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Das Grün im Weg − Ökologische Flächen mit Beton-Pflastersteinen

August 2010 Ökologie und Ökonomie gehören zusammen wie Pech und Schwefel, Teufel und Großmutter und Tünnes und Schäl. Glauben Sie nicht? Also ich habe festgestellt, dass man, wenn man einen guten Euro machen will, einfach "In Bezug zu Klimawandel und CO2" draufschreiben muss. Und schon rollt der Rubel. Was das mit unserem Thema zu tun hat? Eigentlich nicht mehr viel. Haben doch viele Kommunen die Reduzierung der Abwassergebühren beim Bau versickerungsfähiger Flächen schlichtweg gestrichen. Und damit wären wir bei einem ökologischen Thema endlich mal wieder weg vom rein ökonomischen Hintergrund.


Manfred Eckermeier, unser Autor, mag es, wenn Rasen aus der Fuge wächst.
© Eckermeier, Manfred
Manfred Eckermeier, unser Autor, mag es, wenn Rasen aus der Fuge wächst.

Kann-Produktentwickler und Anwendungstechniker Peter Kieffer meint, dass dadurch die Versickerung beeinträchtigt wird. "Aber die Umwelt gewinnt durch das Mehr an Grün, dass zum allgemeinen Wohlbefinden beiträgt". Und da sind wir einer Meinung.
© Archiv
Kann-Produktentwickler und Anwendungstechniker Peter Kieffer meint, dass dadurch die Versickerung beeinträchtigt wird. "Aber die Umwelt gewinnt durch das Mehr an Grün, dass zum allgemeinen Wohlbefinden beiträgt". Und da sind wir einer Meinung.
Denn das Bauen von ökologischen Wegen und Flächen rund um das eigene Heim bringt Vorteile für die Umwelt und den eigenen Mikrokosmos. Und kostet Geld. Und wird kaum mehr bezuschusst. Also genau das richtige für mich. Denn so habe ich ein reines Gewissen.

Leider kann man sein ökologisches Gewissen nicht überall reinwaschen. Denn dazu ist es notwendig, dass der Boden im Grundstück versickerungsfähig ist. Also, wer sich für einen versickerungsfähigen Pflasterbelag entscheidet, sollte zunächst prüfen, inwieweit der Untergrund dies zulässt.

Das trifft im Allgemeinen für kies- und sandhaltige Böden zu. Lehmböden dagegen eignen sich nicht für diese Pflasterart. Sollten Sie sich unsicher über die Versickerungsfähigkeit des anstehenden Bodens sein, empfehlen wir für den Einsatz im Privatbereich den Schnelltest auf der nächsten Seite.

Auch dem Oberbau kommt eine besondere Funktion zu. Er hat die Aufgabe, das Regenwasser aufzunehmen und an den Untergrund abzugeben. Je nach Beschaffenheit des Untergrundes ist mitunter eine etwas dickere Tragschicht als Sickerspeicher angebracht. Der Oberbau muss beim Verlegen von sickerfähigen Pflasterstein-Systemen so angelegt werden, dass das Gefälle später etwa 1 % beträgt.

Das Pflasterbett muss aus Splitt der Körnung 2/5 oder 1/3 bestehen, um das Oberflächenwasser aufnehmen und weiterleiten zu können. Es soll im unverdichteten Zustand eine Dicke von 3 bis 4 cm haben. Die Verlegung erfolgt wie bei normalen Betonsteinen.

Die Sickeröffnungen/Sickerfugen entstehen beim Versetzen der Steine. Vor dem Abrütteln werden die Sickerkammern mit Splitt verfüllt. Fugenmaterial und Bettungsmaterial sollten gleich sein.

Der Oberbau unterscheidet sich nicht von dem anderer versickerungsfähiger Pflastersteinsysteme. Da bei so genannten haufwerksporigen Betonpflastersteinen (Haufwerke sind Gemische aus festen Partikeln, die lose vermengt oder fest miteinander verpresst oder verbacken sind) auf breite Fugen verzichtet werden kann, sind diese besonders bequem begeh- und befahrbar. Haufwerksporige Steine sind mit der für Pflaster vorgeschriebenen Fuge von 3 bis 5 mm zu verlegen.

Bei der Auswahl des Fugenmaterials ist auf ausreichende Wasserdurchlässigkeit und die Korngröße zu achten. Geeignet sind Mineralstoffgemische ohne Feinst- bzw. Nullanteile wie beispielsweise Splitt 0,5/1 mm oder 1/3 mm. Feines Material wie etwa Sand kann das offenporige Gefüge des Steines verstopfen und die Versickerungsleistung herabsetzen. Zu grobes Material passt nicht in die Fugen. Beachten Sie, dass Pflastersteine aus haufwerksporigem Beton nicht für Flächen geeignet sind, auf denen die Anwendung von Taumitteln erfolgt.

Damit Sie für die eigene Planung gut vorbereitet sind, gibt uns Peter Kieffer, zuständig für die Produktentwicklung und Anwendungstechnik beim Betonsteinersteller Kann, einen Einblick in die tiefe Theorie der versickerungsfähigen Betonpflastersteinsysteme.

Pflastersteinsystem Duraton Drain aus Beton
© Kann
Pflastersteinsystem Duraton Drain aus Beton
Das Duraton Drain Pflastersteinsystem aus Beton hat sägezahnförmigen Konturen an den Längsseiten für erhöhte Verbundwirkung und Versickerungskammern sowie mit Fase und Vorsatzschicht aus Natursteinkörnung.


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Schlagworte dieser Seite:

Gehweg, Pflasterbelag, Pflasterbett, Pflastersteine, Versickerungsfähigkeit, Wege

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