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Leopardgecko – nicht nur die Farbgebung macht Freude

November 2010 Terrarien sind Hingucker – vor allem, wenn ein Leopardgecko den Innenraum ziert. Er zählt zu den beliebtesten Tieren in der Terraristik. Um ihn artgerecht zu halten, bedarf es besonderer Pflege und spezieller Nahrung.


In Steppenterrarien, wie dem sera biotop Wüstenterrarium, ist die artgerechte Haltung von Leopardgeckos garantiert.
© sera
In Steppenterrarien, wie dem sera biotop Wüstenterrarium, ist die artgerechte Haltung von Leopardgeckos garantiert.
Leopardgeckos sind aufgrund ihrer relativ einfachen Haltung gut für Anfänger geeignetaber – auch Reptilienerfahrene begeistern sich für die ansehnlichen Tiere. Den Farbvarianten sind scheinbar keine Grenzen gesetzt: Nominat bezeichnet die natürliche Farbgebung der Geckos. High Yellow, Hypo Tangerine, Patternless, Blizzard und Jungle stellen Farbvarianten dar, die die kleinen Vierfüßer zu einer Rarität machen. Die bis zu 25 Zentimeter großen Leopardgeckos werden bei guter Pflege in der Regel 15, manchmal sogar 20 Jahre alt.

nach obenArtgerechte Haltung

Um die artgerechte Haltung von Leopardgeckos sicherzustellen, bedarf es eines Steppenterrariums mit der Mindestgröße 60 × 45 × 30 cm. Besonders eignen sich beispielsweise die neuen sera Biotop Wüstenterrarien. Da die Tiere gerne graben, sollte der Boden wenigstens zehn Zentimeter hoch mit Flusssand bedeckt sein. Durch Hinzufügen von Lehmpulver wird die Bodengrundstruktur fester. Ebenfalls notwendig sind ausreichend Versteckmöglichkeiten.

Als Gruppentiere leben Leopardgeckos in freier Natur in Gemeinschaften. Das gilt auch im Terrarium. Idealerweise sollten einem Männchen immer zwei Weibchen Gesellschaft leistender Paarungsdrang des Männchens ist in der Regel sehr aggressiv. Nur ein Weibchen wäre mit dieser Situation überfordert.

Außerdem benötigen die Vierfüßer einen geregelten Tag-Nacht-Rhythmus mit zwölf Stunden Licht und zwölf Stunden Dunkelheit. Dies lässt sich einfach über eine regelbare Zeitschaltuhr steuern. Tagsüber darf die Temperatur stellenweise bis zu 35 °C betragen – sonst sind 27 bis 32 °C ausreichend. Nachts sollte das Terrarium auf 20 bis 23 °C abgekühlt werden. Mit einem Keramik-Heizstrahler, zum Beispiel sera reptil thermo ceramic, lässt sich die Luftwärme konstant erhöhen.

Da diese Reptilien dämmerungs- und nachtaktiv sind, ist nachts eine Luftfeuchtigkeit von etwa 60 bis 75 Prozent erforderlich. Tagsüber reichen 40 bis 50 Prozent aus. Durch mehrmaliges, wöchentliches Besprühen des Untergrundes und eine stets feucht gehaltene Höhle, kann die Umgebung im Terrarium den natürlichen Gegebenheiten angepasst werden. Eine gefüllte Schale Wasser wiederum hilft den Leopardgeckos, eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit durch Flüssigkeitsaufnahme auszugleichen.

nach obenNotwendige Ruhe

Zum natürlichen Lebenszyklus der Leopardgeckos gehört die Winterruhe. Diese fördert nicht nur die Paarungsbereitschaft, sondern tut ebenso der Gesundheit gut. Temperatur, Nahrung und Beleuchtung sollten etwa einen Monat vor Beginn reduziert werden. Die Echsen bekommen dann schon ein bis zwei Wochen bevor die erforderliche Temperatur erreicht ist keine Nahrung mehr. In den nächsten zwei bis drei Monaten werden sie nicht gefüttert – eine kleine Schale Wasser sollte ihnen dennoch zur Verfügung stehen. Die optimale Temperatur für die Zeit der Winterruhe liegt zwischen 12 und 15 °C.

Wenn die Tiere zwei Monate Ruhe hatten, werden Temperatur und Beleuchtung langsam wieder hochgefahren. Die Geckos brauchen danach ihre Zeit, um sich wieder an Nahrung zu gewöhnen.

nach obenVitaminreiche Ernährung

Zu den Leckerbissen für diese farbenfrohen Reptilien zählen vor allem Heimchen, Grillen oder Heuschrecken. Diese sollten vor der Fütterung abwechselnd mit Calcium- und Vitaminpulver bestäubt werden, gleichzeitig aber nicht zu groß sein. Als Orientierung gilt: Die Länge des Heimchens übersteigt die Kopfbreite des Geckos nicht. Junge sowie ältere Tiere profitieren in jeglicher Hinsicht von einer vitaminreichen Ernährung. Damit die jungen Leopardgeckos stark und kräftig werden, das heißt der Knochenbau gefördert wird, ist Kalk beziehungsweise Calcium ein wichtiger Bestandteil der Nahrung. sera reptimineral C zum Beispiel, ein Vitamin- und Mineralergänzungsfutter, liefert die entsprechenden Nährstoffe. Als Hauptnahrung ungeeignet, als Snack aber willkommen, sind Mehlwürmer, Zophobas und Wachsmaden. Da sie größtenteils aus Fett bestehen, sollten sie eine Leckerei für zwischendurch sein. Gefüttert wird zwei- bis dreimal pro Woche, bei jungen Tieren täglich.

Übrigens: Leopardgeckos (Eublepharis macularius) gehören zur Gruppe der Eublepharidae. Sie besitzen bewegliche Augenlider und Krallen, weshalb sie oft als "Krallengeckos" oder "Lidgeckos" bezeichnet werden.

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Schlagworte dieser Seite:

Artgerechte Haltung, Echse, Gecko, Heimtier, Terrarium, nachtaktiv

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