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Die beliebtesten Dachbaustoffe

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März 2010 Bei der Wahl der Dachdeckung gilt es einiges zu beachten: Nicht jeder Baustoff eignet sich für jede Dachform und passt gleichzeitig in das Bild der Nachbarschaft. Doch egal, ob Sattel-, Walm- oder Pultdach, mit den beliebtesten Baustoffen der Deutschen, Titanzink, Schiefer, Dachziegel und Dachstein, findet sich für jedes Dach die passende Lösung.


Sowohl Dachziegel als auch Dachsteine betonen den schlichten, funktionalen Stil eines Daches und finden sich deshalb bevorzugt auf traditionellen Dachformen, wie dem Satteldach, wieder.

nach obenDachstein

Der Dachstein zählt zu den Klassikern unter den Dacheindeckungen. Er ist überaus tragfähig, frostbeständig und hat eine hohe Formgenauigkeit. Absolut einmalig bei Dachsteinen: Je länger sie auf dem Dach liegen, umso härter werden sie. Aus diesem Grund zählen sie auch zu den Spitzenreitern beim Thema Langlebigkeit.

nach obenDachziegel

Doch auch Dachziegel zählen zu den am häufigsten verwendeten Dachbaustoffen in Deutschland. Ausschlaggebend für ihre hohe Popularität ist der Rohstoff Ton, aus dem sie gefertigt werden. Dachziegel gibt es in den verschiedensten Farben.

nach obenSchiefereindeckung

Mit dem traditionsreichen Schiefer lassen sich so gut wie alle Dachformen realisieren.
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Mit dem traditionsreichen Schiefer lassen sich so gut wie alle Dachformen realisieren.
Für Dächer mit organischer Dachform eignet sich eine Schiefereindeckung. Der Baustoff kann sich den Rundungen von architektonisch anspruchsvollen Formen wie Mansard-, Zwiebel- und Glockendächern optimal anpassen, deshalb entstehen keine Brüche oder auffällige Unebenheiten in der Dachoptik. Schiefer ist variabel für Fuß, First, Ortgänge, Kehlen und Grate einzusetzen. Der Baustoff kann vor Ort passgenau bearbeitet werden und garantiert so eine durchweg homogene, harmonische Optik des Daches. Unverwechselbares Markenzeichen des Natursteins: seine schimmernde graublaue Farbe.

nach obenAkzente aus Zink

Eine Besonderheit des Dachbaustoffs Titanzink ist sicher seine Patina. Sie fällt nicht nur durch ihre Farbgebung auf, sondern bietet darüber hinaus einen effektiven Schutz gegenüber äußeren Umwelteinflüssen. Die Patina entsteht durch natürliche Oxidation auf der Zinkoberfläche. Sie macht den Werkstoff korrosionsbeständig und damit überaus langlebig. Unter der Bezeichnung "vorbewittert" ist Titanzink bereits ab Werk mit der reizvollen Patina erhältlich. In Sachen Ökologie und Recycling ist das Metall ebenfalls vorbildlich: Nahezu 100 Prozent können recycelt werden, ohne dabei umweltschädliche Rückstände zu hinterlassen, denn Zink hat einen 99,995-prozentigen Reinheitsgrad und ist damit ein absolut natürlicher und nachhaltiger Baustoff. Die hohe Flexibilität bzw. Gestaltungsfreiheit, die sich mit Zink bietet, ist ein weiterer, großer Vorteil des Werkstoffs.

Dacheindeckung aus Titanzink ist nahezu wartungsfrei.
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Dacheindeckung aus Titanzink ist nahezu wartungsfrei.
Die Dacheindeckung mit Zink setzt aufgrund ihrer typischen, blaugrauen Patina immer gekonnte Akzente und bietet damit einen optisch ansprechenden Kontrast. So zum Beispiel zu weißem Putz oder auch einer hellen Holzfassade.
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Die Dacheindeckung mit Zink setzt aufgrund ihrer typischen, blaugrauen Patina immer gekonnte Akzente und bietet damit einen optisch ansprechenden Kontrast. So zum Beispiel zu weißem Putz oder auch einer hellen Holzfassade.

nach obenDachideen aus Schiefer

Je nach Sonnenstand und Lichtbrechung schillert Schiefer in unterschiedlichen Nuancen – von Anthrazit bis Graublau – und sorgt damit für eine anspruchsstarke Optik.
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Je nach Sonnenstand und Lichtbrechung schillert Schiefer in unterschiedlichen Nuancen – von Anthrazit bis Graublau – und sorgt damit für eine anspruchsstarke Optik.
Schieferdächer bieten nicht nur optische Vorzüge, sondern überzeugen auch durch ihre hohe Beständigkeit. So zählt der Naturbaustoff zu den langlebigsten Bedachungsmaterialien überhaupt und ist zudem extrem widerstandsfähig. Dabei ist kaum Pflegeaufwand nötig, um die zeitlose Schönheit des Natursteins zu erhalten, was wiederum für die Wirtschaftlichkeit von Schiefer spricht. Dank der hohen Haltbarkeit gilt der 400 Millionen Jahre alte Stein aus den Tiefen der Erde auch als ein vergleichbar preiswertes Baumaterial.

nach obenDachsteine und Dachziegel

Bei uns haben sich Dachformen den klimatischen Verhältnissen entsprechend im Wesentlichen als Steildächer durchgesetzt, erläutert der Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie. Als Bedachungsmaterialien fanden, regional unterschiedlich, Holzschindeln, Stroh, Reet und Steinplatten Verwendung. In den Städten wurde schon vor dem ersten Jahrtausend damit begonnen, der Brandgefahr, die ja besonders bei den sogenannten weichen Bedachungsmaterialien wie Stroh oder Schindeln besteht, durch die Verwendung von Tondachziegeln zu begegnen. Dabei war bis ins 18. Jahrhundert Wohnen unterm Dach kein Thema. Allenfalls als Speichergeschoß wurde der oft mehrstöckige und auch recht große Dachraum genutzt. Die verwendeten Dacheindeckungsmaterialien schützten zwar vor Regen und Schnee, aber dichte Raumabschlüsse waren mit den damals üblichen Konstruktionen nicht möglich.

Hochwertige Dachpfannen verleihen dem Dach Stabilität und eine tolle Optik.
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Hochwertige Dachpfannen verleihen dem Dach Stabilität und eine tolle Optik.
Heute sieht das ganz anders aus. 60 Grundformen des Dachziegels mit einer Variationsbreite von über 1.200 unterschiedlich gestaltbaren Oberflächen sind in Deutschland erhältlich. Damit die Wahl nicht zur Qual wird, sind Grundkenntnisse über den Dachziegel und die werkseitige Gestaltung seiner Oberfläche erforderlich. Eine Dachziegelmusterfläche präsentiert naturgemäß die schönste Ansicht des Produktes. Dennoch bleibt die Tatsache bestehen, dass Dachziegel "grob"-keramische Erzeugnisse sind. Geringfügige Unregelmäßigkeiten in Oberflächenstruktur und Farbe gehören gleichermaßen zum Naturbaustoff Dachziegel, so wie Astigkeit, Farbzeichnung und Maserung die optische Eigenschaft des Holzes kennzeichnen.

Nach wie vor sind Ziegel für die Dacheindeckung der meistgenutzte Werkstoff. Nahezu die Hälfte der geneigten Dachflächen werden mit Ziegeln gedeckt, 25 % mit Dachstein und etwas mehr mit sonstigen Materialien, so die Arbeitsgemeinschaft Ziegeldach.

Neben höchsten funktionalen Ansprüchen, sollen Dachpfannen heute aber auch unterschiedlichsten optischen Vorstellungen gerecht werden: So gibt es Dachpfannen längst nicht mehr nur in traditionellem Rot, ...
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Neben höchsten funktionalen Ansprüchen, sollen Dachpfannen heute aber auch unterschiedlichsten optischen Vorstellungen gerecht werden: So gibt es Dachpfannen längst nicht mehr nur in traditionellem Rot, ...
... sondern in einer Vielzahl an Farbtönen – je nach Vorliebe und architektonischer Stilrichtung.
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... sondern in einer Vielzahl an Farbtönen – je nach Vorliebe und architektonischer Stilrichtung.

Dachstein

Generell gelten auch Dachsteine als bewährtes Bedeckungsmaterial auf unterschiedlichsten Dächern und das schon seit mehr als 150 Jahren. Aus den natürlichen Rohstoffen Sand, Zement und Wasser bei geringem Herstellungsenergiebedarf hergestellt, trotzt der robuste, aber dennoch formschöne Baustoff Regen und Frost jahrzehntelang zuverlässig. Aus diesem Grund geben führende Hersteller auch 30 Jahre Garantie auf Dachbausteine, inklusive Frostbeständigkeit. Hinzu kommen der günstige Preis sowie die zeitsparende Verlegung. Selbst große Flächen lassen sich damit problemlos eindecken.

Dachziegel

Doch auch Dachziegel bieten etliche Vorzüge: So gewährleistet etwa die kapillare Struktur des Naturbaustoffs, dass aufgenommene Feuchtigkeit relativ schnell wieder abgegeben werden kann. Dank farbiger Engoben bzw. Glasuren sind die seit Jahrhunderten beliebten Tonziegel zudem resistent gegenüber allen Umwelteinflüssen und daher für Flächen wie für Detaillösungen optimal geeignet.

Das Ergebnis der dach.de-Untersuchung

Dachsteine und -ziegel unterscheiden sich hauptsächlich in materialtechnischer, nicht aber in funktionaler Hinsicht. Viel wichtiger ist es, bei der Wahl der geeigneten Dachpfanne auf eine hohe Qualität nach dem neuesten Stand der Technik zu achten.


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