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Arthrose − eine Volkskrankheit

Februar 2010 In Deutschland leiden jeden Tag über fünf Millionen Menschen an Arthrose-Schmerzen, insgesamt 20 Millionen haben zeitweise Beschwerden. Diese Zahl wird in den nächsten Jahren weiter ansteigen: Die Lebenserwartung erhöht sich ständig – und damit auch die Zahl der Arthrose-Patienten.


nach obenSymptome

  • Anlaufschmerzen (Schmerzen zu Beginn einer Bewegung)
  • Belastungsschmerzen
  • Bewegungseinschränkungen
  • Gelenkgeräusche
  • Geschwollene Gelenke und Steifigkeit sowie Muskelverspannungen um das betroffene Gelenk

Unter Arthrose verstehen Mediziner übermäßige Abnutzungserscheinungen in einem oder mehreren Gelenken. Die Arthrose zählt zu den rheumatischen Erkrankungen. Unerträgliche Schmerzen und massive Bewegungseinschränkungen mindern die Lebensqualität. Fast jeder Mensch bekommt im Alter mehr oder weniger ausgeprägte Arthrosen. Die Schmerzen entstehen aufgrund der Reizung der empfindlichen Gelenkinnenhaut durch abgenutzte Knorpelteile.

nach obenUrsachen

© DAK
Für die Beweglichkeit und Flexibilität des menschlichen Skeletts sind gesunde Gelenke unabdingbare Voraussetzung, da sie die Verbindungsstellen zwischen den Knochen herstellen. Damit die Gelenke reibungslos arbeiten können, sind sie von Knorpel umgeben, der gleichzeitig wie ein Stoßdämpfer wirkt. Geht Knorpel verloren, nimmt auch die Gleitwirkung zwischen den Gelenken ab. Schreitet dieser Prozess ungehindert fort, nimmt der Gelenkknorpel immer weiter ab. Schließlich reiben die Knochen direkt aufeinander und verursachen starke Schmerzen. Arthrosen können in jedem Gelenk auftreten.

Knorpelgewebe ist sehr empfindlich. Da es nicht von Blutgefäßen durchzogen wird, bekommt es alle überlebenswichtigen Nährstoffe von der Gelenkflüssigkeit. Dieses komplizierte System kann jedoch durch eine Reihe von Störfaktoren aus dem Gleichgewicht gebracht werden.

Da die Selbstheilungskräfte des Knorpels nur unwesentlich ausgebildet sind, können sich kleinere Schäden oder Verletzungen im Laufe der Zeit addieren. So ist zu erklären, dass selbst junge Menschen häufig unter Arthrosen leiden.

Insbesondere bei Arthrose der Knie- und Hüftgelenke spielt das Übergewicht eine entscheidende Rolle. Zwar kann Übergewicht alleine keine Arthrose auslösen, übergewichtige Personen erkranken jedoch früher und oft schwerer. Auch immer einseitige Arbeiten – beispielsweise am Fließband – führen zu vermehrtem Gelenkverschleiß. Fehlernährung oder Stoffwechselerkrankungen wie Gicht oder Diabetes können das Entstehen einer Arthrose begünstigen.

nach obenDiagnose

Leider werden Arthrosen meist sehr spät diagnostiziert. Es ist daher wichtig, erste Anzeichen eines Gelenkverschleißes mit dem Arzt zu besprechen. Durch Röntgen kann festgestellt werden, wie weit die Gelenkabnutzung fortgeschritten ist.

nach obenBehandlungsmöglichkeiten

Es ist nicht möglich, durch vorbeugende Maßnahmen eine Arthrose zu verhindern. Betroffene können allerdings den Verlauf der Krankheit erheblich verbessern, wenn sie bereits in einem frühen Stadium mit der Bewegungsbehandlung beginnen. Nur durch gezielte und regelmäßige Übungen kann der Gelenkknorpel ausreichend mit Nährstoffen versorgt und so einem Fortschreiten der Erkrankung vorgebeugt werden. Hier gilt jedoch: Übermäßige Beanspruchung kann den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen.

Wärme- oder Kälteanwendungen haben einen festen Platz in der Arthrosetherapie. Besonders Wärme fördert die Durchblutung im Gelenk und entspannt die Muskulatur. Allerdings darf sie bei einer Gelenkentzündung nicht angewandt werden, da sie die Entzündungsreaktion verstärkt.

Medikamente sind notwendig und unumgänglich. Die Schmerzbekämpfung steht dabei an erster Stelle einer Therapie. Nur schmerzfrei kann der Patient regelmäßige Bewegungsübungen durchführen.

Da Arthrose nicht heilbar ist, müssen Hüft- und Kniegelenke häufig durch künstliche Gelenke ersetzt werden. Nach dem Krankenhausaufenthalt folgt ein Trainingsprogramm, bei dem der Muskel wieder aufgebaut wird und der Umgang mit dem neuen Gelenk geübt wird.

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Schlagworte dieser Seite:

Arthrose, Diagnose, Gelenk, Medikament, Schmerzen, Steifigkeit, Verspannung

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