Anlage weiterhin Strom liefert. Freue mich über jeden Tag mit Sonnenschein. Petrus hat seit Anfang des Monats ein weißes Leichentuch über meine Solaranlage ausgebreitet, es gibt darum zur Zeit keinen Solarstrom.

Ich habe keine Subvention für meine Fotovoltaikanlage bekommen, lediglich hat mir das Finanzamt die Mehrwertsteuer erstattet. Ebenso kenne ich keinen Solarstromerzeuger, der eine Subvention bekommen hat. Ich hätte lediglich ein zinsgünstiges Darlehen von der KfW bekommen können. Ich habe es nicht genommen, weil ich dafür eine Hypothek auf mein Grundstück hätte eintragen lassen müssen. Nehme an, das mit Subvention, die Einspeisevergütung gemeint ist.

Dazu bitte den Anhang lesen, ferner im Photonheft 12/2010 nachlesen. Der schlimmste Feind der umweltfreundlichen Energieerzeugung sind unsere Politiker.

Echt subventioniert wurde die Atomindustrie, welche zig Milliarden Gewinne eingefahren haben, und weiter fahren werden, Dank der Obermelkerin, welche Physikerin sein soll, mit ihren Politikern., durch die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke. Die Entsorgung muss der Steuerzahler zahlen. Die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke ist ein Mord an unseren Nachkommen. Forderung an die Wissenschaftler, die gefährliche Strahlung des Atommülls unschädlich zu machen. In dem schon vorhandenem Atommüll, ist doch noch weit mehr Energie enthalten, als die Menschheit braucht.

2008 allein hat der Fiskus von der Solarindustrie 1 Milliarde € Netto von der Solarindustrie eingenommen. Siehe Anlage Steuereinnahmen. Von den Einnahmen aus der Mehrwertsteuer von Solarstromerzeugern, steht nichts in der Anlage. Ich muss auch Mehrwertsteuer für den eingespeisten Strom abführen – anteilige WST von den Unkosten.

Wenn ich noch könnte, würde ich noch mehr Module aufbauen, und direkt ins Netz einspeisen. Leider haben aber die Politiker, Versicherer, Energielieferanten, etc. die Kaufkraft meiner Rente seit 1993 unter 40 % gedrückt.

Das geht weiter bis zur nahen Armutsgrenze, und der zu erwartenden Hyperinflation, diesmal aber nicht nur in Deutschland. In meinen Versen zur Politverdrossenheit seit 1991 habe ich schon die kommende Inflation beschrieben.

Nachzulesen auf meiner Homepage unter holland-eldingen.de.vu. Die meisten Länder drucken Papiergeld, um länger sich über Wasser halten zu können. Kein Land kann die Staatsverschuldung zurück zahlen, wollen sie auch gar nicht. Erzählen uns nur davon, einschließlich Frau Merkel.

Vor jedem Beginn eines neuen Jahres graust mir, wegen der gestiegenen Abgaben, Kosten, Gebühren, Versicherungsprämien. Beiträgen, Steuern, etc.

Mit freundlichen Grüssen, verbleibe ich in der Hoffnung mich zu irren, und wünsche ein bessere 2011

Hans Holland

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