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Kleiner, leichter, kraftvoller − Geräte mit Lithium-Akkus erobern Haus und Garten

Juli 2010 Das Lithium-Ionen-Akku-Vorzeigewerkzeug schlechthin ist der Ixo von Bosch. 2003 der Öffentlichkeit erstmals vorgestellt, wurde "damals" schon wirkungsvoll demonstriert, was man alles mit der aus dem PC- und Handybereich gebräuchlichen Akkuzelle auch bei Werkzeugen anfangen kann.


Mittlerweile ist der Ixo weltweit das erfolgreichste Akkuwerkzeug. Bereits vier Jahre nach seiner Einführung waren rund 6 Millionen Stück davon verkauft. Die Weiterentwicklung des Lithiumakkus macht große Fortschritte. Eigentlich hat dieser Akkutyp gegenüber dem bewährten Nickel-Cadmium Nachteile, die ihn für die Verwendung in leistungshungrigen Werkzeugen und Gartengeräten nicht unbedingt empfehlen. So ist er unter anderem empfindlich gegen Tiefentladung. Diese Nachteile sind durch elektronische Steuerungen und ausgereifte Ladetechniken vollends im Griff.

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Akku-Geräte
© Böker, Gerd
Akku-Geräte
Vom kompakten Dremel mit 7,2 Volt und fest eingebautem Akku zum Metabo PowerGrip, ebenfalls mit 7,2 Volt, aber hier mit Wechselakkusystem. Die AEG (mittlerweile im orangen Gehäuse) bringt mit dem 12-Volt-Akku richtig Power auf die Schraube und ist mit einem Schnellspannbohrfutter ausgerüstet. Das grüne Multifunktionswerkzeug in Hosentaschengröße ist der Uneo von Bosch – mit pneumatischem Hammerwerk, Bohr- und Schraubfunktion ideal für alle Arbeiten am Haus. Angetrieben mit einem fest eingebauten 14,4-Volt-Akku. Black & Decker stellte bereits im Frühjahr eine ganze Reihe neuer Lithium-Geräte vor. Vom 18-Volt-Schlagbohrschrauber über Trimmer und Heckenschere bis hin zur Kettensäge.

Links ein 18-Volt-Lithium-Akku, rechts ein 18-Volt-Nickel-Cadmium-Akku von Black & Decker. Beträchtlich, der Größen und auch der Gewichtsunterschied.
© Böker, Gerd
Links ein 18-Volt-Lithium-Akku, rechts ein 18-Volt-Nickel-Cadmium-Akku von Black & Decker. Beträchtlich, der Größen und auch der Gewichtsunterschied.
Mehr noch, die Unempfindlichkeit gegenüber dem beim Nickel-Cadmium-Akku gefürchteten Memoryeffekt ist ein wichtiger Pluspunkt. Ein Weiterer auch die geringe Selbstentladung. Denn gerade im Privatgebrauch werden Akkus meist nicht regelmäßig gebraucht und liegen ungenutzt in der Werkzeugschublade. Positiv zu bewerten ist daher, dass fast alle Markenhersteller komplette Werkzeugserien vom Akkuschrauber über die Stichsäge bis hin zum Rasentrimmer oder gar der Kettensäge entwickeln, die mit einem Akkutyp betrieben werden. Meist sind dies leistungsfähige 18-Volt-Systeme. Teils mit Besonderheiten – wie zum Beispiel bei Ryobi mit dem OnePlus-System, bei dem insgesamt 29 verschiedene Werkzeuge und Gartengeräte wahlweise mit Nickel-Cadmium- oder Lithium-Akkus betrieben werden können.

  • Neu von Metabo: Zum bewährten 7,2-Volt Akku-System gibt es jetzt den Power-Trimmer Li. Mit seinem 20 cm langen Messer schafft er bis zu 8 cm dickes Gehölz. Der Akku ist innerhalb 30 Minuten aufgeladen. | © Böker, Gerd
  • Die professionelle Akkuheckenschere AHS 54-20 Li von Bosch. Mit 54 cm Messerlänge und 20 cm Messerabstand für den harten Einsatz entwickelt. Der 36-Volt-Akku ist in 45 Minuten vollgeladen und passt auch auf den Rotak-Akkumäher und die neue Kettensäge von Bosch. | © Böker, Gerd
  • Gardenas 18-Volt-Lithium-Kettensäge. Mit dem 20-Zentimeter-Schwert packt sie fast alle Gartenaufgaben. Auch hier wieder ein Systemakku, der auch auf andere Gardena-Geräte passt. | © Böker, Gerd
  • Die Wolf-Heckenschere – mit schwenkbarem Messer – wird mit einem System-Akku betrieben, der auch am Wolf-Rasentrimmer eingesetzt werden kann. | © Böker, Gerd

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Akku, Akku-Bohrer, Akku-Trimmer, Bohrer, Gartenwerkzeug, Heckenschere, Kettensäge, Lithium-Ionen-Akku, Nickel-Cadmium-Akku, Werkzeug
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